Hallo ! Ich habe vor kurzem gelesen (war es sogar hier?), daß es äußerst schlecht sei & sich nicht gehören würde, die Abhöre auf die Meterbridge zu stellen. Frage: Stimmt das & wieso ? Wo soll ich die Nearfields denn sonst hinstellen ? 30cm hinter das Pult, auf Ständern ? Und wo ist da der Vorteil ? So weit ich mich erinnern kann, ist die Aussage in der Diskussion über Stellen oder Legen von Monitoren gefallen ... Oder war es doch bei ebay ? ... *grübel* ... Viele Grüße ! -michael-
Hallo Michael! Das Problem ist relativ logisch: Laut Pythagoras (c^2 = a^2 * b^2) ist der Weg der von dem Pult reflektierten Schall geringfügig länger als der direkte (Hypotenuse). Als Beispiel: eine 1kHz Schallwelle hört man einerseits auf dem direkten Weg und andererseits über das Pult (das hervorragend reflektiert). Dadurch entstehen Unterschiede im Millisekunden Bereich. Die Abhöre steht z.B. 1 Meter entfernt. Der Schall benötigt für diesen Weg also 3,34 mS. Der über das Pult reflektierte Weg ist ca. 1,2 Meter, also 4mS. Genau diese Frequenz, die eine Schwingungsperiode von 0,66mS (Differenz) und die Halbe und doppelte dieser Frequenz werden theoretisch 100% ausgelöscht. Und da ein Monitor nicht punktförmig gerichtet ist, sondern breit abstrahlt (auch auf das Pult), kann man sich ausmalen, dass da richtig viele Schweinereien in vielen Frequenzbereichen hat. Soweit hab ich das zumindest verstanden. Grüße, Hermann
Hallo nochmal! Hier ein Link zur Bedieungsanleitung von den Tannoy Reveal Active: Die beschreiben recht schön (auch bildlich) die Problematik auf Seite 10 (und auch andere Aufstellungs-Fehler).
Hallo Hermann ! Ja, soweit ist mir das schon klar, nur frage ich mich, wie ich die Monitore denn großartig anders platzieren soll ... denn abgehört wird i.d.R. eben am Mischer. Und ob die Monitore nun einen Meter hinter dem Pult stehen, oder direkt auf der Meterbridge ... die Reflexionen hab ich doch so oder so, oder ? Aber ich werde mir mal Deinen link zu Gemüte führen, vielleicht bringt das etwas Licht in´s Dunkel. Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Antwort ! Viele Grüße ! -michael-
Hermann schreibt: Laut Pythagoras ist (c^2 = a^2 * b^2) Hä? Ich dachte a² + b² = c² Jetzt wird aber der arme Pythagoras, der so um 500 vor Christus lebte aber im Grabe rotieren. Murkel
Re: Sorry, jeder kann mal irren... (n/t) Aber sicher doch, Hermann. Du hättest auch jetzt schreiben können. Ich wollte nur mal testen ob jemand den Fehler bemerkt. :-) Murkel
das ist nicht aganz richtig, den ein Teil der nach unten abgestrahlen Signale wird von dem tisch/der MB reflektiert und kommt nicht durch. Du hast also eine wesentliche Abschattung. Stell Dir doch einfach mal einen Lichtkegel aus den Monitoren vor, und Möbel und Equipment aus Spiegeln. Das Problem, das wir hier diskutieren, ist dasselbe wie das, welche Photografen bei Einleuchten von Szenen haben: Keine Blitzreflexion darf das Objekt so erreichen, daß es spiegelt. Wenn Du die Monis korrekt hinstellst, dann refelktiert nur ein geringer Teil auf der Oberseite der Konsole, oder garnicht, und die erste Störreflexion wäre die von der Decke.
Hallo Jürgen & Hermann ! Ich glaube, daß gerade "der Groschen gefallen" ist. Natürlich - der eine Aspekt ist die Abschattung, der andere die Sache mit "Einfallswinkel = Ausfallswinkel" ... Ich war in einer Unverständnis-Schleife, weil ich dachte "Was auch immer man verändert, der Abstand vom Pult zum Kopf bleibt der gleiche, und wenn der Weg bleibt, muss auch der Zeitversatz bleiben." Aber jetzt sollte auch ich es endlich verstanden haben. Danke für Euere Hilfe ! Viele Grüße ! -michael-
Hallo Kollegen, na ja, der Vergleich mit der Taschenlampe und dem Spiegel ist sicher sehr gut. Aber leider hat die Natur noch ganz andere Dinge auf Lager, z.B. Wellen. Und damit tun sich abgesehen von den Physikern viele Leute schwer. Also, damit die Theorie von der Taschenlampe und dem Spiegel stimmt, muss der "Spiegel" hinreichend groß sein. Jetzt habe ich die Theorie gerade nicht im Kopf, meine mich aber daran erinnern zu können, dass der "Spiegel" mindestens so groß wie die Wellenlänge sein muss, damit es hinter der "Spiegelfläche" zu einer "Teilabschattung" kommt. Und nun zu den Poti´s auf dem Mischpult. Die Knöppckes sind in der Regel hinreichend klein, dass genügend auf die Fläche passen. Ob sie auch genügend groß sind, für eine diffuse Reflektion der Schallwellen zu sorgen , ist sicherlich eine Frage der Wellenlänge und damit der Frequenz. Mal abgesehen von den Höhen, die über Gardinen, Teppiche, ... schnell abgefangen werden können, kann die Mischpultoberfläche für die meisten Frequenzen sicherlich als glatte Fläche angesehen werden. ... und falls es ein Digitalpult mit Tastern ist, hat sich die Diskussion sowieso erledigt ;-) Beste Grüße Wolfgang
Der Vergleich mit dem Fotografen ist garnicht so schlecht. Ron Streicher/Alton Everest beschreibt in seinem "New Stereo Soundbook" diesen Spiegeltrick für Reflektionen am Beispiel von Raumreflektionen. Lege einen Spiegel auf deine Konsole, wenn du im Spiegel aus deiner Abhörposition heraus den Hochtöner siehst, hast du dieses beschriebene Reflektionsproblem. mfg gerd
Hallo Wolfgang, Du postest uns: Also, damit die Theorie von der Taschenlampe und dem Spiegel stimmt, muss der "Spiegel" hinreichend groß sein. Jetzt habe ich die Theorie gerade nicht im Kopf, meine mich aber daran erinnern zu können, dass der "Spiegel" mindestens so groß wie die Wellenlänge sein muss, damit es hinter der "Spiegelfläche" zu einer "Teilabschattung" kommt. Hier hast du etwas sehr falsch verstanden. Der Spiegel ist nicht dazu da, um akustisch etwas zu bewirken. Darum muss er weder groß noch klein für irgendeine Wellenlänge oder eine Abschattung sein. Der Spiegel soll nur mal vorübergehend zum Testen da sein. Wenn du im Spiegel, den du flach auf dein Mischpult legst, an deinem Abhörplatz die Hochtöner siehst, dann ist davon auszugehen, dass die Hochtöner - wie das Licht - auf deine Mischpultoberfläche strahlen und der Rückwurf - genau wie das Licht in deine Augen - eben an deine Ohren gelangt. Vergiss wirklich mal deine Gedanken zur Wellenlänge des Spiegels und irgend eine Abschattung. Die hat hier nichts zu suchen. Da liegst du sehr daneben. Murkel
"Wenn du im Spiegel, ... die Hochtöner siehst, dann ist davon auszugehen, dass die Hochtöner .. auf deine Mischpultoberfläche strahlen und der Rückwurf -" Exakt das meinte ich.