E-Geige ab Verstärker abmiken

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo allerseits
Ich möchte ein E-Geige in einer Live-Situation (allerdings im Übungsraum - zwecks Demo-Aufnahmen) abmiken. Es wird Live-Sound produziert (= alle spielen gleichzeitig) mit Schlagzeug, Bass, Synthesizer und eben einer E-Geige. Schlagzeug wird mit 7 Miks abgenommen, davon 2 Kondenser-Overheads, der Bass mit einem Bassmik einerseits und ab Verstärker direkt, das Keyboard wird ohne Mikros direkt ins Mischpult geführt, die Geige nehme ich jetzt mit einem SM58 ca. 10 cm vor der Verstärkerbox ab. Der Sound ist sosolala, mir fehlt eine ausgeprägtere Höhenzeichnung und halt all die anderen "Feinheiten"... Es ist irgendwie einfach zu dünn. Ich dachte mir, dass ein Condenser-Mic vielleicht besser geeignet wäre. Feedback sollte kein Problem sein, da wir kein verstärktes Monitorsignal im Übungsraum haben, allerdings möchte ich nicht allzuviel von den anderen Instrumenten auf dem Geigen-Kanal draufhaben. Hat jemand einen Tip wie ich das am besten bewerkstellige und allenfalls eine Mikrophon-Empfehlung?
Gruss
Mark
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Antwort#2
Hallo Mark,
du wirst sicher nicht sagen, dass die Geige warm und voll mit der richtigen Höhenzeichung aus dem Verstärker zu hören ist.
Dann muss man an die Quelle gehen: Gutes Geigenbrett mit dem richtigen Tonabnehmer und sauberen Röhrenverstärker. Erst wenn das zufriedenstellend klingt, kannst du eventuell mal nach einem Mikrofon fragen und einer Mikrofonaufstellung oder im Übungskeller bei dem Krach wohl eher nach der richtigen aktiven DI-Box. Aber erst dann. Da muss was mal etwas getan werden.
Vilko
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Antwort#3
Warum willst du die Box abnehmen?
Klingt die Geige aus der Verstärkerbox so gut?
Ich würde in dem Fall überhaupt kein Mikro verwenden, sondern das Signal von der Violine direkt (oder aus dem Line-out, resp. Insert/Effektsend, wo man halt abgreifen kann, möglichst vor EQ) aufnehmen.
Wobei bei einem akustischen Instrument wie einer Violine das beste wäre sie auch akustisch und nicht über die Piezotonabnehmer aufzunehmen. Aber das könnte mit Schlagzeug daneben problematisch werden.
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Antwort#4
P.S. aus dem SM58 (was sowieso zu muffig klingt) kann man sich auch ein SM57 basteln...Korb abschrauben. Beide Mikros SM57 und SM58 brauchen unbedingt einen guten Preamp (==hohe Eingangsimpedanz).
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Antwort#5
Hallo!
Das mit direkt abnehmen werde ich mal ausprobieren. Alle Mischpultleute die ich so kenne, sind eigentlich nie auf die Idee gekommen, dass man eine E-Geige auch ohne Mikro direkt anhängen kann. Die verwendete E-Geige ist übrigens wirklich ein rein elektrisches Instrument ohne Resonanzkörper, die kann man also gar nicht 'akustisch' aufnehmen. Deshalb die Idee sie ab der Verstärkerbox (halt so wie sie im Ü-Raum wirklich klingt) abzunehmen....
Gruss
Mark
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Antwort#6
Hi Mark,
ich erinnere mich, schon längst klar geschrieben zu haben:
Du musst an die Quelle gehen: Gutes Geigenbrett (!) mit dem richtigen Tonabnehmer und sauberen Röhrenverstärker. Erst wenn das zufriedenstellend klingt, kannst du eventuell mal nach einem Mikrofon fragen und einer Mikrofonaufstellung oder im Übungskeller bei dem Krach wohl eher nach der richtigen aktiven (!) DI-Box!
Das schien aber nicht deutlich genug gewesen zu sein. :-)
Vilko
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Antwort#7
Das SM57 hat viel mehr Bässe als das SM58. Dass das die gleiche Kapsel hat ist ein Gerücht. Sieht auch schon anders aus. Und der Trick mit dem Abschrauben funktioniert nicht.
Grüße,
Carsten
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Antwort#8
Hi folks,
What the hell is "abmiken"?
