Frage zur Bandsättigung

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Ihr,
ich hätte da mal eine Fragne zur der Thematik Kompression durch Bandsättigung. Zum einen wo, bzw. mit welcher Art von Musik wird dies vor allem gemacht, bzw. wo wäre dies sehr sinnvol, wo nicht und wie klingt das dann( Falls man es beschreiben kann ). Und zum anderen ob Ihr, wenn Ihr mit einer Mastermaschine in die Sättigung fahrt, das Band vorher HF vormagnetisiert, d.h. das Signal aufmoduliert, um auserhalb des Nulldurchgangs zu sein. Über antworten würde ich mich echt freuen, schreibt mir einfach Eure Erfahrungen, da ich dies für eine Projektarbeit benötige. Wenn noch fragen - einfach schreiben. Über der Thread habe ich zwar schon einiges zu diesem Theama erfahren, jedoch sind diese Fragen bisher nicht aufgetaucht, daher ein neuer Text.
Gruß
Johann
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Antwort#2
Hallo Johann,
ich verstehe deinen Satz nicht: "...wenn Ihr mit einer Mastermaschine in die Sättigung fahrt, das Band vorher HF vormagnetisiert..."
Die Modulation wird gleichzeitig (!) mit einer 100 kHz +/- 20 kHz HF-Vormagnetisierung dem Sprechkopf (Aufnahmekopf) zugeführt. Das ist so üblich. Nichts wir da vorher... Vorher sitzt der Löschkopf, damit wird alles gelöscht.
Gerne wird aus "gestalterischen" Klanggründen das Schlagzeug etwas höher als nach Norm aufgenommen und damit gehen kurzzeitige Höhenspitzen verloren, was aber dem Drumschlag satter macht. Das Band ist somit ein Höhen-Limiter. Eine fertige Stereosummenmischung würde ich nie in die Bandsättigung fahren. Das klingt nicht gut mit dem k3.
Gruß
Didi
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Antwort#3
Hi,
Eine fertige Stereosummenmischung würde ich nie in die Bandsättigung fahren. Das klingt nicht gut mit dem k3.
Dies wird aber von vielen auch nahmhaften Kollegen gemacht. Z.B. um einem in ProTools fertiggestellten Edit einen gewünschten Klang hinzuzufügen.
Grüsse,
Dirk
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Antwort#4
Dirk F sagt: Eine fertige Stereosummenmischung in die Bandsättigung gefahren wird von vielen nahmhaften Kollegen so gemacht, um zum Beispiel einem in ProTools fertiggestellten Edit einen gewünschten "Sound" hinzuzufügen.
Wird da nicht der mit k3 unsauber und kalt klirrende Bandsättigungseffekt verwechselt mit dem warmen Röhren-Overdrive, bei dem doch eher k2-Glanz hinzugefügt wird?
Tonband-k3 macht bei kurzen hohen Drum-Spitzen beim Abschneiden der Höhen durch die Bandsättigung nichts aus, wohl aber wenn der Sound der ganzen Stereosumme darüber läuft.
Röhren-k2 klingt auch für die gesamte Stereosumme in gewissen Maße recht auffrischend.
Jens
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Antwort#5
Hallo Johann,

Die HF-Vormagnetisierung MUSS in jedem Fall vorhanden sein, sonst betreibst Du das Ban in einem Arbeitspunkt, wo fast überhaupt keine Remanenz vorhanden ist. Ganz grob betrachtet, verläuft die Magnetisierungskennlinie wie eine kubische Parabel und mit dem schwachen Aufsprechstrom (der etwa 20 dB unter dem HF-Strom liegt) bleibst Du dann im nahezu flachen Teil der Kennlinie. Erst durch die HF wird das Band in den geradlinigen Teil der Kennlinie ausgesteuert und der Arbeitspunkt liegt dann auch im geradlinigen Teil. Die NF ist der HF additiv überlagert und nicht wie bei einer Amplitudenmodulation multiplikativ. Somit pendelt die NF um den durch die HF festgelegten Arbeitspunkt herum. Ein nicht HF-vormagnetisiertes Band würde nur bei extrem hohen Aufsprechströmen eine remanente Magnetisierung behalten und dieses Signal hätte einen nicht mehr vertretbaren Klirrfaktor und es würde auch stark rauschen.

Guten Rutsch ins 2004
Rainer
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Antwort#6
Hallo Ihr,
ich wünsche Euch erst einmal ein gute neues Jahr und Danke Euch für Eure Beiträge. Was mir dabei aufgefallen ist, bzw. was ich nicht zuordnen kann sind die Bezeichnungen K3/ K2. Wäre es Euch möglich mir dieses noch zu erläutern ?.
Ich würde mich echt freuen. Wie aus Eure Beiträgen zu entnehmen behandelt Ihr entweder Drums so, oder und auch fast fertiges Editiertes Material. Nehmt Ihr da alles, d.h. nur Rock, Pop, oder auch Vox, Orchester, Chöre... . Danke für Euer Verständnis.
Gruß
Johan
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Antwort#7
Hallo johann,
zu den Bezeichnungen k2 (Röhre) und k3 (Band) lies den Link unten: "Zu k2 und k3" = Harmonische, Partialtöne, Teiltöne und Obertöne.
Es gibt Verzerrungen durch eine kubische Kennlinie und Verzerrungen durch eine quadratische Kennlinie. Damit werden die ungradzahligen Harmonischen k3, k5, k7 und die geradzahligen Harmonischen k2, k4, k6 erzeugt.
Diese Verzerrungen werden bisweilen als bewusste Klangveränderung oder "künstlerische Klanggestaltung" den "reinen" Aufnahmen hinzugemischt. Es scheint besser zu sein, nicht einen fertig Stereo-Mix mit diesen Verzerrungen zu behandeln, sondern nur bestimmte Instrumente. Bekannt ist der Klang der Fuzz-Gitarre.
Viele Grüße
ebs


Zu k2 und k3
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Antwort#8
k2 (Röhre) und k3 (Band)
Zwei Sachen möchte ich noch anmerken. Bei der Bandsättigung entsteht Verzerrung und auch hauptsächlich k3 aber der Haupteffekt ist doch wohl nicht die Verzerrung, sondern die (schnelle) Kompression. Die bringt den Druck.
Zum anderen Röhrenschaltungen müssen nicht k2 produzieren. Gegentaktschaltungen oder Pentoden produzieren auch k3. Oder bei SRPP kompensieren sich die k2 auch weitestgehend.
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Antwort#9
Zu den Effekten der Addition von Harmonischen k2 (Röhre) und k3 (Band).
Der Bandsättigungs-Effekt besteht aus der schnellen Kompression nur der hohen Frequenzen bei gleichzeitiger unvermeidbarer Erzeugung von k3.
Der Röhren-Effekt besteht aus Klanggestaltungsgründen ausschließlich aus der Wirkung der "Triode" und diese produziert nur k2 (k4).





Addition von Harmonischen k2 (Röhre) und k3 (Band)
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