Klein anfangen ? Ohne Organverkauf auf dem Schwarzmarkt ?

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo !
Vielleicht hat mich der eine oder andere hier schon gelesen ...
Ich bin ziemlich am Ende meiner "Drei Buchstaben"-Ausbildung angelangt und mache mir mehr denn je Sorgen über das was noch kommen soll.
Gerade in letzter Zeit hab ich auch den Ausspruch "In der heutigen Zeit ein Studio zu gründen ist Schwachsinn" heufiger denn je gehört, trotzdem würde ich mir in meiner angestrebten Tätigkeit als "nicht-nur-Tontechniker-sondern-auch-im-Songwriting-und-Produzieren-begabter-Allrounder" gerne wenigstens das nötigste an audiotechnischem Komfort gönnen.
Soll heissen : Equipment und Räumlichkeiten.
Meine Frage in konkreter Form lautet : Wie habt Ihr diese schwere Hürde genommen ?
Ich kann mir nicht vorstellen, erst mal jahrelang in einer Fabrik Nachtschicht zu schieben, oder jahr-zehnte-lang Assistenzjobs zu machen.
Klar : "arbeiten" war bisher die meistgehörte Antwort auf meine Frage - trotzdem ist es für mich kaum fassbar, wie viel Arbeit in der Anschaffungssumme X von brauchbarem Equipment steckt, Ihr wisst ja, in welchen Dimensionen "wir" Audioleute rechnen.
Also, wie habt Ihr es gemacht bzw. wie macht Ihr es jetzt ?
Die Schicht-Variante ?
Die Jeden-Job-Annehmen-Bis-Die-Kohle-Reicht - Variante ?
Kredit ?
Mietstudios ?
Rundfunk ?
Über Jahre hinweg Equipment gesammelt ?
Oder alles am Rechner ?
Zum letzten Punkt : Klar, man kann schon einige brauchbare Ergebnisse am Rechner erzielen, aber meiner Meinung nach reicht das oft nicht wirklich aus.
(Auch wenn heutige Auftraggeber oft zum Schluss kommen, daß man für ne Produktion nur noch nen Läppie braucht ... entsprechend hoch ist dann auch das Budget)
Ich würde mich über jede Anregung freuen und höre auch gerne Erfahrungsberichte.
-michael-
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Antwort#2
Ernst gemeinter Rat : Such' Dir einen Coproduzenten ! Suche Dir eine gut ausgebautes Studio, das nicht gut gebucht ist und offene Termine hat und fange mal dort an, mitzuarbeiten. Du hast keine Investition, musst nur ein bissl Miete zahlen und kriegst eventuell sogar us. Du kannst gleich deine eigene hochspezifische Technik kaufen, also das, was Du für DICH brauchst und das ganz normale Equipment mitbenutzen, So habe ich das am Anfang gemacht und bin mit meinem Elektroniksynth-Equipment in ein Grosstudio gezogen. Da war immer viel los, den ganzen Tag Trubel und Kunden - am Abend massenweise Sessions. Da lernst Du viel, muss kein Risiko eingehen. Das einzige was Du brauchst : KÖNNEN und TALENT ! Du musst Dich gegen die anderen, die das gleiche auch probieren wollen (Produzieren und Mitmischen) eben durchsetzen. Wenn Du wirklich so gut bist, wie Du glaubst, und DIch am Markt durchsetzen kannst, so kannst Du produktionsmässig gut starten und Dich dann selbständig machen. Wenn Du das aber trotz der guten BEdingungen NICHT hinkriegst, dann weisst Du dann auch irgendwann mal, daß in der Tontechnnik nicht Deine Zukunft liegt, hast Dich aber nicht verschuldet.



http://www.studio96.de
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Antwort#3
Hallo Jürgen !
Danke für Deine Antwort ...
Hört sich doch eigentlich sehr vernünftig an, Dein Vorschlag.
Nur sind die meisten Studios die ich kenne eher kleinere bis mittelgroße "Produzentenstudios" die eigentlich auch immer von den selben Leuten besetzt sind.
Bei den größeren kenne ich den Preis nicht, könnte mir aber vorstellen daß sie zum "reinsetzen und kreativ sein" doch etwas zu teuer sind - zumindest in meiner momentanen Lage.
Ich werde mich aber trotzdem mal schlau machen.
Ich merke immer mehr, wie sehr die ganze Geschichte außer dem von Dir angesprochenen Faktor "Können und Talent" mit glücklichen Zufällen und Beziehungen zusammen hängt... und natürlich mit dem gewissen Quäntchen Hartnäckigkeit :-)
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Antwort#4
Michel E. merkt immer mehr, wie sehr das Reinkommen in die Tontechnik, außer mit "Können und Talent", auch mit Zufällen, Beziehungen und mit einem Quäntchen Hartnäckigkeit zusammenhängt.

So isses.
Gruß
Malte
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