Mikrofonierungsproblem

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich muss während eines Livekonzerts ein Marimbaphon aufnehmen, das solistische Funktion hat und von einem sinfonisch spielenden, grossen Blasorchester begleitet wird. Mikrofone darf ich aufstellen so viel und wo ich will aber wer kann mir einen Tipp zur richtigen Mikrofonierung geben?


http://www.cd-spezialist.com
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Antwort#2
Wenn das Deine Homepage ist, die dort gelinkt ist, dann muesstest Du das doch wissen, oder?
Schlieslich ist dort angegeben, daß 2 Tontechniker die Aufnahmen machen.
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Antwort#3
Eigentlich weiß Ernst das auch. Er will *uns* doch nur mal testen, ob wir das auch wissen.
Micha
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Antwort#4
Auch wenn es Ernst ja weiß: Marimbaphon, Vibraphon usw. lässt sich gut mit zwei Kondensator-Mikrofonen aufnehmen, die über dem bass- und dem Diskantbereich aufgestellt werden. Auch ist eine zusätzliche Abnahme der Klangröhren von unten möglich. Sollte es durch die Aufstellung der oberen Mikrophone zu genseitiger teilweisen Auslöschung kommen (Kammfilter), so ist zur Vermeidung der Laufzeitunterschiede etwas an der Stereoanordnung zu feilen.
Torsten
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Antwort#5
Ernst könnte aber u.u. das Problem bekommen, daß das untere Mikro gegenphasig angeregt wird.
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Antwort#6
Da ich Vibraphonist bin habe ich brennendes Interesse an "ernsten" Antworten. Dazu noch eine Frage: Gerade habe ich ein bisschen mit Mikrophonpositionen experimentiert und gefunden, dass eine Aufnahme mit Kondenser von oben zusätzlich mit einem Dynamischen Mikrofon ganz nah vor den Platten viel präsenter werden kann. Wird sowas im professionellen Bereich gemacht, oder sind die Nebenwirkungen (Laufzeitunterschiede usw.) zu gross?
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Antwort#7
Seltsam, der "Ernst vom Tonstudio Gürtler" (Thread-Eröffner) hat sich umtaufen lassen. Er heißt jetzt "Markus der Vibraphonist".
Oder wie ist das?
Didi
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Antwort#8
Also, mit dem Tonstudio Gürtler habe ich schon früher mal kurz kommuniziert, das ist wohl was Seriöses. Ob der Threaderöffner dazugehört, kann ich nicht beurteilen. Egal, Tonstudio hin oder her: Vibra aufnehmen ist nicht unbedingt einfach. Was man machen muss, hängt vom Ziel ab: Man kann so ein Instrument nicht einfach mit einer Stereoanordnung nehmen, wo soll das dann klanglich stehen? Ob das präsent klingen soll und muss ist Ansichtssache: In einem Orchester muss das (genügend) entfernt klingen. Ich würde sagen, eine Zweifachanordnung der Miks, wie ganz oben angegeben, mit schwacher Stereoausbildung. Man könnte auch ein XY aus 50cm-70cm nehmen, das aber nicht unbedingt overhead steht sondern von schräg vorn gegen den Abspieler auf das Instrument weist. Mit der Manipulation der Schräge und der Richtung kann man zwischen Platten und Röhren jonglieren und zudem die Empfindlichkeit gegenüber den Transienten einstellen. (Wichtig bei unbefilzt geschlagenen Klangplatten). Deutliche Transienten wirken bei weit weggemischten Instrumenten unglaubwürdig, sind aber andererseits DAS Mittel, ein zu undeutliches Instrument durch Überrepräsentation derselben wieder aufzuhellen.
Mit anderen Worten: Die Frage lässt sich genauso gut pauschal beantworten, wie bei z.B. bei den Flügeln- nämlich garnicht.
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Antwort#9
Hallo und guten Tag,
zuerst einmal möchte ich mich für die "seriösen" Antworten bedanken. Ich hatte vor, so wie Jürgen zu arbeiten, war mir aber nicht sicher, ob es eine bessere Alternative gibt, denn mit einem Marimbaphon hatte ich bisher nichts zu tun, auch mein Tontechniker nicht. (selbst wenn das "nonameman" nicht glaubt, aber warum schreibt er eigentlich nicht unter seinem richtigen Namen? - Ich habe meinen genannt und will mich nicht verstecken.) Keiner weiss alles und man lernt gern durch qualitativ hochwertige Aussagen dazu. Diese gibt es hier im Forum genügend und deshalb habe ich auch die Leute um Hilfe gebeten, die in diesem speziellen Fall Erfahrung haben.
Auch ist es nicht richtig, wie "didi" vermutet, dass ich unter anderem Namen hier im Forum nochmals auftrete und mir selbst antworte.



