Hallo, mich quält seit längerem die Frage, welche Formen (rund, eckig, kugelförmig...) im Raum entscheident sind für den optimalen Sound von E-Gitarrenverstärker (ich will diesen Sound, dann auch aufnehmen)? Der optimale Sound, aus meiner Sicht, ist: so hart und verzerrt gleichzeitig aber auch so deutlich und sauber wie möglich. Gibt es bestimmte Raumbeschaffenheiten für diese Eigenschaften? Oder gibt es ein Effektgerät(oder Software?), über welches ich mit meiner E-Gitarre direkt in den Computer gehe, das diese Eigenschaften simuliert? Es wäre mir sehr geholfen, wenn sich jemand mit meinem Problem auskennt und mir weiterhelfen kann. Danke schon mal im Voraus, viele Grüße Björn
Hallo Björn, dein Problem scheitert an der Unmöglichkeit der Definition, des Begriffs "optimaler Sound". Jeder wird sicher etwas anderes darunter empfinden. Ein Sound geht von der Quelle aus. Da muss man anfangen und dran arbeiten. Es ist das Gitarrenbrett und der Tonabnehmer und dann der Verstärker. Die Katze beißt sich in den Schwanz: Der Sound soll so hart und gleichzeitig verzerrt, aber auch so deutlich und sauber wie möglich sein. Verzerrt ist nämlich im gewissen Sinne auch schon unsauber und steht damit im Gegensatz zu sauber. Verzerrungen machen auch den Klang breit und undeutlich. Heftig verzerrte Gitarren überdecken alle (!) Feinheiten der sonstigen Aufnahme. Du sprichst von runden eckigigen und kugelförmigigen Formen im Raum. Raum macht "unscharf" aber auch "angenehm" und kommt einem bekannt vor. Trockenheit und Direktheit kann auch nerven. Formen haben Einfluss auf den Raumklang. Bei welcher Frequenz, hängt von ihrer Größe ab. Die Klangwirkung auf den Menschen ist ein Studienfach und heißt Psycho-Akustik. Ein ganz schwieriger Bereich mit viel Statistik. Dein Problem wird bestimmt nicht so zu lösen sein, wie du es dir vorstellst. Detlev
Hallo Martin, du trittst mir nicht nahe. Du hast völlig Recht, den ganzen Menschen, den Gitarristen muss man als Ausgangspunkt ansehen. Der Sound geht von der Quelle aus und da ist der Verursacher schon bedeutsam. Die Frage bleibt: Was ist optimaler Gitarren-Sound? Detlev
mich quält seit längerem die Frage, welche Formen (rund, eckig, kugelförmig...) im Raum entscheident sind für den optimalen Sound von E-Gitarrenverstärker (ich will diesen Sound, dann auch aufnehmen)? Der optimale Sound, aus meiner Sicht, ist: so hart und verzerrt gleichzeitig aber auch so deutlich und sauber wie möglich. Gibt es bestimmte Raumbeschaffenheiten für diese Eigenschaften?
Die reinen Formen sind nicht das Problem. Der Raum als solcher ist es. Er sollte vor allem keine Resonanzen aufweisen. Das übliche halt... Der Raum ist nicht unwichtig aber auch nicht das wichtigste. Wichtig sind, in etwa in der Reihenfolgen. Gitarrist, Verstärker, Gitarre/Tonabnehmer, Box (Marshall 4x12" dröhnen, Engl ist besser), Mikrofonaufstellung, Raum, Mikrofontyp.
Der Meinung bin ich nicht, obwohl der Line6 so hochgelobt wird. Ich habe einmal versucht eine bei einem Livekonzert aufgenommene Gitarrenspur mit dem POD XT-Pro nachzubasteln (klanglich). Keine Einstellung der Welt brachte annähernd das gleiche Ergebniss, wie die ursprüngliche Engl-Savatage 120 / 4x12 Marshall Kombination. Ich persönlich bin von diesen Amsimulationen nicht sonderlich begeistert!
Was ist der optimale Gitarrensound. Selbst wenn man nur die verzerrten Betrachtet gibt es Unterschiede. Allgemein. Optimere besagte Kette. Das Hauptproblem was du haben wirst: du kannst den Gitarristen selten austauschen... Also gute Gitarre, neue Saiten. Gute Saitenlage (die nicht klappern!). Klar spielt es sich leichter mit tiefliegenden dünnen Saiten. Guter Amp. (Mesa, 5015) Engl Amp klingen zu HIFI-mässig finde ich. Zwar klare Bässe aber keinen Biss. Marshalls klingen immer irgendwie kratzig. Verzerrung nur so weit auf bis es noch was bringt. Lieber einen tick weniger. Box und Raum sollte nicht dröhnen. Lautstärke wählen. Je lauter der Amp desto besser kingt er (Röhrenendstufe), je lauter der Amp desto mieser klingt die Box... Pausen machen beim experimentieren. Erst dann mal ein SM57 einfach leicht schräg in die Mitte eines Speakers plazieren und im Regieraum hören. Gitarrensound weiter optimieren. (im allgemeinen auch EQen am Amp, weniger Bässe z.B. Gitaristen übertreiben da ganz gern) Mikro leicht verrücken. Wenn es nicht so klingt, nützen auch anderes Mikros, mehrere Mikros oder EQ am Pult/Preamp nichts.
also ich musste neulich "mal schnell" ein power-rock-solo über einen song einspielen, das nicht wirklich im vordergrund steht, und tat dies dann daheim, mangels adäquater gitarre im studio. pod2.0 + ibanez rg,.. und schon war das solo fertig und vom sound her hervorragend ( allerdings musste ich ja auch keinen sound wirklich kopieren, sondern konnte einen eigenen benutzen. für eine blues leadgitarre würd ich aber auch einen echten amp vorziehen.