Grauenhafter Ton beim Fernsehen

Erstellt 37 Antworten38 Beiträge
Antwort#21
Ich habe mir schon ein paar mal überlegt, daß Fernseher und Radios eine Aer AGC, also eine automatische Lautstärkeregelung benötigen. Auch ein Kompressor wäre sinnvoll - für Schwerhörige zum Bespiel, die mit der Dynamik Probleme haben. (In modernen Hörgeräten sind auch intelligente Kompis drin).
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Antwort#22
Mein ausrangierter Composer hatte auch nochmal Glück nicht unter dem Fernseher zu landen :-)
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Antwort#23
Hallo Jürgen,
diese Behauptung hat ein Bekannter (A-Kirchenmusiker!) von mir auch schon gemacht und er hat mir sogar derartige CD's gegeben. Aber ich kann partout nicht nachvollziehen, daß die unterschiedlich klingen sollen.
Daß je nach Recorder und Rohling unterschiedlicher BER's vorkommen ist bekannt. Das wurde vor einigen Jahren mal vom IRT untersucht und in einer Ausgabe der "Rundfunktechnische Mitteilungen" (Heft und Jg. weiß ich nicht mehr, müßte ich suchen) ausführlich veröffentlicht (allerdings ohne Nennung der Hersteller und Typen). Aber es war keine Rede von irgendwelchen hörbaren Artefakten oder spektralen Unterschieden.
Es müßten doch dann schon extrem viele Interpolationen entstehen, die dann aber zu mehr Knistern und Knacken führen anstatt zu wirklichen spektralen Unterschieden.