http://www.cd-spezialist.com
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Antwort#11
Servus,
also ich versteh ja nicht, wie man eine (professionelle) HP nur mit aktiviertem Flash oder was weiß ich für einem Schei* aufrufen kann.
So kann ich (leider) nicht sehen, was Ernst uns anzubieten hat.
redi
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Antwort#12
Hoppla!
wenn ich die HP aufrufe, habe ich die Wahl zwischen einer html oder einer Flash-Seite. Wo ist das Problem?
Ernst
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Antwort#13
Servus,
normalerweise schalte ich alles aus, wenn ich mich im Netz bewege, auch active scripting (und deaktiviere damit evtl. auch Teile (?) von Java).
Sowas (und anderes) laß ich nur zu, wenn ich besonderes Interesse an einer Seite habe oder mir etwas herunterladen will, manche Seiten (z.B. New York Times, äußerst empfehlenswert übrigens), funktionieren auch nur dann, wenn man Cookies zuläßt ...
Mir deaktiviertem Scripting gelange ich gar nicht erst zu der Abfrage "normale Homepage/Flash page", der Schirm bleibt einfach stehen.
redi
winXP, ie6.0
ps
Könnte es sein, daß man unter diesen Bedingungen in eine Endlosschleife gerät? Wenn _ich_ scripting erst auf Abfrage zulasse, muß ich 4 (!) mal bestätigen, bis die Abfrage erscheint. Wenn ich dann in meinem Browser auf "zurück zur letzten Seite" klicke, dann komme ich nicht mehr weg ...
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Antwort#15
Tut mir leid für die Verwirrung. Ich bin ganz unabhängiger Musiker und wollte ein bisschen nachfragen, welche Möglichkeiten so bestehen. Zufällig habe ich gesehen, dass schon ein Thread besteht, der dasselbe Thema behandelt, also bin ich eingestiegen.
Es interessiert mich z.B. weshalb das Vibraphon von Lionel Hampton so ganz anders klingt als das von Milt Jackson, was viel mit der Mikrophonierung und Geschmack zu tun hat.
Beim Hören Platten mit Vibraphonisten stört mich zum Teil die grosse Stereobreite, da man das Gefühl bekommt, das Instrument sei 10 Meter lang, aber auch das ist sicher Geschmackssache.
Ich bin weiterhin froh um jeden Hinweis und probiere selbst weiter.
Mit freundlichen Grüssen
Markus
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Antwort#16
Hier komme ich nicht mehr mit. Ich denke, wer seinen Namme nicht nennen mag, soll sich halt "Gast" nennen. Haben wir nun eine vernünftige Mikrofonietechnik für Marimba ?
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Antwort#17
Guten Tag,
ich denke ich werde mich an Ihren Vorschlag halten und im Zweifelsfall keine Experimente wagen, weil ich nichts wiederholen kann.
Danke, auch für die anderen seriösen Antworten.
Ernst
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Antwort#18
Also bei Unsicherheit im Klang, speziell hinsichtlich der Stützfunktion- bzw. der zu erwartenden Lautstärke, hilft nur Mehrspur mit Doppelmikrofonierung. Ich errinnere mich an ein Konzert, bei dem eine Gruppe unbedingt meinte, das kalvier umsetzen zu müssen: Ich hatte vor dem sehr mittig stehenden Instrument 2 Mikros AB-plaziert und klanglich in den Rest eingemischt. Wenn ich diese nun verrückt hätte, wäre der Gesamtklang stark verändert worden. Da aber ganz aussen, wo sie das Teil hingeschoben haben, um mehr Platz in der Mitte zu bekommen, kein Mikro stand, musste ich ja was machen. Da ich keine Zeit hatte, um etwas einzumessen, weil sie ja anfangen wollten und die Zuschauer warteten, habe ich nach kurzem Überlegen schnell zwei Kabel gesteckt, bin mit Mikros und Ständern nach vorne gesprintet und habe die beiden in verschiedenen Distanzen zum Klavier aufgestellt. Hinterher habe ich dann das akustisch besser kingende (das näher gestellte klang zu drahtig) in die Mitte gemischt und das Klavier wieder etwas beigezogen.
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Antwort#19
Danke für Ihre Erfahrungswerte. Ich hatte sowieso vor, die Aufnahme in 16 Spur zu fahren, um hinterher immer noch das Beste aus der Sache zu machen.
Grüsse
Ernst
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