Die Band Tool nehme ich im Studio als Referenz her. Als ich mir neulich den Frequenzgang mit dem Spekroskop angesehen habe, mußte ich feststellen, daß ab 16 Khz (einschließlich) die Frequenzen deutlich abgesenkt und limitiert wurden. Gibt es dafür eine Erklärung? Klar hört dies nahezu kein Mensch mehr, aber worin liegt der Sinn? Schutz der Hochtöner?
Frequensspektrum
Ich fand es vor 12 Jahren auch noch wichtig, daß meine HIFI-Boxen bis 20Khz hoch gehen.
Tja...das Alter...
Ersthaft wenn sie bis 20kHz gehen, dann ist das doch nicht schlecht. Denn dann kann man davon ausgehen, dass sie die 17kHz noch 100%ig bringen ohne Abfall.
Ersthaft wenn sie bis 20kHz gehen, dann ist das doch nicht schlecht. Denn dann kann man davon ausgehen, dass sie die 17kHz noch 100%ig bringen ohne Abfall.
Ich finde, wenn über ca 16 kHz zuviel drin ist, klingt es harsch. Besonders wenn davon länger klingende Töne betroffen sind, z. B. Becken. Falls die Tool-Leute ebenso denken, möchten sie evtl. ein weicheres, runderes Klangbild erzielen.
cheers
yoda
cheers
yoda
Du hast schon Recht. Bei 16 Khz ist bei mir mittlerweile auch Ende der Fahnenstange. Beim Hörtest neulich hatte ich aber noch gut abgeschnitten. Es wurde allerdings nur die Hörschwelle gemessen.
Damals wußte ich nicht daß weder die 20Hz noch die 20kHz wirklich wichtig sind.
Ab welcher nicht mehr wahrnembaren Frequenz (im oberen Bereich) ist es denn schwer möglich noch Musik zu produzieren?
Damals wußte ich nicht daß weder die 20Hz noch die 20kHz wirklich wichtig sind.
Ab welcher nicht mehr wahrnembaren Frequenz (im oberen Bereich) ist es denn schwer möglich noch Musik zu produzieren?
ich beobachte immer wieder gerne dieses Forum.
Diesmal muß ich leider incognito auftreten, da ich meinen guten ruf nicht ruinieren will ( ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen ).
ich bin seit mehreren jahren erfolgreicher toningenieur und musikproduzent (u.a. im jahr 2002 zwei goldene und ein platin album), seit fünf jahren lasse ich mein gehör professionell durchchecken und musste mir leider sagen lassen, daß ich in jungen jahren da einiges kaputtgemacht habe.
ich höre im bereich von 2-3 kHz über 40dB weniger als gesund menschen und über 10 kHz höre ich überhaupt nichts mehr.
ich möchte hiermit allen tontechnikern und musikern mut machen - ein einwandfreies gehör ist nicht unbedingt nötig, um sehr erfolgreich in dem business zu arbeiten.wichtig ist, daß ihr gefühl und gespür für gute musik und sounds mitbringt. im übrigen halte ich die 96 kHz-Debatte für einen einzigen witz. heutzutage erfolgreiche musik hat maximal 10 dB dynamic und ist hat einen klirrfaktor von min.10% . so ist es nunmal , und die kids, de musik kaufen , bestätigen diesen geschmack täglich.
Diesmal muß ich leider incognito auftreten, da ich meinen guten ruf nicht ruinieren will ( ich hoffe, ihr könnt das nachvollziehen ).
ich bin seit mehreren jahren erfolgreicher toningenieur und musikproduzent (u.a. im jahr 2002 zwei goldene und ein platin album), seit fünf jahren lasse ich mein gehör professionell durchchecken und musste mir leider sagen lassen, daß ich in jungen jahren da einiges kaputtgemacht habe.
ich höre im bereich von 2-3 kHz über 40dB weniger als gesund menschen und über 10 kHz höre ich überhaupt nichts mehr.
ich möchte hiermit allen tontechnikern und musikern mut machen - ein einwandfreies gehör ist nicht unbedingt nötig, um sehr erfolgreich in dem business zu arbeiten.wichtig ist, daß ihr gefühl und gespür für gute musik und sounds mitbringt. im übrigen halte ich die 96 kHz-Debatte für einen einzigen witz. heutzutage erfolgreiche musik hat maximal 10 dB dynamic und ist hat einen klirrfaktor von min.10% . so ist es nunmal , und die kids, de musik kaufen , bestätigen diesen geschmack täglich.