MfG
Rainer
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Antwort#24
Lass mich dazu folgendes sagen:
Ich arbeite von Zeit zu Zeit als freier Toni für den BR und meines Wissens wird keine "Extremo-Lautmacher" Technik eingesetzt. Jedenfalls nicht in der Summe. Was allerdings zum Einsatz kommt sind diverse Voice-Prozessoren, z.B. von Jünger.
Und während es durchaus viel Freude macht, das Teil einzuschleifen (ganz ehrlich, kein Hohn), gibt es durchaus Stimmen, denen das Teil mit den hauseigenen Presets nicht so schmeichelt. Und es gibt durchaus Kollegen, die sich von der "Bassarmut" der nicht grade riesigen K&H Abhören täuschen lassen (sozusagen unbedarfter Gebraucht der Nahfeldabhöre), ganz abgesehen von "Puristen", die den Jünger prinzipiell auf Bypass schalten, weil "der nicht gut klingen kann" und dann am EQ seltsame Sachen zusammenschrauben.
Ums mal ohne die Blume auszudrücken: Wie woanders auch gibts tatsächlich auch beim BR Leute die das mit dem Ton halt nicht so haben, eine Tatsache, die aber dem Dienstalter und / oder den persönlichen Beziehungen des betreffenden im BR gegenüber nicht ins Gewicht fällt.
Und da die Endabnahme eines Stücks oftmals auch nicht über einen normalen Fernseher sondern auch über die Abhören der Tonregie / des Schneideraums erfolgt, fällts auch den Redakteuren in dem Moment nicht auf - und schon ists passiert.
Das ist aber nicht die Regel. Es gibt eine große Zahl sehr fähiger und qualifizierter Kollegen dort, die ich hiermit nicht diskreditieren möchte. Wenn dich wirklich der Ton so extrem stört, dann gibts nur eins, anrufen und beschweren, am besten in der Redaktion, die sehen dann schon zu, daß der "richtige" Kollege ihren nächsten Beitrag/Reportage mischt.
Janko
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Antwort#25
ok, das mache ich dann mal (Beschweren) obwohl ich eigentlich nicht glaube, da gross was zu bewegen. Was ich aber immer noch nicht einsehe : Irgendeiner muss doch den Beitrag zusammengeschnitten haben und beim direkten Wechsel von einem im Beitrag kurz zu Wort kommenden Wissenschaftler direkt hin zu der Moderatorenstimme muss das doch auffallen, daß da plötzlich 3-4 mal mehr Bass drinsteckt. Wenn soetwas homogen wäre, könnte man ja noch an den Basseinstellungen des eigenen Fernsehers schrauben, aber so ?
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Antwort#26
Ich kenne einige Kollegen vom BR, welche ich alle für sehr kompetent halte. Tut doch nicht alle immer so, als ob ihr die weltbesten Tonmeister sein würdet. Auch als Profi macht man mal Fehler; auch junge Kollegen müssen erst mal Erfahrungen machen und warum auch nicht. Nur weil es offenbar eine Sendung gab, wo der Ton nicht perfekt war (zudem noch eine relativ unbedeutende), dagegen gibt es hunderte Sendungen und Shows mit perfektem(!) Ton.
Bevor ihr hier beleglos behauptet, dass beim TV nur noch Praktikanten Ton machen, solltet ihr schon mal so einen Betrieb von innen gesehen haben oder mit denen zusammengearbeitet haben.
Gruß
Martin
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Antwort#27
MartinP schreibt recht sauer: "Tut doch nicht alle immer so, als ob ihr die weltbesten Tonmeister sein würdet.
Bevor ihr hier beleglos behauptet, dass beim TV nur noch Praktikanten Ton machen, solltet ihr schon mal so einen Betrieb von innen gesehen haben oder mit denen zusammengearbeitet haben."
Das is aber harter Tobak, denn so wie du schreibst, wird hier in diesem Forum gerade nicht "beleglos" etwas behauptet - weder dass wir nur tolle Hirsche seien noch dass die beim TV alles Deppen seien.
Ich finde die Diskussion sehr brauchbar und keinesfalls verletzend. Ein unschönes Gefühl kommt erst durch deine Meinung hier rein. Darum sollten wir schnell diese einmalige Entgleisung vergessen und weiter konstruktiv Fehlleistungen aufzeigen und unbedingt die betreffenden Stellen darauf aufmerksam machen. Sonst ändert sich ja nichts.
Maya
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Antwort#29
O.K. Ihr sprecht hier von "Stümpern, Amateuren, Hiwis" etc. Wo ist der Beleg, dass beim TV Praktikanten den Sendeton machen, zeig ihn mir!
Ich bin nicht sauer, sondern denke, dass hier der eine oder andere den Ball etwas flacher halten sollte. Erstmal selber besser machen!
Gruß
Martin
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Antwort#30
MartinP, nun hör mal auf. Es geht hier nicht (!) um pauschale Anschuldigung von Menschengruppen. Es geht um die "Sache". Verstehst du? Nur um die Sache (!) und da gibt es eben die Frage: "Warum muss der Ton manchmal so schlecht sein". Woran mag das liegen. Wir wollen dahinterkommen - hinter die unterschiedlichsten Gründe und wie das vielleicht zu vermeiden geht. Egal wo der Ton schlecht ist, im Film, im Radio beim Fernsehen oder bei einer Open-Air-Veranstaltung. Dafür sind wir hier im Tontechniker Forum und wir sind alles nur Menschen.
Gruß
Ines
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Antwort#31
Ein kluges Wort - typisch Frau. Wie also stet es um den Ton (im Fernsehen) - wer ist schuld ?
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Antwort#32
Es gibt auch nicht _das_ Fernsehen. Sondern unzählige kleine und grosse Videoproduktionsfirmen. Beim Sender selbst und in den grossen Postproduction-Häusern sitzen selbstverständlich Meister ihres Fachs.
Aber in den kleinen Klitschen/lokal Sender...
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Antwort#33
Mitleser (typisch Mann?) meint: Wie also stet es um den Ton (im Fernsehen) - wer ist schuld?

