Hallo, brauche mal ein paar Tipps von Euch, was man für ein Homestudio braucht und wie man in den Computer einspeisst. Live weiss ich, was los ist, aber Aufnahmetechnisch, auch Midi und in Kombination mit Computer hab ich keine Ahnung. Ich habe die Möglichkeit, über professionelles Equipment (SPL Dynamaxx, DBX Kompressoren, Klark EQ, Lexicon Hall, ...), das wir Live in meiner Semiprof. Band verwenden, einzuspielen bzw. bearbeiten, sofern das in Verbindung mit Computer überhaupt noch nötg ist. Was am Ende rauskommen soll sind eiglt. Demoaufnahmen, die sich doch relativ gut anhören sollen, aber keine absolute High End Aufnahme. Was brauche ich noch zwischen Computer und Mikro, was mir aus dem Livebereich fehlt? Wie wird der Sound eingespeisst? Evtl. Bücher, die weiterhelfen? Vielen Dank für Eure Tipps, Philipp
Also mal ehrlich, was soll diese Frage? Als ich anfangen habe mich mit Tontechnik zu befassen, da wusst ich intuitiv was ich alles braucht. Ein Mikrofon, etwas wo ich das reinstöpsle und ein bisschen regle, etwas womit ich dann aufnehme (Bandmaschine) und etwas womit ich den gesamten augenommenen Kram zusammengemischt abhören kann. Bzw. später mischen kann. Dass Boxen und Endstufe dazugehören und irgendwas womit man das gemixte Aufnehmen kann (Tapedeck, DATrecoder) war logischerweise auch klar. Und du kennst dich - im Gegensatz zu mir damals - sehr gut in der live geschichte aus... Und heute heisst es Computer und geht doch alles von alleine...was brauch ich denn? Denk nach! Wenn's an die einzelnen Dinge geht oder wenn es entscheidungen zu fällen gibt steh ich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Aber solche Fragen sind, wie von jemanden der Kochen möchte aber noch nie einen Herd gesehen hat... Dazu kommt oft - bei dir nicht - dass die Leute die mit Computern was machen wollen die originalen Geräte und Methoden gar nicht kennen. Aber im Computer wird eben nichts neues gemacht, sondern die realen Geräte und Signalflüsse nur mehr oder weniger schlecht simuliert. Irgendwie bewegt sich Tontechnik mittlerweile auf dem Niveau von billigen, verwackelten, unschaften, gestalterische miessen Urlaubsfotos mit dem der Betrachter mehr gequält als erfeut wird.
Zur Antwort auf die gestellte Frage: natürlich AD- und DA-Wandler. Z.B. in Form einer Soundkarte. Oder in Form eines USB-Moduls, siehe ein paar Threads weiter unten. Und natürlich ein Sequenzerprogramm wie Cubase und Konsorten. Dann viel Zeit und Gedult. Und wenn du schon ein Pult und Peripherie hast und nur mitschnitte machen willst, dann tut es eigl. auch ein ADAT. Oder eine andere 8-spur Bandmaschine. Wozu muss es ein Rechner sein? Brauchst du MIDI?
Ich habe die Möglichkeit, über professionelles Equipment (SPL Dynamaxx, DBX Kompressoren, Klark EQ, Lexicon Hall, ...), sofern das in Verbindung mit Computer überhaupt noch nötg ist.
Glaub mir: es ist nötig! Alles das klingt besser (oder lässt mindestens besser dedienen) als PlugIns. Ok, der Nachteil ist auch klar, man kann die einstellungen nicht automatisch abspeichern. Aber ein Zettel und ein Stift wirken auch da wunder. Thomas, der mehr und mehr auf externen Kram setzt...
