Delay Line - Welches Gerät

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen
Ich bin zurzeit daran einen Saal akustisch etwas zu optimieren und möchte auch mit einer Delay-Line arbeiten. Da ich leider überhaupt keine Ahnung habe, möchte ich gerne von Euch wissen, welche Geräte ihr für so etwas einsetzt. Beim grossen T habe ich vorallem Lautsprecher Management Systeme gefunden, wie z.B. http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-155975.html?sn=46416703997a95f4173fbc8d8148f515
Gibt es zu den Lautsprecher-Management-Systemen auch eine günstigere Alternative, die nur das Signal verzögert?
Vielen Dank für Eure Antwort.
Gruss
Mark


http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-155975.html?sn=46416703997a95f4173fbc8d8148f515
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Antwort#2
Wurde schon mehrfach besprochen (siehe Thread: Kirchenbeschallung). Am wichtigsten ist es, etwas über die Größe, die Akustik etc. zu erfahren. Und dann ist natürlich auch die Art der Nutzung wichtig. Einen Saal, der von der Bühne gehaltenen Büttenreden vorbehalten ist, wird man anders konzipieren, als wenn eine Rockband spielt oder ein Gospel-Sänger quer durchs auditorium rast. Einzige Konstante ist(zumindest meine Erfahrung): bei Kirchen und großen Hallen mit langem Nachhall und wenig Direktschall zeigen sich ganz viele relativ leise Lautsprecher (mit entsprechend verzögertem Signal, auch gerne EQ) deutlich im Vorteil gegenüber Brüll-Installationen.
Frank
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Antwort#3
Danke für die Antwort
Aber mich interessiert vorallem welche Geräte ihr dafür benutzt. Ist es in jedem Fall ein LS-Management-System (ab ca. 1000 Euro) oder gibt es auch günstigere Möglichkeiten?
Danke für die Antworten.
Gruss
Mark
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Antwort#4
von behringer gibt es glaub ich ein Gerät das shark heißt und Signale bis zu 2 Sekunden verzögern kann. Ansonsten würde ich aber die Finger davon lassen da es als Feedbackdestroyer und so ned zu gebrauchen is....
mfg Roman
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Antwort#5
Das von Dir genannte Teil ist in diesem Preissegment nicht schlecht (ich kenne es nicht und habe nur mal gelesen, was es alles macht und kann), die 6 Outputs lassen es (wenn sie denn tatsächlich alle getrennt regelbar sind) auch preislich attraktiv erscheinen. Aber im Zweifelsfalle hat ja das große T 30 Tage Rückgaberecht ;)
Ich verwende für jede "Ebene" gesonderte Technik. Und da jebbets auch was billiges von Behringer: http://www.netzmarkt.de/thomann/behringer_dsp2024p_virtualizer_pro_prodinfo.html
Frank
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Antwort#6
aber als einfaches mono-delay ist es gut zu gebrauchen (2s sollten für eine delay-line reichen)
gruß
joachim
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Antwort#7
Der von dir genannte DBX ist für diesen Zweck gerade nicht geeignet, weil er nur über ein Alignment Delay verfügt (nur wenige ms Verzögerung zum Ausgleich von Phasenunterschieden bei Lautsprecuern)
Preiswert wäre noch: Behringer - DCX2496 Ultradrive Pro bei T. 389,- ?
MfG Stonie
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Antwort#8
Ich habe natürlich nicht daran gedacht, dass man auch ein normales Effektgerät wie den Virtualizer dafür nehmen kann.
Jedenfalls vielen Dank für Eure Antworen.
Gruss
Mark
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Antwort#9
Danke für den Hinweis - hätte ich nicht gemerkt.
Es sieht so aus, dass der Ultradrive genau meine Bedürfnissse mit einem moderaten Preis abdeckt.
Ich werde es in jedem Fall einmal antesten.
Gruss
Mark
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Antwort#10
Hallo Mark und alle anderen Delayline-Anwender,
mit einer Delay-Line den Haas-Effekt = Präzedenz-Effekt = Gesetz der ersten Wellenfront auszunutzen, um verzögerte Lautsprecher zur Beschallung so einzusetzen, dass die Hör-Richtung aus der der wirkliche erzeugte Schall kommt bestehen bleibt, ist eine nützliche Sache.
Meine Testfragen haben eindeutig ergeben, dass es hierbei viel "falsches Wissen" gibt, denn die Mehrzahl hat das Prinzip des Haas-Effekts nicht richtig verstanden, denn es wird häufig falsch angewendet.
Hier im Link unten ist die "Testfrage 2 zum Haas-Effekt", die dieses offenbart.
http://www.sengpielaudio.com/MachenGedanken05.pdf
Auf diesem Blatt gibt es einen Hinweis zur richtigen Anwendung und Einstellung der Verzögerungszeit (Delay).
Ich weiß Mark, das hast du natürlich ganz klar gewusst, denn die 20 ms hättest du niemals vergessen.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



Testfrage 2 zum Haas-Effekt
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Antwort#11
hallo ebs
danke für deinen wertvollen hinweis. das mit den 20ms habe ich nicht gewusst.
ich werde es bei meinen einstellungen berücksichtigen.
gruss
mark
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Antwort#12
Hallo Mark,
wenn du das nicht gewusst hast, dann war ja mein Hinweis nützlich. Nur wenn man den Haas-Effekt richtig bei der Delay-Einstellung anwendet, gelingt der Trick, dass der Schall des Direktsignals von der Bühne oder bei elektrisch verstärkten Bands eben aus der Richtung der Bühne kommt, wobei dann selbst ein bis zu 10 dB höherer Pegel vom nahen Lautsprecher am Hörer nicht die Schallrichtung von der Bühne ändert. Aber nur dann.
Da kann es schon zu Problemen bei mehreren Lausprechern kommen Aber die Zusatzlautsprecher sollen mit ihrer Schallwelle unbedingt hinter der akustischen Direkt-Schallwelle liegen, die beim Hörer ankommt.
Haaseffekt = Extra-Verzögerung des Signals zur Laufzeit in Luft von 20 ms mit dazu +/- 10 ms als Toleranz. Siehe schraffiertes Gebiet unterhalb der Haas-Kurve auf dem Link-Blatt "Der Haas-Effekt, der Präzedenz-Effekt, Gesetz der ersten Wellenfront"
http://www.sengpielaudio.com/Haas-Effekt.pdf
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com




Der Haas-Effekt, der Präzedenz-Effekt , Gesetz der ersten Wellenfront
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