Nur noch mal so als Brainstorming zum Thema Preamp-Basteln. Das woher kam irgendwie noch nie zur Sprache. Der Amp selbst wird ja so 15V und -15V benötigen. Der entrsprechende Trafo auch so PI mal Daumen 2x15V~ liefern. Woher jetzt die 48V nehmen? Ist ein DC/DC-Adapter ok? Oder extra Trafo bzw. sek-wicklung?
DC/DC ist wohl (wärme und platztechnisch) besser, zumal die P48 ja nicht unermesslich viel Strom zieht. Von MAXIM gibt es da einige gute Bausteine. Man muss nur hoch genug über die 48V drüber, um nachsieben und runterregeln zu können. So ein durchschnittlicher Regler schafft etwa 60dB Ripple-Unterdrückung, wenn eine LC-Siebung mit einer fg weit unterhalb der des DC/DC-Reglers nochmal 20dB wegbringt, dann darf der DCDC etwa -40dB Ripple haben unter Last. Das können auch billige Typen.
Wobei man (daran habe ich vor lauter DC nicht dran gedacht) man ja AC zur Verfügung hat und auch eine Kaskadenschaltung aus Cs und Dioden nehmen könnte.
... ja, eine einfache Spannungsverdopplerschaltung ( in diesem Fall Verdreifachung) der Trafo- Wechselspannung gibt zusammen mit der nötigen Siebung (was eine einfache Transistorschaltung sein kann) hervorragend funktionierende Phantomspeisung ab. Diese paar Dioden und Elkos kosten mit Sicherheit viel weniger als ein passender DC- Wandler. Man muß nur bei diesen Schaltungen auf den Massebezug (Phantom- Masse und Schaltungsmasse) achten, wenn man keine zusätzliche Trafowicklung hat, um nichts abzuschießen. Hat man die Möglichkeit, sich einen Trafo für das Projekt machen zu lassen (vielleicht gleich mit Abschirmungen :-) ), ist es nett, wenn er eine Wicklung für 48 Volt mit drauf hat, dann braucht man "nur" noch die Stabilisierung und zwei wirklich gleiche 6.8 kOhm- Widerstände zum Einspeisen.
Hallo ThomasT, ich habe mal eine telefonische Anfrage bei Haufe gestartet (Haufe ist ja bekannt für seine Übertrager - aber fertigt auch Trafo's nach Kundenspezifikationen). Haufe würde einen solchen Trafo fertigen: Ringkerntrafo, sekundär +/- 15Volt ca. 200 mA, 48 Volt ca. 50mA, passt in ein 1U Gehäuse, gefertigt nach VDE Spezifikationen. Fa. Haufe kalkuliert mal den Preis (bis heute Nachmittag) Der Preis ist sicherlich stark abhängig von den Stückzahlen. Vielleicht ist es möglich, hier im Forum eine Sammelbestellung zu organisieren ? Ich melde mich wieder, sobald ich die Preise habe. mfg GerhardS
Servus, würde eigenen kleinen Trafo mit 2 * 24V empfehlen und eine diskret aufgebaute Stabischaltung(war irgendwann mal im Elektor zusehen). Dadurch ist man komplett entkoppelt von der Stromversorgung des Vorverstärkers. Standard DC/DC Wandler gibt es nicht für diese Spannung, dann habe ich auch nicht gerade wenig HF-Schmutz im Vorverstärker. Rückwirkungsfrei sind die Dinger sowieso nicht, rauschen tun die Dinger auch noch. Standardregler gehen alle nicht in diesem Spannungsbereich. Bei den meisten ist bei 40v Schluß. Langzeitausfälle sind die Folge. Auch bei der Spannungsverdopplermethode sehe ich Probleme mit der Rückwirkung auf die Versorgungsspannung des Preamps. Der Wirkungsgrad der Schaltung ist nicht sehr hoch. Gruss Hans
Hallo Gerhard, von Haufe's Konkurrent Pikatron habe ich mir für diesen Zweck mal Trafo anfertigen lassen mit folgenden Daten: Primär: 54 Volt (!) Sekundär: 2 x 24 Volt /100 mA (Spannung unter Last) Größe: Rinkern in Mu-Kapselung mit 43 mm Durchmesser und 30 mm Höhe, also gleiche Maße wie die sonst in der Studiotechnik üblichen Ringkernübertrager. Die 54 Volt Primärspannung rührt daher, daß ich diese direkt aus dem Netztrafo nehme mit dem ich sonst die übrigen Schaltungen mit +/- 24 Volt versorge. Dieser Netztrafo habe ich gewöhnlich mit 2 x 27 Volt~ auslegen lassen. Hier habe ich sowohl bei Haufe als auch bei Pikatron bauen lassen (ich benutze gewöhnlich Trafos und Übertrager von diesen beiden Herstellern, weil sie m. Erfahrung und Einschätzung nach die besten Übertrager bauen). Ansonsten wenn ich ein Neugerät zu bauen habe, wo ohnehin ein spezieller Netztrafo angefertigt werden muß, lasse ich gleich die Wicklung für die P48-Speisung aufbringen. Übrigens: Wer Trafos kundenspezifisch braucht, dem kann ich weiterhelfen: Ich habe im Umkreis von 20 km um meinen Wohnort (im Vogelsbergkreis, Oberhessen) 4 Transformatorenhersteller sitzen, die alle kundenspezifisch fertigen, vom Kleinsttrafo mit 1 VA bis zum 30 kVA Drehstromtrafo. Allerdings bauen die keine Übertrager für die Audiotechnik, nur für allgemeine E-Technik und Elektronik.
