Im wollte mal die Fachleute fragen, wie das mit der Koexistenz von Filmenden und Mitschneidenden so bei euch klappt. Häufig bekomme ich von Audiophilen erklärt, daß meine Scheinwerfer Störungen verursachen, meine Kamera zu laut piept und damit im Ton des Mitschnittes zu hören sei. Ich wiederum ärgere mich über den Stangenwald, den viele Toningenieure (wahrscheinlich unnötig) aufbauen, der mir die Sicht verstellt. Sollte man da mit Mikrofonen nicht etwas spärlicher umgehen, um einer guten Aufnahme willen. Schließlich ist das Bild doch das Entscheidende, oder? Gerald Steyer, Steyer Film und Ton
Lieber Gerald, Du sagst "schliesslich ist doch das Bild das entscheidende"
Ich darf einen alten Fernseh-Tonmeisterkollegen und guten Freund zitieren: "Deck das Bild ab und lass den Ton - jeder wird dir folgen können - nimmst Du dem Bild aber den Ton, versteht es niemand mehr" Wie schön ist die Übertragung des Neujahrskonzertes ohne Ton....Und auch die nächste Opernübertragung auf 3sat ist gemuted viel deutlicher... Weniger ist oft mehr, doch leider - und ich habe die Diskussion oft geführt - gehört aber auch wenn man nur ein Stereo-Hauptsystem verwenden würde, dieses genau in die Mitte - und dort stört es die Bildverantwortlichen natürlich sehr. Ich hab mir schon oft von Bild-Regisseuren böses anhören dürfen, was ich mir denn da einbilde, und wieso ich nicht abhhänge, etc etc, so als würde ich es den Herrn vom Bild zu fleiss machen. Umgekehrt wurde manchmal auf mich allerdings keinerlei Rücksicht genommen - Kameras sind selten zu laut (ab Betacam aufwärts piepst es zumeist nicht mehr), aber wenn jemand direkt unterm Hauptsystem deutlich hörber in die Intercom reinbrüllt ist das nicht nur für die Aufnahme, sondern auch für die ausführenden Musiker störend. ALlgemein denke ich, dass es in beiden bereichen sture Menschen gibt, und wenn diese aufeinander treffen, dann kommt es zu Komplikationen. Ein bisschen gegenseitige Rücksicht schadet nie. Herzliche Grüße Georg
Hallo! Ohne jetzt ins Detail zu gehen:Scheinwerfer bzw. die Dimmer dazu können schon Störungen im Ton verursachen. "Gute" amtliche werden das aber nicht tun. Das hat nichts mit "Audiophilen" zu tun. Mikroständer lassen sich nunmal nicht überall vermeiden. Und mit der Aussage, daß das Bild ja schließlich entscheidend wäre, wirst du dir hier keine Freunde machen. Wenn ich ein Live-Konzert auf DVD schaue, will ich guten Ton UND gute Bilder (wobei aber fast nochmehr guten Ton). Gruß Markus
Hallo, oh oh, Deine Scheinwerfer stören? Was für Leuchtmittel setzt Du ein? HMI als Tageslichtscheinwerfer oder etwa gedimmte Temperaturstrahler (3400 Kelvin) Falls letzteres: besorge Dir mal anständige Dimmer. ciao Siggi
Es handelt sich um Halo-Scheinwerfer mit 1000Watt per Stück. Die haben sogar eine eingebaute Entstörung. Dimmer verwende ich kaum. Es ist wohl auch der 50Hz-Brumm. Gibt es da eigentlich magnetisch abgeschirmte Leistungkabel?
Ok, ok, das mit dem "Bild wichtiger als Ton" war sicher etwas übertrieben. Ich wollte auch nicht auf ein Entweder-Oder hinaus. Das mit dem Miteinander liegt auch in meinem Interesse. Komisch ist eben, daß manche Tonluete sich gar nicht über Störungen beklagen, andere aber schon. Aber es liegt dann natürlich an mir.