Danke ThomasT: Hoffentlich wird dein deutlicher Satz hier auch richtig erkannt: "Irgendwie bewegt sich die Tontechnik mittlerweile auf dem Niveau von billigen, verwackelten, unscharfen, gestalterisch miesen Urlaubsfotos mit dem der Betrachter mehr gequält als erfeut wird." Den hier jetzt nachdrängenden Einsteigern ist leider nicht bekannt, das dieser ungute Zustand nur sehr anstrengend zu überwinden geht. Die Angebote sind leider zu verlockend günstig und ein Plug-In wird benutzt, wie eine Pille vom Arzt. Man muss nur dran glauben. Urs
Hallo ThomasT, das mit den Hochzeitsfotos, die immer noch Profis machen, ist schon richtig. Aber aus dieser Ecke höre ich auch schon das Stöhnen, weil ja Nachbars Markus zu Weihnachten eine Digitalkamera bekommen hat und die Bilder im Computer so schön bearbeiten kann. Auch die Pickel macht Photo Shop schön weg. Onkel Max hat doch im Urlaub mit seiner Kamera so schöne Bilder gemacht. Der macht das jetzt auch mit den Hochzeitsfotos. Ich habe ein Handy, das auch "Bilder" zaubert. Nur biete ich mich nicht als Hochzeitsfotograf an. Gedanken über den Qualitätsverlust muss man sich schon machen. Leider wird dieser nicht richtig deutlich erkannt. Das ist das Problem. Detlev
Mal ne kleine Anekdote dazu: Ich habe früher Farbbilder entwickelt und vergrössert. Ab und an konnte ich mich bei Bilder nicht entscheiden ob der leichte Gelbstich besser sei, als der leichte Blaustich weil jenachdem was anderes besser aussah. Solche Bilder zeigte ich meiner Mutter und fragte sie. Recht schnell bekam ich mit, dass sie teilweise keine Unterschiede sah. Dann legt ich bewusst farbstichtige Bilder (z.B. zu grün) vor ud sie fand sie tatsächlich in Ordnung! Im Studio ist es teilweise ähnlich. Gitarrist spielt und findet seinen Sound nicht in Ordnung also wollte ich leicht am EQ drehen. Ich habe aber innegehalten und innerhalb der einen Minute wo ich _nichts_ dedreht hatte, war der Sound zu dumpf, genau richtig, zu dünn, zu spitz, gut, aber vorhin besser usw...
Komisch, kommt mir irgendwie bekannt vor!("Du hast doch dran gedreht...") Der Vergleich mit den Farbstichigen Fotos ist nicht schlecht. Es gibt immer welche, denen kannst Du was vorspielen, und klingt immer "geil", obwohl der Mix total verpfuscht ist - sorry, passiert halt mal. Und um zum Thema zurück zu kommen: Ich denke auch, man sollte Kollege Computer nicht alles überlassen. Gut, man kann nicht jedes Gerät haben. Kommt auch immer drauf an, was ich machen will (will sagen, in welcher Liga ich mitspielen will). Und ein spezielles profesionelles oder semiprofesionelles Werkzeug für eine spezielle Aufgabe ist meist besser geeignet als der beste Alleskönner. MfG Jan
Hi zusammen, danke für die Diskussion mit den Urlaubsfotos, und sorry, dass Ihr Euch auch mit Anfängerfragen herumqälen müßt, aber ich brauche irgendeinen Einstieg. Hatte vor ein paar Tagen für im Prinzip geschenkt ein älteres Cubasis Programm bekommen, um mal ein wenig reinzuriechen, daher die Frage. Thomas, eigentlich muss ich aber nicht über den Computer aufnehmen, da hast Du recht. Ausserdem haben wir Musiker, die die Töne treffen, also brauche ich eigentlich keine echte Überarbeitung der Signale. Lassen wird den Computer mal weg: Was wäre denn zu empfehlen als günstiges, gutes Aufnahmegerät für Demozwecken? Ich werd mich auch anderweitig erst mal über die Basics schlau machen und bei spezielleren Fragen nochmals hier nachhaken. Besten Dank und Grüße, Philipp
Wie schon gesagt, Rechner geht natürlich. Kostet aber den Rechner und eine Batterie AD-Wandler wenn du mehr spuren gleichzeitig aufnehmen willst. Im billigen Fall bis du (ohne Rechner) mit ca. 300Euro für einen 8fach-Wandler und ca. 100Euro für eine Soundkarte mit ADAT Anschluss dabei. Ich würde auch nach was gebrauchten suchen. Z.B. den creamware A16 oder A8. Ok, wirklich empfehlenswert ist natürlich der ADI-8 von RME. Früher gings auch ohne Rechner: es gibt diverse Multitracker z.B. von Fostex und Tascam. Mit eingebauten Mischpult. Empfehle ich aber nicht wirklich, wenn man schon ein (besseres?) Mischpult hat. Also würde es Mehrfachbandmaschine auch tun. Z.B. ADATs die immer billiger werden. Ausserdem können sie, wenn du dann doch auf Rechner gehen willst erstmal die Rolle des AD-Wandlers übernehmen. Mit dem Rechner kann man natürlich besser editieren und schneiden als nur mit Punch in und out bei den Bandmaschinen. Man kann natürlich (was auch sehr sinnvoll ist) den Rechner als mehrfachbandmaschne benutzen. Aber dann bräuchte man neben mehreren Eingängen auch mehrere Ausgänge. Sprich DA-Wandler. P.S. nichts gegen Anfängerfragen. Aber ein bisschen sollte man schon intuitiv wissen...