Ich habe mal sowohl von Haufe als auch von Pikatron Netztrafos in diese Größe bauen lassen allerdings mit Spannungen für +/-24 Volt=, also Wechselspannung 2 x 27 Volt, und zwar für Ströme bis knapp 1 Ampere. Phantomspeisung 48 V bis 100 mA. Habe da noch einen auf Lager liegen - ein Ringkerntrafo, allerdings ohne Mu-Gehäuse. Wenn Du ihn haben willst, sage mir Bescheid.
Mal kurz überschlagen nach der üblichen Formel: Ut = ((( U + 2.5V) / 0.8) + 2V) / (1.414*0.9) Kommt man für 15V= auf eine Trafospannung von 19V~ und für 48V= auf 51V~. Ströme sollten für 6-8 Preamps ausreichen. Sollte wirklich eine günstige Sammelbestellung zusammenkommen schliesse ich mich. Ansonsten werde ich aus diversen Gründen wohl bei Pikatron fertigen lassen. Aber gemach...es eilg. nicht. Zu meinem Hardwarecontroller bin ich immer noch nicht weitergekommen. Also vor Weihnachten tut sich da eh nix.
Hallo Leute, ich würde auch zur höheren Trafospannung tendieren, z.B. 2*20V mit getrennten Wicklungen. Mit den Wicklungen lässt sich problemlos eine sehr glatte +-18V Wechselspannung bereitstellen, die der Übersteuerungsfestigkeit des Signals zugute kommt, solange die OP´s das aushalten. Wird dann an eine Wicklung eine Kaskade geschaltet, ergibt sich bereits in der ersten Stufe eine Verdopplung, also 2*20V*Wurzel2 = 56V Spitzenwert. Dieser sollte sich hinreichend genau glätten lassen und der Wirkungsgrad der Kaskade sollte noch hoch genug sein, um
Hallo, also ich habe zig mal erfolgreich die Methode mit zwei stabilisierten 24V Spannungen in Serie geschaltet praktiziert. Ein Trafo mit 2X 24 oder 30 V, danach die klassische Stabilisierung mit 7824 und 7924, die -24 an Masse. Das Ganze kostet je nach Stromstärke u.U. keine 10 EUR und funktioniert mit Standardbauteilen von Reichelt (den gibt´s noch!). Bis jetzt git es keinen Ausfall oder sonstiges Problem zu verzeichnen. Was das Rauschen betrifft: Die Phantomspannung kann ruhig etwas rauschen! Wenn die Speisewiderstände ordentlich gepaart sind (Paarungstoleranz 0,4% nach IEC 1938), erfolgt die Einspeisung symmetrisch, wodurch eventuelle Störungen auf der Spannung keinen Einfluß auf das Signal haben (Das ist nicht nur reine Theorie, sondern eine Tatsache). Auch die absolute Spannung ist nicht kritisch, sie darf laut Norm 44-52 Volt betragen. Probelamtisch wird´s nur mit Mikrofonen, bei denen die Richtcharakteristik ferngesteuert mit der Höhe der Speisespannung eingestellt wird. Gruß Martin