Danke xxx für die wirkliche Lebensgeschichte mit der Warnung, doch auf sein Gehör zu achten.
Man kann auf das gute Urteil der Ohrenärzte bei einem Audiometrie-Hörschwellen-Test nichts geben. Diese gehen von der normalen Sprachverständlichkeit aus und haben natürlich nicht die Klang-Anforderungen der Tontechniker im Kopf. Das Toleranzfeld für noch "normales Hören" ist mit 20 dB zu groß. Angeblich ist da alles im grünen Bereich.
Wie wir auf der letzten Tonmeistertagung hören konnten, sind die Audiogramme der Studenten, die Tonmeister werden wollen, in den letzten Jahren immer schlechter geworden - große Einbrüche bei 4 kHz. Das hat mit der allgemeinen Lärmerhöhung, dem Benutzen von Walkmen (!) und dem Besuch von Diskotheken zu tun. Es wird leichtsinnigerweise gern vergessen, dass einmal abgeholzte Hörfasern für immer (!) abgeholzt bleiben, denn sie gehen nicht wieder aufzuforsten.
Gruß
Malte
Man kann auf das gute Urteil der Ohrenärzte bei einem Audiometrie-Hörschwellen-Test nichts geben. Diese gehen von der normalen Sprachverständlichkeit aus und haben natürlich nicht die Klang-Anforderungen der Tontechniker im Kopf. Das Toleranzfeld für noch "normales Hören" ist mit 20 dB zu groß. Angeblich ist da alles im grünen Bereich.
Wie wir auf der letzten Tonmeistertagung hören konnten, sind die Audiogramme der Studenten, die Tonmeister werden wollen, in den letzten Jahren immer schlechter geworden - große Einbrüche bei 4 kHz. Das hat mit der allgemeinen Lärmerhöhung, dem Benutzen von Walkmen (!) und dem Besuch von Diskotheken zu tun. Es wird leichtsinnigerweise gern vergessen, dass einmal abgeholzte Hörfasern für immer (!) abgeholzt bleiben, denn sie gehen nicht wieder aufzuforsten.
Gruß
Malte
"erfolgreiche musik hat maximal 10 dB dynamic und ist hat einen klirrfaktor von min.10% . so ist es nunmal , und die kids, de musik kaufen , bestätigen diesen geschmack täglich."
1. gibt es Musik, welche doch noch ein klitzekleines Stück anders gestrickt ist. Oft treten da Leute in ordentlicher Kleidung mit altertümlichen Instrumenten auf, in die man hineinblasen, oder daran zupfen muss. Die haben einen erhöhten Qualitätsanspruch und machen ganz selten "Jo-Man" etc.
2. hat niemand behauptet, daß alle geschäftlich erfolgreichen Producer gute Tontechniker sind, gut hören können oder zwangsweise etwas von Musik verstehen müssen
3. haben die Kids, welche diese 10%-KlirrMusik kaufen und auf entsprechenden Geräten hören, nach neuesten Untersuchungen das schlechteste Gehör aller Zeiten, womit wir wieder bei Thema übertriebende Lautheit wären.
Betrachtet man aber speziell Aspekt 3 und nimmt zur Kenntnis, daß diese Jugend älter wird und es so weitergeht und damit damit das mittlere Gehör der Deutschen im Jahre 2020 bei 5kHz endet, so können wir in der Tat die 96kHz vergessen und wieder zu 11kHz Abtastfrequenz zurückkehren.
Während ich noch um das Gehör der deutschen Jugend trauere, fällt mir doch spontan ein, daß vor knapp einem Jahr ein Studiobetreiber im Sauerland wegen seines nachlassenden Gehörs die Segel gestrichen hat ...
