Hallo zusammen, Ein Synthesizer besteht aus meheren Frequenzgeneratoren, Rauschgeneratoren, Modulatoren und Konturgeneratoren. Wie F.Generaotoren arbeiten dürfte klar sein. Sie mischen verschiedene Frequenzen dem Klang zu um diesen dann zu beeinflussen. Aber wie und was genau erledigen die Rauschgeneratoren und Modulatoren. Und was in aller Welt sind Konturgeneratoren und wie arbeiten sie. Freue mich sehr auf Antwort. MfG Tom
Ein wenig sollte man die englische Sprache lernen. Da heißt "contour" ganz klar "Umrisslinie" und das ist doch die "Hüllkurve". Die Übersetzer sagen natürlich zu "contour generator" gern auch "Konturgenerator", anstatt "Hüllkurvengenerator". Genauso sagen sie zur "artefacts" einfach übersetzt "Artefakte", anstatt "Auswirkungen von Störungen aller Art". Frage doch mal deine Freundin, was Artefakte sind. Keiner weiß es und alle sagen es, weil es so schick und neumodisch ist. Auch wir Tontechniker schließen uns da an. Murkel
Hallo Murkel, gut dass du das schicke Wort "Artefakte" erwähnst. Die Engländer kennen wirklich das Wort "artefacts". Weniger bekannt ist, dass die Amerikaner lieber das Wort "artifacts" mögen. Nur nit arte = Kunst scheint dieses Wort nichts zu tun zu haben. "Auswirkungen von Störungen aller Art" ist sicher eine prägnate Zusammenfassung des Sinns von "Artefakte". Besonders in der Digitaltechnik wird dieses Wort "Artefakte" ständig nur so rumgeworfen, ohne dass es richtig zu greifen ist. "Auswirkungen von Störungen aller Art" kann man schon begreifen. Das sagt schon viel mehr und klarer aus als das Modewort "Artefakte". Ich hoffe, ihr habt nur wenige Artefakte (Auswirkungen von Störungen aller Art) beim Wandeln der Abtastfrequenz 96 kHz in die Abtastfrequenz 44,1 kHz. Johnny
Zum scheußlichen Modewort: "Artefakte". Im Langenscheidt Fremdwörterbuch ist zu finden: 1. vom Menschen geschaffen, hervorgerufen, menschliches Erzeugnis. 2. in prähistorischer Zeit von Menschen bearbeitetes Material, Werkzeug. 3. (med.) künstlich hervorgerufene Krankheit oder Verletzung zu Täuschungszwecken. So richtig kommt hier nicht die erwartete Erklärung zu "Artefakte", wie wir das Wort in der Digitaltechnik anwenden. Irgendwie findet man die Worte "ars" (die Kunst) und "fac". facsimile = fax, also "mache ähnlich". Daher: Artefakt = "künstlich gemacht". Vielleicht ist die beste Erklärung: Artefakte = Unbeabsichtigte Nebenwirkungen, so wie sie zum Beispiel bei der digitalen Kodierung und Dekodierung entstehen. Ich würde also für das Unwort "Artefakte" vielleicht den Ausdruck "Unbeabsichtigte Nebenwirkungen" vorziehen, gegenüber dem Ausdruck "Auswirkungen von Störungen aller Art". Urs
"Artefakte" ist vielleicht der Ausdruck "Unbeabsichtigte Nebenwirkungen" aber auch "Auswirkungen von Störungen aller Art". Die Brockhaus-Enyklopädie in 24 Bänden 19. Auflage schreibt unter anderem: Artefakte Histologie: Bei empirischen Untersuchungen, Bezeichnung für Ergebnisverfälschungen an einem Präparat, die auf Nebeneinflüsse oder apparative Störgrößen zurückgehen. Man kann auch bei der CD von "Ergebnisverfälschungen" sprechen, denn diese werden durch "apparative Störgrößen" beispielsweise den Rechenungenauigkeiten der Wandler verursacht. Slavko
Im Filmbereich sind Artefakte oft blitzende Reflektionen im Bild, Kamerawackler oder Erschütterungen des Bühnenbildes, die nicht beabsichtigt wurden. Die berühmte, ungewollt bewegte Vase, die in zwei aufeinanderfolgenden Szenen verändert steht im im film dann plötzlich hüpft, ist ein solcher. Gerald Steyer, Steyer Film und Ton
