Aufnahmen nachbearbeiten

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
da wir gerade dabei sind, einige Aufnahmen für den privaten Bedarf anzufertigen, wollte ich mal fragen, ob mir jemand bezüglich der Nachbearbeitung am PC (Logic) ein paar Tipps bezüglich Filter, Effekte... geben kann.
Konkret sind wir eine kleine Akustik-Jazz-Combo ohne Drums. Wir haben ein paar Sachen "einfach so" aufgenommen (sprich dyn. Mikros über Mixer in den PC), das lautstärkemäßige Verhältnis der Instrumente ist auch einigermaßen gut, nur "hört" man den Abstand zum Mikro, d.h. z.B. die Sängerin klingt "weit weg".
Gibt es da Möglichkeiten über Effekte (Günstig wären bereits interne Logic 4.5-Plugins - würde Kosten sparen) Kompressor, EQ, ????? da was zu machen, sprich die den Sound "mehr in den Vordergrund bringen?". Ich habe eigentlich schon gewisse Erfahrung mit einigen Free-Plug-In-Effekten, habe jedoch bisher nie ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen können. ;-(
Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem oder ein paar geile EQ-Einstellungen oder Hinweise, wie man noch relativ gute Ergebnisse erreichen könnte. Mit einer toten Aufnahme der Instrumente einzeln nacheinander und mit Direktabnahme ist bei unserer Art von Live-Musik nix.
John
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Antwort#2
Ist das die Hitze, oder was ? Ich bin sicher, wir haben GENAU DAS bereits vor einer Woche diskutiert. ("weit enntfernte Stimme im SM-x etc.) ?
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Antwort#3
hallo juergen,
ja, das könnte die Hitze sein.
Von Johns kränkelnder Jazz-Aufnahme, die er aufgepäppelt haben möchte, habe ich hier im Tontechniker-Forum noch nichts gehört.
Frank
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Antwort#4
Wahrscheinlich hast du im PC eine 2 Kanalaufnahme gemacht, dann ist nicht mehr viel zu retten. Du könntest den Frequenzbereich in dem der Singsang ist anheben, allerdings hebt das alle anderen Instrumente mit an an.
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Antwort#5
Hallo Matin Maritim,
Sicher habe ich mit dem PC in Stereo aufgenommen. Aber man hört doch immer, dass technisch so einiges aus den Aufnahmen herauszuholen ist. Also der Schleier soll weg. Man muss nur wissen wie und gesagt bekommen, welche kostenlosen Plug-Ins man dazu nehmen soll und wie diese am wirkungsvollsten richtig einzusetzen sind. Es gibt doch Enhancer, die sagen: Mit den professionell erstellten Filtereinstellungen werden die Aufnahmen klarer, sauberer und besser. Ich habe nur noch nicht den richtigen Erfolg gehabt. Helft mir - ihr könnt das doch.
John
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Antwort#6
Hier die gewünschten Zaubertricks der Profis:
1.)mach eine ordentliche Aufnahme, diese wird gut klingen, auch ohne Plugins.
2.) wenn du keine ordentlichen Aufnahmen machen kannst:
a) such dir einen Profi der das für dich macht
b) lerne, sodass Du zum Profi wirst
c) lass es sein
3.)besinne dich auf die Regeln der ganzheitlichen Medizin: behandle nicht das Symptom, sondern suche die Ursache dafür.
"Tria sunt studentibus necessaria: natura, exercium, disciplina[...]
Tria sunt que percipue studiis legencium obesse solent: negligencia, imprudencia, fortuna [...]"(Hugo, libro 1, 3, didascalicon).
Georg



Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#7
Georg traf genau die richtigen Worte.
Es ist üblich geworden, ohne Vorbildung "Tonaufnahmen" zu machen, die dann eben nach "Homerecording" klingen. Da man aber höchste "kommerzielle" Ansprüche stellt, sucht man den "Arzt", der die "richtigen" Pillen verschreibt. Und das geht jetzt ja per Internet sogar ohne "Prescription". Der Markt ist voller "Smarties", bunt und süß, aber wie's da drinnen aussieht ...
John ist jedoch ehrlich, indem er schreibt, dass diese Wundermittel, die er ausprobiert hat, ihm nicht helfen. (Wer sagt das schon bei der Three-Inch-Geschlechtsteilwachstumspille).
Behandle nicht das Symptom, sondern suche die Ursache dafür - und lerne von Grund auf!
Für diejenigen, die wissen wollen, was denn "Hugo, libro 1, 3, didascalicon" ist, was am Ende des Schreibens erwähnt wird, der gehe zum Link unten.
Gruß
Dieter


http://www.gmu.edu/departments/fld/CLASSICS/hugo.html


Hugo de Sancto Victore: 'Didascalicon'
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Antwort#8
"der Schleier soll weg" ...
Nun, wenn der Mix dumpf klingt , so liegt das NICHT daran, daß dort ein Schleier drin ist, den man wegnehmen könnte, sondern etwas anderes fehlt, was man nicht mitaufgenommen hat, Brillianz nämlich. So banal das klingt, so deutlich ist doch die Konsequenz : Was Du nicht drin hast kriegt Du auchn icht rein. Mit unzureichenden Aufnahmen kann man nichts anderes machen , als sie weiter zu verschleiernb, also so zu verbasteln, das Mängel weniger erkennbar sind.
Nimm z.B. einen Exciter, addiere hellen Hall, verdopple die Stimme. Das ganze wird dann immer technischer, aber wahrscheinlich nicht besser.
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Antwort#9
Hallo John,
dein Kuchen ist ziemlich schwarz angebrannt und du sucht jetzt den richtigen weißen "Puderzucker", damit das optisch verdeckt wird.
Guten Appetit. Erkennst du wenigstens jetzt, welchen Fehler du hättest vermeiden müssen?
Gruß
Maya
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Antwort#10
hi john,
wenn du interesse hast, schick mir doch einen mp3 schnipsel deiner aufnahme.
dann kann man erst beurteilen ob und was man da machen kann. leider bekommt man hier nur theorie von schlauen leuten ;-)) aufbereiten von audioaufnahmen gehört mit zu meinem spezialgebiet. in der tat gibt es einige möglichkeiten die aufnahmen aufzuwerten.
hier meine email: [E-Mail-Adresse entfernt]
gruss, olaf
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Antwort#11
Oh Olaf,
du kannst mir nicht helfen. Selbst wenn du mich heiß machst mit deinem lockenden Satz: "In der Tat gibt es einige Möglichkeiten die Aufnahmen aufzuwerten."
Dass man hier im Forum leider nur "Theorie von schlauen Leuten" bekommt, wie du meinst, kann ich wirklich nicht bestätigen. Im Gegenteil, auch Maja hat mich letzten Endes richtig aufgeklärt, was ich nicht richtig gemacht habe. Jetzt ist mir klar, wie daneben ich mit meiner Annahme von der einfachen Möglichkeit der automatischen Bearbeitung (Entschleierung) lag. Ich gebe zu, die hämmernde übertriebene Werbung hat dazu beigetragen.
Ich muß jetzt lernen gute Tonaufnahmen zu machen, was mit der gekonnten Mikrofonaufstellung anfängt. Und dazu gehört ausprobieren, hören und ändern.
Das ist mir jetzt klargeworden.
Ich werde meine Musik niemals einem der vielen Gurus anvertauen.
Moin
John
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Antwort#12
"Ich werde meine Musik niemals einem der vielen Gurus anvertauen. "
hm, wenn Du aber etwas lernen möchtest, wäre das kein falscher Weg zumal Du bereits selber den Eindruck hast, das klanglich da etwas nicht stimmt. Ich habe in meiner Anfangszeit durchaus Erfahrenere gefragt, was man wo verbessern könnte.
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