"Genauso unsinnig ist die Behauptung, ein AB auf einem bestimmten Abstand sollte eine gewisse Basisbreite besitzen."
EINSPRUCH!
Natürlich kann ich ein 2 m von der schallquelle entferntes AB auch mit 5 cm Basisbreite haben, nur werde ich eher ein monophones ergebnis erlangen.
Ich kann natürlich auch 10 m basisbreite nehmen, werde viel Räumlichkeit haben, aber sehr wahrscheinlich ein ausgeprägtes Mittenloch.
Vielleicht klingen diese Beispiele /zu/ drastisch, allerdings verdeutlichen Sie durchaus worauf ich hinaus will: es gibt sehr wohl einen "funktionierenden" Bereich, in dem ausgefüllte Stereobasisbreite, Ortung, Konsistenz im Stereobild, etc... vorhanden sind, und dieser BEreich ist sehrwohl auch(!)vom Abstand zur Schalquelle abhängig. Ob ich damit meine gewünschte Balance Direkt/Diffusschall bekomme, das ist eine andere Frage.
"Dies ist absolut nicht die Art und Weise, wie die grossen klassischen Produktionen aufgenommen werden, und dafuer gibt es auch gute Gruende."
wie werden sie denn aufgenommen...? Totgestützt? womöglich stützen unverzögert hinzugemischt damit auch jedwege tiefenstaffelung verlorengeht...
Sorry wenn ich etwas sarkastisch bin, aber mir wurde gerade von einer Runde (alteíngesessener Rundfunk) Tonmeister erklärt, Delay, wozu, hört man doch eh nicht, und kammfilter existiert nur in der Theorie.... und genauso klingt's auch....
Aber im Ernst - WIE werden denn grosse klassische Produktionen aufgenommen? Es gibt auch hier keine einheitliche Regel, erlaubt ist was gefällt und zum gewünschten ziel führt. Nicht immer aber gefällt auch was erlaubt ist.
Manch grandiose Aufnahme wurde mit 2, 3, oder 4 Mikrofonen gemacht (letzteres zum Beispiel bei zahllosen Phillips-Klassik-Aufnahmen in den 70ern...).
Viele grandiose Aufnahmen wurden auch in Polymikrophonietechnik gemacht.
Was ich jedoch in letzter Zeit bemerken muss, ist dass oft das gefühl dafür verloren geht, welche Informationen denn nun wirklich zur Musik beitragen.
Es ist z.b. allgemein bekannt, dass Richard Strauss in seinen - durchwegs sehr langen - WErken immer wieder einfach Füll-Passagen für Instrumentengruppen eingefügt hat, damit diese sich bei einem 4 Stunden Opus nicht langweilen wenn sie 2 stunden nichts zu spielen hätten. Und es bringt nichts, dieses Füllwerk auf teufel komm raus herauszuholen, nur weil es eben da ist. Es hat keinen Ausdruck und trägt auch nicht zum Ausdruck des Gesamtwerkes bei. Und ich finde es ehrlich gesagt nervtötend, wenn ich 20 minuten lang irgendein geigengeschrammel auf 2 tönen im vordergrund habe, nur weil es eben "da" ist, im orchestergesamtklang untergehen würde und daher eben schön laut und deutlich abzubilden ist.
Vielleicht wäre es einigen Tongestaltern anzuraten (Aufnahmeleitern gleich wie Tonmeistern) sich a priori mit dem WErk zu beschäftigen, und zu erkennen, dass manche Zierde gerade durch ihr nicht Vorhandensein erst richtig zur Geltung kommt.
Mit freundlichen Grüßen
Georg
Tonzauber - einfach klassisch!
EINSPRUCH!
Natürlich kann ich ein 2 m von der schallquelle entferntes AB auch mit 5 cm Basisbreite haben, nur werde ich eher ein monophones ergebnis erlangen.
Ich kann natürlich auch 10 m basisbreite nehmen, werde viel Räumlichkeit haben, aber sehr wahrscheinlich ein ausgeprägtes Mittenloch.
Vielleicht klingen diese Beispiele /zu/ drastisch, allerdings verdeutlichen Sie durchaus worauf ich hinaus will: es gibt sehr wohl einen "funktionierenden" Bereich, in dem ausgefüllte Stereobasisbreite, Ortung, Konsistenz im Stereobild, etc... vorhanden sind, und dieser BEreich ist sehrwohl auch(!)vom Abstand zur Schalquelle abhängig. Ob ich damit meine gewünschte Balance Direkt/Diffusschall bekomme, das ist eine andere Frage.
"Dies ist absolut nicht die Art und Weise, wie die grossen klassischen Produktionen aufgenommen werden, und dafuer gibt es auch gute Gruende."
wie werden sie denn aufgenommen...? Totgestützt? womöglich stützen unverzögert hinzugemischt damit auch jedwege tiefenstaffelung verlorengeht...
Sorry wenn ich etwas sarkastisch bin, aber mir wurde gerade von einer Runde (alteíngesessener Rundfunk) Tonmeister erklärt, Delay, wozu, hört man doch eh nicht, und kammfilter existiert nur in der Theorie.... und genauso klingt's auch....
Aber im Ernst - WIE werden denn grosse klassische Produktionen aufgenommen? Es gibt auch hier keine einheitliche Regel, erlaubt ist was gefällt und zum gewünschten ziel führt. Nicht immer aber gefällt auch was erlaubt ist.
Manch grandiose Aufnahme wurde mit 2, 3, oder 4 Mikrofonen gemacht (letzteres zum Beispiel bei zahllosen Phillips-Klassik-Aufnahmen in den 70ern...).
Viele grandiose Aufnahmen wurden auch in Polymikrophonietechnik gemacht.
Was ich jedoch in letzter Zeit bemerken muss, ist dass oft das gefühl dafür verloren geht, welche Informationen denn nun wirklich zur Musik beitragen.
Es ist z.b. allgemein bekannt, dass Richard Strauss in seinen - durchwegs sehr langen - WErken immer wieder einfach Füll-Passagen für Instrumentengruppen eingefügt hat, damit diese sich bei einem 4 Stunden Opus nicht langweilen wenn sie 2 stunden nichts zu spielen hätten. Und es bringt nichts, dieses Füllwerk auf teufel komm raus herauszuholen, nur weil es eben da ist. Es hat keinen Ausdruck und trägt auch nicht zum Ausdruck des Gesamtwerkes bei. Und ich finde es ehrlich gesagt nervtötend, wenn ich 20 minuten lang irgendein geigengeschrammel auf 2 tönen im vordergrund habe, nur weil es eben "da" ist, im orchestergesamtklang untergehen würde und daher eben schön laut und deutlich abzubilden ist.
Vielleicht wäre es einigen Tongestaltern anzuraten (Aufnahmeleitern gleich wie Tonmeistern) sich a priori mit dem WErk zu beschäftigen, und zu erkennen, dass manche Zierde gerade durch ihr nicht Vorhandensein erst richtig zur Geltung kommt.
Mit freundlichen Grüßen
Georg
Tonzauber - einfach klassisch!