The SM58 has really the same capsule as the SM57 except it is optimized for vocal reproduction. The response curve of the SM58 has some specific treble frequencies boosted to help hear the singers breath and diction. I find that these frequencies do color the sound but nevertheless I have used both of these mics frequently in situations I thought would be hopeless. The SM58 hears more of just the top. Another thing is that with the SM57 you have a greater room for movement without noticable falloff of volume. With the SM58 if you're singing into it it's only good from a couple of inches to right in contact with the windscreen. Their sonic differences are due strictly to the plosives head design. The SM57 was designed to be used more for miking from a distance (such as a group of people) or for instrumentation. It has less plosives protection. The SM58 was designed for typical singers that had/have absolutely no concept of microphone technique. The head change to the SM58 that was needed to make the SM58 bulletproof to singers also created the different response curve, hence the sonic differences in sound from these identical mics. So if you have either mic, if you buy the "other" models replacement head, you can turn a SM57 into a SM58 and vice-versa by simply screwing on the other head cap. The SM57 head is slightly "brighter" as it does not have the foam layer in the SM58 head." It's the same mic, but it sounds different because of the differences in the head enclosure.
Ian
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Antwort#9
Warum überhaupt das Ganze live einspielen?
Wenn ihr wirklich ein optimales Ergebnis haben wollt, dann nehmt wenigstens die Geige später auf. und dann wie bereits erwähnt eine Akustikgeige mit gutem Mikro (Kondensatormics stehen euch ja anscheinend zur Verfügung). Auch wenn das dann mehr Zeit kostet, aber das Ergebnis wird das wieder gut machen!
P.S.: Wir haben auch mit E-Geigen schon diverse Probleme gehabt. Ich spiele in einer Band, und da live eben auch mit E-Geige, aber das gab immer Schwierigkeiten mit dem Sound, und im Studio haben wir dann ne Akustikgeige genommen - tausend mal besser!
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Antwort#10
Hi there!
Ja Akustikgeige ist auch schön, sicher (wurde auch 9 Jahre lang darin unterrichtet..), wenn man aber Effekte will (wozu sonst E-Geige spielen?), dazu in einer lärmigen Umgebung einer Rockcombo ist eine E-Geige ohne Resonanzkörper und mit einem magnetischen oder eine piezo-Pickup viel, viel besser. Ausserdem hat diejenge die ich spiele 5 Saiten und nicht 4... Akustisch also gar nicht zu machen. Aber wesentlich an meiner ursprünglichen Frage war, wie ich den Geigensound am besten in einer Live eingespielten Aufnahmesituation aufs "Band" kriege. Die E-Geige (mit eigenem eigenen Preamp der ein sauberes brauchbares Signal liefert) als solche ist gegeben, ebenso die Aufnahmesituation, wo viel improvisiert wird, jazzig eben, also nix mit getrennt aufnehmen... Drum nochmal die Frage: Soll ich den Sound direkt ab Preamp ins Mischpult nehmen oder soll ich das ganze ex Vertärkerbox mit einem Condenser statt einem SM58 aufnehmen? Oder was anderes?
Gruss an alle
Mark
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Antwort#11
Hi Vilko
Das mit den Preamps usw. ist sicher eine Überlegung wert, aber was meinst Du mit gutem "Geigenbrett"? Was ist das?
Mark
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Antwort#12
Hallo Mark,
höre dir doch mal unterschiedliche Kinnbretter an, das sind "unakustische" Geigen. Die klingen besonders durch die oft eingearbeiteten Tonabnehmer sehr verschieden. Mal dünn und schrill, mal grundtönig und voll. Das ist doch wie bei den Gitarren-Brettern, die auch nur in Verbindung mit ihren Tonabnehmern einen Klang entwickeln.
Lies dir mal die verschieden Techniken durch:
http://www.digitalviolin.com/Feature1a.html
http://www.digitalviolin.com/Makers.html
http://www.digitalviolin.com/Feature2.html
http://www.digitalviolin.com/Modern.html
http://www.digitalviolin.com/ElectricTech.html
http://www.digitalviolin.com/Current1.html
NED Steigenbergers Spezial-Tonabnehmer-System kombiniert mit dem low noise Pre Amp verarbeiten gezupfte und gestrichene Signale und garantieren einen ausgezeichneten Sound. Aktive Klangregelung ist selbsverständlich.
http://www.cmlshop.de/musik01/de/dept_40.html
Höre doch mal hier rein.
Slavko
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