Hallo, aha, wieder mal ein unbeholfener AOL-User. Geht ja noch, von T-Online-Nutzern kommen teilweise noch hilfsbedürtigere Fragen. google mal nach ADSR-Hüllkurve oder so ... ciao Siggi
Lieber Johnny, liebe Mitleser das Wort hat mit ars,artis (Kunst) zu tun, und meint ursprünglich "arte factum" = etwas durch Kunst, also künstlich gemachtes. Artefacte/Atrefakte sind damit (als Plural arte facta) Dinge, die durch Kunst (lat. im Ablativ stehend) gemacht (lat. als Partizip Perfekt Passiv formuliert) bzw. entstanden sind. Natürlich lässt sich dieser Terminus aber weder im klassischen noch im Kirchenlatein nachweisen, selbst das Neulatein kennt ihn nicht. Da haben sich halt unsere tonverantwortlichen Kollegen und ihre Werbeadlaten -ob auf der Konstrukteurs- oder der Anwenderseite steht dahin- jenseits des großen Teiches, wo unser Begriff ja seine Urständ' feierte, im Bildungsgefüge von Asterix, Obelix und ihren prominenten Gegenspielern bedient, und einen anderweitig -z. B. unter den Medizinern- längst gängigen Terminus subjektiver Bedürftigkeit folgend umgebogen. Klingt doch auch wirklich professoral nach Wissenschaft, liberal arts und teuerer Brille, oder? Artefakte wären daher etymologisch am Originalbegriff entlang "Signalveränderungen, die durch Zutun der Übertragungskette (=Kunst) in das Signal gelangen". ("Ars gratia artis" rahmt übrigens den MGM-Löwen... Was stand eigentlich um "Schweinchen Dick" alias Porky Pig herum?) Und wenn wir etwas kennen, dann diese 'Artefakte', denn sie begleiten unser Tun, solange es Medien gibt; und alles, was da daneben ging, sollte Kunst gewesen sein?; faszinierend. Einmal mehr also: Im Westen nichts neues. Und: Nichts scheint hinterfragenswürdiger als ein blöder Fachbegriff (und/oder seine gedankenlose Übersetzung), dessen Ursprung ich in der Werbeindustrie suche, weil ich mir seine euphemistische Ausrichtung anders nicht recht erklären kann. Euch allen wünsche ich von Herzen ein 2004, auf das ihr in 366 Tagen in Freude und Dankbarkeit zurückblicken könnt... Hans-Joachim
Artfakte - ein wirklich seltsames Modewort. Artefakte sind "Auswirkungen von Störungen"? Langenscheidts Fremdwörterbuch meint zu Artefakte: 1. vom Menschen geschaffen, hervorgerufen, menschliches Erzeugnis. 2. in prähistorischer Zeit von Menschen bearbeitetes Material, Werkzeug. 3. (med.) künstlich hervorgerufene Krankheit oder Verletzung zu Täuschungszwecken. Das Wort Artefakt stammt aus dem Lateinischen. Man findet die Worte "ars" (die Kunst) und "fac". facsimile = fax, also "mache ähnlich". Daher: Artefakt = "künstlich gemacht". Es sind natürlich nicht einfach Störungen gemeint, sondern eher so etwas wie unbeabsichtigte, vielleicht aber unvermeidbare Nebenwirkungen, die z.B. bei der Codierung und Decodierung entstehen. Artefakte sind "unvermeidbare Nebenwirkungen"? Brockhaus-Enyklopädie in 24 Bänden 19. Auflage meint zu Artefakte: Histologie - Bei empirischen Untersuchungen, Bezeichnung für Ergebnisverfälschungen an einem Präparat, die auf Nebeneinflüsse oder apparative Störgrößen zurückgehen. Man kann bei der CD von "Ergebnisverfälschungen" sprechen, auch werden diese durch "apparative Störgrößen", also beispielsweise durch Rechenungenauigkeiten bei Wandlern verursacht. Artefakte sind "Ergebnisverfälschungen durch Störgrößen"? Drei Vorschläge gibt es bis jetzt und keiner packt es so ganz richtig: Artefakte = Auswirkungen von Störungen aller Art Artefakte = Unbeabsichtigte Nebenwirkungen Artefakte = Ergebnisverfälschungen durch Störgrößen Jeder hat eine eigene Meinung zu dem Wort "Artefakte". Der einen hält Schallplattenknistern für Artefakte und der andere eben gerade noch nicht. Was gibt es sonst noch für erhellende Meinungen? Gruß Johnny