Kopfhörermix für Sänger

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Was habt ihr für Erfahrungen mit dem wichtigen Kopfhörermix, wenn es ans Einsingen geht?
Ich habe festgestellt, dass man mit der Lautstärke ein wenig die Intonation beeinflussen kann: Wird zu hoch gesungen, ist der Kopfhörer zu laut (laut hört sich nunmal höher an, merkt man ja, wenn man einen neben sich liegenden zischelnden Kopfhörer dann aufsetzt).
Und Timingmäßig hatte ich letztens folgendes Phänomen: Das Schlagzeug war sehr laid back gespielt, und der Sänger wollte auch so weit hinten sein. Da haben wir dann hundert mal das Schlagzeug lauter gemacht. Er wurde immer schneller. Nee nee, Ganz leise die Drums, und zack, wie son alter Hase...
Außerdem drücke ich den Leuten immer was in die Hand (ein Kissen oder sogar eine Gitarre), dann wirkt es ruhiger.
Wie siehts bei euch aus?
Grüße,
Carsten
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Antwort#2
Außerdem drücke ich den Leuten immer was in die Hand (ein Kissen oder sogar eine Gitarre), dann wirkt es ruhiger.
Wie siehts bei euch aus?
Ich spiel immer Luftbass wenn ich singe...
Ansonsten gilt nur möglichst Stereo (klingt einfach besser), Hall auf Stimme (klingt auch besser für den Sänger), aber kein Compressor, maximal eher als Limiter (er soll ja die Dynamik machen).
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Antwort#3
Wie man mit dem Kopfhoerermix umgeht haengt ziemlich viel von der Erfahrung des Saengers ab. Man kann das vergleichen mit der Monitormischung einer Band waehrend eines Konzerts.
Ich wage zu behaupten, dass ein erfahrener Saenger - also einer, der sich selber zuhoeren kann - dynamischer singt, wenn er sich leicht komprimiert hoert, denn er muss wesentlich mehr arbeiten, um die Dynamik - so wie er sie hoert - richtig zu kriegen.
Daneben ist der Gebrauch von Hall aehnlich zu bewerten: eine lange Hallfahne ermoeglicht z.B. ungenaueres Singen der Enden von Noten, da der Hall sie fortfuehrt etc. etc.
Auch was das Einsingen von backingvocals betrifft kenne ich Kollegen, die bewusst waehlen, andere Gesangspuren nicht dazuzumischen, um mehr Ausdruck zu erreichen.
Leider ist die Mehrzahl unerfahrener Musiker sich dem Einfluss der Monitormischung ganz und gar nicht bewusst und moechte alles nur so laut wie moeglich hoeren.
Gruss,
Dirk
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Antwort#4
Hallo!
Kann dem was Dirk schreibt nur zustimmen. Für die Sänger, die ohne Hall nicht singen können, gebe ich ein kurzes delay drauf. Er höhrt sich dann voller an, das gibt ihm ein gutes feeling. Besser ist aber, trocken einzusingen nur mit einen Compressor. Wer Gnadenhall zum Singen braucht, sollte noch ein bischen üben. Denn die Aufnahmen gehen in die Hose. Gerade dann, wenn man einen anderen Hall nimmt, der besser zum Lied passt. Dann kommen alle unsauber gesungenen Passagen grausam zum Vorschein.
Gruss
Petra
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Antwort#5
Stimmt alles.
Aber es wie so oft: es kommt immer drauf an.
Ich selbst habe als Techniker schon alles hier im Thread vorgeschlagene gemacht.
Der Sänger braucht vorallem ein gutes Feeling. "Gnadenhall" zur Überdeckung kann auch förderlich sein. Vorallem eben bei nicht so guten Sängern. Sicher werden sie nicht sehr gut dadurch. Aber weil sie sich besser fühlen und nicht durch ihren eigenen unsicheren, dünnen Gesang verunsichert sich besser.
Und abhören tue ich ja immer f*..trocken. Zwar merkt der Sänger es nicht unbedingt wenn er falsch ist, aber ich.
Problematisch ist eher das unerfahrende Sänger zwar auch ein gutes Feeling brauchen aber gar nicht wissen was genau sie dafür brauchen.
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Antwort#6
Ausserdem: wozu gibts Autotune...
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Antwort#7
Außerdem drücke ich den Leuten immer was in die Hand
dann wirkt es ruhiger.
D.h. sie singen entspannter ?
Muss ich auch mal machen.
Ich denke da an meinen kleinen Studioteddy.
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