1. gibt es Musik, welche doch noch ein klitzekleines Stück anders gestrickt ist. Oft treten da Leute in ordentlicher Kleidung mit altertümlichen Instrumenten auf, in die man hineinblasen, oder daran zupfen muss. Die haben einen erhöhten Qualitätsanspruch und machen ganz selten "Jo-Man" etc.
2. hat niemand behauptet, daß alle geschäftlich erfolgreichen Producer gute Tontechniker sind, gut hören können oder zwangsweise etwas von Musik verstehen müssen
3. haben die Kids, welche diese 10%-KlirrMusik kaufen und auf entsprechenden Geräten hören, nach neuesten Untersuchungen das schlechteste Gehör aller Zeiten, womit wir wieder bei Thema übertriebende Lautheit wären.
Betrachtet man aber speziell Aspekt 3 und nimmt zur Kenntnis, daß diese Jugend älter wird und es so weitergeht und damit damit das mittlere Gehör der Deutschen im Jahre 2020 bei 5kHz endet, so können wir in der Tat die 96kHz vergessen und wieder zu 11kHz Abtastfrequenz zurückkehren.
Während ich noch um das Gehör der deutschen Jugend trauere, fällt mir doch spontan ein, daß vor knapp einem Jahr ein Studiobetreiber im Sauerland wegen seines nachlassenden Gehörs die Segel gestrichen hat ...
Wie nennt sich denn dieser Test, wo herausgefunden werden kann wieviel man von der jeweiligen Frequenz noch hört? Der Hörschwellentest, wie er bei mir durchgeführt worden ist, kann wirklich nicht allzuviel aussagen.
Ich vergleiche mein gemischtes Material immer wieder mit amtlichen Stücken und hoffe so meinen persönlichen Höreindruck nicht falsch einzuschätzen.
Funktioniert ja im Computerzeitalter sehr gut. Eine neue Spur aufgemacht und den Referenzsong reingezogen. Ab und an stelle ich ihn mal auf Solo und staune dann immer wieder, wie im Laufe der Stunden das Gehör bzw. das Gehirn nachlässt.
Ich vergleiche mein gemischtes Material immer wieder mit amtlichen Stücken und hoffe so meinen persönlichen Höreindruck nicht falsch einzuschätzen.
Funktioniert ja im Computerzeitalter sehr gut. Eine neue Spur aufgemacht und den Referenzsong reingezogen. Ab und an stelle ich ihn mal auf Solo und staune dann immer wieder, wie im Laufe der Stunden das Gehör bzw. das Gehirn nachlässt.
Es gibt da einige Untersuchungen, worunter eine Schaetzung, was denn fuer ein Schalldruck produziert wird (und durch das Ohr ausgehalten werden muss) wenn jemand im Zugabteil Walkman hoert und man auf ein paar meter Abstand bei seiner Musik mithoeren kann.
Soll rund 140 dBspl liegen - na dann gute Nacht!
Auf der anderen Seite gibt es immer diese witzigen wahren (!) Geschichten von dem Produzent der ueber 10kHz nichts mehr hoert aber trozdem sagen kann, dass zuviel Hoehen in den Hihats sind. Ernsthaft: das Gehoer funtioniert halt doch anders als man so ausserhalb des Kontexts mittels Versuchen meint herausfinden zu koennen. So hoere ich (und viele Kollegen) doch echt einen Pegelunterschied von bis zu 0,2 dB und nicht erst ab den besagten 1 dB.
Gruesse,
Dirk
Soll rund 140 dBspl liegen - na dann gute Nacht!
Auf der anderen Seite gibt es immer diese witzigen wahren (!) Geschichten von dem Produzent der ueber 10kHz nichts mehr hoert aber trozdem sagen kann, dass zuviel Hoehen in den Hihats sind. Ernsthaft: das Gehoer funtioniert halt doch anders als man so ausserhalb des Kontexts mittels Versuchen meint herausfinden zu koennen. So hoere ich (und viele Kollegen) doch echt einen Pegelunterschied von bis zu 0,2 dB und nicht erst ab den besagten 1 dB.
Gruesse,
Dirk