Hi Mitleser,
wohl nichts verstanden? Es geht doch nicht um "wer" ist Schuld und "haltet den Dieb", schlagt ihn und sperrt ihn ein, sondern es geht um "was" Schuld, um dieses dann abstellen zu können. Dabei lernen wir doch alle hier.
Gruß
Ines
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Antwort#34
Hallo Martin,
Gehen wir doch mal der Reihe nach: Daß der Ton im Fernsehen seit Jahren/Jahrzehnten nur stiefmütterlich behandelt wird, ist allgemein bekannt. Ich meine aber sagen zu können, daß sich das in den letzten Jahren gebessert hat, sei es durch die Einführung der Stereofonie im Fernsehen, oder gar durch die Einführung von Mehrkanaltechnik, ganz gleich in welchem Format.
Es ging bei dieser Frage darum, warum denn manchmal der Ton so fürchterlich schlecht ist. Und da meine ich, daß solche Sachen wie baßlastige Sprache einfach nicht auftreten sollte. Das muß einfach vom Tontechniker bemerkt werden. Es geht weniger darum, daß mal ein Fehler gemacht wird (wie oft kommt es vor, daß mal ein Regler zu spät aufgezogen wird [und nicht nur im Fernsehen oder Hörfunk] oder der falsche Film abgefahren wird, und das kann man bei der Hektik durchaus verstehen), sondern es geht viel mehr darum, daß die Qualität im Gesamten nachläßt und das sollte nicht sein. Wenn im Zeitalter der Sparmaßnahmen keine Fachleute mehr an die Senderregieen gesetzt werden, sondern irgendwelche Hiwis oder wie immer man sie auch nennt, dann muß - so meine ich - auch der Hörer zu Hause mal reagieren. Denn als Gebührenzahler hat dieser einen Anspruch auf eine gleichbleibende Qualität.

Grüße
Rainer
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Antwort#35
Habe der bayerischen Rundfunk bereits vergangene Woche über die skandalöse Qualität des Beitrages informiert, doch die konnten sich nicht errinnern, so einen Beitrag überhaupt gesendet zu haben. Ich habe denen nun mal den link geschickt ! :-)
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Antwort#36
Hallo Rainer !
Du hast völlig recht. Habe ich auch nie bestritten. Meine Antworten bezogen sich auf diese Antwort:
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/21033.htm
die aber sicherlich ironisch gemeint war.
Warum sich bei meinen Antworten manche persönlich angegriffen gefühlt haben, verstehe ich nicht.

Schönen Gruß
Martin
P.S. viele Praktikanten sind heute Leute mit abgeschlossener Tonausbildung (welche es auch immer sein mag), die nicht sofort einen Job finden bzw. Erfahrungen sammeln wollen. Das sind Fachleute, wenn auch keine bezahlten.
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Antwort#37
"doch die konnten sich nicht errinnern, so einen Beitrag überhaupt gesendet zu haben."
Ach herrjeh, da liegen also nicht nur Gehörprobleme, sondern wohl auch noch Alzheimer vor :D Es war eine Wissenschaftssendung, mit mehreren Beiträgen - nach 23.00 abends, wenn die Gerechten bereits zu Bett gegangen sind, ist mir aber inzwischen auch egal.
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Antwort#38
same procedure as every week !
Ich hatte die Geschichte schon fast vergessen, aber nachdem mir wochenlang nichts aufegfallen war, stolpere ich schon wieder über diese Sendung : Heute ist wieder Donnerstag, 23.30 !
Wenn man auch Bayern 3 schaltet, muss ich Lautstärke extrem absenken, um sie den anderen Kanalen anzugleichen und auf dem ZDF läuft ein Kriegsfilm ! Der Ton im Beitrag ist mindestens Faktor 2-3 lauter als sogar die Werbung auf anderen Kanälen und diesmal ist auch Axel Wostry zu bassig. In einem Beitrag war zudem ein sehr hochfrequenter Oberton zu hören.
Egal, wie man die Lautstärke runterdreht, es dröhnt ! Der Typ, den diesen Beitrag mischt, muss dringend zum Ohrenarzt.
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