mehkanalige klangwiedergabe

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
ich bin gerade mitten im recherchieren für meine diplomarbeit in der ich mich mit mehkanaligen klangsystem, die einen raum (od. ä.) simulieren können auseinandersetze.
habe schon einiges material zusammen und auch nette unbekannte projekte von "bastlern" ausfindig gemacht; jetzt frag ich euch mal so, ob irgendwer vielleicht einen literaturtip, einen link (was auch immer) auf lager hat, der mir noch weiter helfen könnte...
einschlägige literatur macht sich zu diesem, doch eher jungfräulichen thema ziemlich rar (Achtung: dolby 5.1 zählt nicht, dass ist doch nur eine übergangslösung...)
danke, peter
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Antwort#2
Hallo Peter,
zum Simulieren von Räumen und der Verbesserung der Akustik gibt es das anerkannte System "Lares" von David Griesinger, Lexicon, das auch in Berlin in der Staatsoper seinen Dienst vorzüglich versieht, Diplom-Tonmeister Albrecht Krüger.
Zu den umfangreichen Forschungsarbeiten gibt es genügend Literatur, wie hier zum Beispiel:
http://world.std.com/~griesngr/ica2001.pdf
http://iem.kug.ac.at/~sontacchi/beschallung/Elektroakustische%20Systeme.pdf
http://www.lares-lexicon.com/pdfs/sci.html
Das System hat aber nichts mit "unbekannten Projekten von Bastlern" zu tun, wie du erklärst.
Sag' mal, für welche Uni schreibst du denn deine Diplom-Arbeit?
Detlev
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Antwort#3
"einschlägige literatur macht sich zu diesem, doch eher jungfräulichen thema ziemlich rar (Achtung: dolby 5.1 zählt nicht, dass ist doch nur eine übergangslösung...)"
Lieber Peter!
Dolby hat an sich nichts mit 5.1 zu tun, und 5.1 existiert nun eigentlich auch garnicht.
Dolby ist nur eine Codierung (wie mp3) damit ich eben mehrere Kanäle auf ein geringeres Datenvolumen zusammenpresse. Ich kann in einen AC3 (Dolby Digital) Datenstream aber auch 2/0, 2/1, 2/2, 3/0, 3/2, Kanäle + jeweils einen LFE encodieren. Selbiges gilt für DTS. Das hat also NICHTS mit Surround an sich zu tun.
Du kannst 3/2-Aufnahmen auf jedes Xbeliebige Format schreiben, seien es 5 Spuren einer analogen Tonbandmaschine, eines Digitalrecorders, was auch immer.
Die "Surround-Aufnahme" (wirklich nur als "mehrkanalige Klangwiedergabe zur Simulation von Räumen" zu verstehen) ist schon rel. alt - bereits in den 70ern hat man mit der Quadrophonie (2/2) versucht, einen Weg in diese Richtung einzuschlagen. Damals scheiterte es allerdings an einem brauchbaren Speichermedium.
Wenn Du Dich wirklich mit der akkuraten Raumwiedergabe beschäftigst, wirst Du wahrscheinlich nicht um ambiphonics herumkommen - hier sind als Einstieg die WhitePapers von Gerzon zu empfehlen.
Wenn Du noch Zeit zum recherchieren hast (und dich später auch noch dafür interessieren willst), dann melde dich für folgende Mailing liste an: http://mail.music.vt.edu/mailman/listinfo/sursound (englisch).
Interessantes gibt es auch im Surround Sound Forum des IRT:
www.hauptmikrofon.de
Es gibt auch eine deutschsprachige Surround Mailing Liste, allerdings weiss ich da die Adresse wo man sich anmeldet nicht....
Ansonsten gibt es auf der Homepage der AES (Audio Engineering Society) zahllose PDF's zu diesem Thema herunterzuladen (kostenpflichtig).
Mit freundlichen Grüßen
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#4
Hallo Peter,
es ist anzunehmen, dass ein mehrkanaliges System, das einen Raum (od. Ähnliches?) simulieren kann, möglichweise für die Akustikverbesserung von schlecht klingenden Mehrzweckhallen gedacht ist.
Wenn man aber an das Scannen des Schallfelds zur Tonaufnahme denkt, dann wäre an WFS, die Wellenfeldsynthese zu denken oder an Ambisonic (!) oder Ambisonics
(nicht an 'ambiphonics', wie irrtümlich der Tonzauberer mailte)
Siehe: http://www.ambisonic.net/
Matrix-Sourround ist nur eine Krücke und hat mit diskreten Surround-Sound nichts zu tun.
Schreib' uns doch mal genauer, wie dein Diplom-Thema heißt und ob das mit der räumlichen Tonaufnahme oder mit der Akustikverbesserung von Räumen zu tun hat.
Gruß
Dave
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Antwort#5
Hi,
da Lares aber nicht die frühen Reflektionen miteinbezieht ist es eher weniger geeignet für die Simulation von Räumen als, wie Du richtig sagst, die Verbesserung von zu gedämpften Akustiken von z.B. Opernhäusern.
Gruss,
Dirk
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Antwort#6
naja "bastler" hat für dich wohl eher einen negativen beigschmack...
für mich sind das leute, die eine prima idee haben, diese auch umsetzen, jedoch kaum staatliche subventionen für ihr projekt erhalten und somit alles aus eigener tasche zahlen müssen, was sich zwar negativ auf die qualität des "endprodukts" auswirkt, jedoch vom ideologischen standpunkt her äußerst interessant, und progressiv ist, daher durchaus anerkennung verdient;
ein interessantes "bastlerprodukt" ist der DTM; kannst dich ja mal unter
http://www.fluc.at/dynamo/ffd.html
ein wenig darüber schlau machen;
danke für die infos;
lg
peterpeter
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Antwort#7
Hallo Peter,
mit der Wiedergabe von Monospuren, die auf Mehrspurgeräten aufgenommen sind und das Verteilen auf 17 umschaltbare und umblendbare Lautsprecher, sowie das Modulieren von Signalen haben wir es hier höchst selten zu tun. Mit Raumsimulation, wie sie allgemein verstanden wird, hat das wirklich nichts zu tun.
Wenn's denn sein muss. Qui bono.
Gruß
Micha
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