48 v phantomspeisung

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo,
ich hoffe ich bin bei euch tontechnikern richtig. meine frage:
ich besitze ein mkh 60 mikro von sennheiser und eine kamera, die keine 48 v phantomspeisung rausgibt, die das mikro aber braucht.
bei z. b. tv produktionen wird ja da dann einfach ein sqn mischer zwischengeschaltet der die 48 v abgibt.
ein sqn mischer ist aber definitiv zu teuer.
was kann ich tun, gibt es sowas wie ein 48 v adapter???
oder ein günstigen mischer der 48 v abgibt???
vielen dank für eure antwort
patrick
wie bekomme ich das mikro nun ans laufen?
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Antwort#3
ist eigentlich ganz einfach, Du besorgst Dir ein stabilisiertes Netzteil mit 30 Volt oder mehr bei Conrad oder wo auch immer. Das sollte allerdings eine sehr geringe Restwelligkeit haben, Dann nimmst Du 2 Widerstände je 5,6k (1% Toleranz, kostet 20 Cent)und legst die + Betriebsspannung über die beiden Widerstände auf Pin 2 und 3 vom XLR, sowie den Minuspol auf Pin 1. Die beiden Widerstände passen gut im XLR-Adapter rein. Die meisten Sennheiser laufen ab 12V und brauchen 2-3mA. Allerdings ist der Headroom schon etwas kleiner, die Mikrofone zerren etwas leichter bei extremen Schallpegeln. Die Schaltung hatte ich damals auch schon benutzt, wie ich noch ein altes Soundcraft 1S hatte, das auch keine Phantomspeisung kannte. Wenn Dir das zuviel Aufwand ist: Thomann
Viele Grüße
Axel


http://www.ohrwurm-showtechnik.de
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Antwort#4
Hallo Axel,
die Vorschrift ist 48+/-5V ueber 2*6,8kOhm/0.5% oder besser.
Das MKH60 funktioniert bei Spannungen unter 48 nicht so besonders.
Des Weiteren ist eine Bastelei wie beschrieben nicht sehr praktisch, wenn man damit im Feld arbeiten will. Dann schon eher fuenf bis sechs 9V-Batterien in
Reihe schalten und als Spannungsquelle benutzen - Pluspol ueber je 6,8kOhm an Pin 2 und 3, Minuspol an 1 der XLR-Buchse - und unbedingt eine DC-Trennung zur
Kamera hin vorsehen - die koennte sonst kaputtgehen...
Ausserdem gibt es fuer wenig Geld Phantomspeiseteile von Sennheiser, AKG,
Beyerdynamic und anderen, die 48 aus Batterien erzeugen und einfach in das Mikrophonkabel eingeschliffen werden.
Problematischer fuer das MKH60 kann es noch sein, wenn der Kameraeingang nicht
symmetrisch und pegelfest ist - asymmetrischer Betrieb tut den MKHs nicht besonders gut, und da die Teile recht empfindlich sind, also hohe Ausgangspegel liefern, werden maessig gute Mikrophonverstaerker gerne zugestopft.
Ich speche aus Erfahrung - ich habe ca. fuenfzehn MKHs in verschiedenen Ausfuehrungen im Einsatz...
Gruss
Micha
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Antwort#5
da brauchst du dann aber noch 2 kondensatoren die dir die gleichspannung wieder ausm signal nehmen... hab das gerade vor 2 wochen gebaut, das geht zwar auch ohne aber ich hatte dann immer ziemlich dc-versatz drin.

gruuhs
dB
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Antwort#6
...naja, da ich damals nur ein 30V Netzteil bekommen hatte, verkleinerte ich die Widerstände auf 5,6k, die ich noch rumliegen hatte. Exakt müssen das bei 30V dann 4,3k sein. Bei ca. 2 mA Stromaufnahme der Mikros hatte ich keine Probleme, da das Netzteil gut stabilisiert war. Da die Eingänge damals schon mit Kondensatoren entkoppelt waren, brauchte ich auch keine Kondensatoren dazwischen basteln.
Viele Grüße
Axel
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Antwort#7
wenn du nicht so gerne herumbasteln willst gibts sowohl batteriebetriebene, als auch netzgebundene externe phantomspeisungen. netzgebundene solltest du ab 40 euro kriegen (2 kanal)
liebe grüße
armin
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