Heutzutage wird beim Abmischen und Mastern häufig nur noch auf digitaler Ebene gearbeitet. Mich würde einmal interessieren, ob in prof. Studios z.B. beim Mastern noch analoge Geräte verwendet und somit eine zusätzliche AD-DA Wandlung in Kauf genommen wird. Mir stellt sich häufig die Frage: Schick ich den eigentlich fertigen Song doch noch durch den Vitalizer oder nicht? Gruß, Thomas
Mich würde einmal interessieren, ob in prof. Studios z.B. beim Mastern noch analoge Geräte verwendet und somit eine zusätzliche AD-DA Wandlung in Kauf genommen wird.
Ja, durchaus. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass analoges Equipment oft besser klingt als plug-ins. Ergo heisst die Entscheidung Qulitätseinbußen durch AD-DA oder durch Plug-ins. Die ja oft nur den Look ihrer analogen Vorbilder nachahmen. Aber da Auge hört ja bekanntlich mit...
Danke Thomas T, ein schönes und richtige Wort: Die Plug-Ins ahmen überwiegend nur den Edel-Look ihrer analogen Vorbilder nach und das Auge hört ja bekanntlich mit... So isses. Murkel
Das hängt sehr von der Musikrichtung ab. Im klassischen Bereich ist die Digitaltechnik nicht mehr wegzudenken und meines Wissens nach verlaesst da nach der Aufnahme keiner mehr den digitalen Bereich. Bei Popaufnahmen sieht das ganz anders aus. Bei vielen (grossen) Studios nimmt man noch oft auf den grossen analogen Mehrspurmaschinen auf und was dann passiert kann man nicht so 1,2,3 zusammenfassen. Ich kenne Engineers von Rang die z.B. analog aufnehmen, das Ganze in Protools ueberspielen um schlussendlich den Mix aus Protools ueber eine analog. 2-Spurmaschine wieder in Protools einzuspielen. Gruss, Dirk
Könnte es unter anderem daran liegen, dass man bei der Klassik in der Regel keine Effektgeräte verwendet (ausser ggf. Hall, und alle standard lexicons und tc's haben digitale I/O's) Liebe Grüße Georg P.S: bei Pop-Produktionen, insbesondere in USA, kommt ja nach wie vor gerne 2" Band zum EInsatz - von dem was eine rolle Band kostet müssen wir klassische Tonmeister zumeist die halbe Produktion abwickeln.....
Nein, das hat eher mit dem recht grossen Dynamikbereich des Quellmaterials zu tun. Natuerlich kann eine gute analoge Aufnahme sehr gut klingen, aber hinsichtlich des allgemein grossen post-production Aufwands im Klassikbereich waere der Grund, anal. aufzunehmen doch recht fraglich, falls man nicht ueber sehr stark modifizierte analoge (=verbesserte) Elektronik verfuegt. Gruss Dirk
Hi Thomas! Du verwendest doch auch RME-Wandler. Mich würde einmal interessieren ab wieviel Wandlungen ein Qualitätsverlust hörbar wird. Klar ist das eine subjektive Angelegenheit. Falls ich demnächst einmal etwas Zeit übrig habe, werde ich dies testen. Gruß
Wieso erstaunt dich das? AD-DA Wandlung oder generell auch das Einschleifen eines analogen Gerätes beeinflusst das Signal immer. Letzteres fügt Rauschen und Frequnenzgangänderungen hinzu. Die Wandlung zusätzlich noch Wandlerartefakte. Jitter, Quantisierungsrauschen etc. Völlig transparent ist kein Wandler. Wäre es so dann wäre der RME Weltklasse. Aber auch hier gibt es Leute die meinen ein Prism-Wandler wäre noch besser. Ich kann das nicht beurteilen, hatte noch nicht das Vergrnügen. Der RME ist aber wirklich gut. Der Unterschied ist gering. Man kann damit leben. Schliesslich will man ja wirklich verbessernde Effekte einschleifen.
Hatte einfach nicht damit gerechnet, daß das einmalige Verlassen der digitalen Ebene schon hörbar wird (beim heutigen Stand der Wandlertechnik). Andererseits ist es schon wirklich niederschmetternd welchen Ohrenschmaus manche CD-Rom Laufwerke am Line-Out anbieten!