Bitte um hilfe

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo, ich hoffe ich bin hier richtig !
Wir sind aus Österreich und produzieren in einem Fahrzeug Schall !
Diese Sportart nennt man DB-Drag Racing ! infos unter : www.dbdragracing.com
Wir erzeugen momentan Schallpegel zwischen 140dB und 170dB !
Meine frage ist wie kann man im Fahrzeug die Schallreflexion berechne !
Ist sie überhaupt ausschlaggebend für den dB Wert ?
Was ist wichtig, Wellenlänge ? - Um einen so hohen dB Wert zu machen !
Würden sich vielliecht in diesem Forum leute finden die mir helfen könnten !
Danke
Kreisel Walter
Es ist ja nicht so das ich mich überhaupt nicht auskenne, aber bis jetzt haben wir immer nur getestet und probiert ! herausgekommen ist heuer 2 facher Weltrekordhalter für Österreich !
Aber auch eine wichtige Frage ist: vor 3 Jahren bauten wir unsere Lautsprechergehäuse geschlossen, seit 1,5 Jahren Baßreflex, was ist das nächste Gehäuse um neue Rekorde zu brechen !!!!!!!!!!!!!!



Homepage unserer Lautsprechermarke DD
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Antwort#2
Was willst du berechnen?
Die Frage ist ungefähr so als ob du Weinkenner fragst wie du dir den billigesten, hocprozentigen Fusel zurechtbrennen kannst.
Oder Kunstliebhaber wie man die beste Temperatur des Eisens berechnet zum Augen blenden.

Es gibt doch bessere Möglichkeiten Schallpegel zu produzieren als mit lächerlichen Lautsprechern von weniger als 10% Wirkungsgrad.
Über 90% der Watts werden in Wärme umgewandelt. Arbeitet da doch erstmal dran...
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Antwort#3
BTW.
!!!!!!!!!!!!!!
Terry Pratchett-Leser wissen was von multiplen Ausrufezeichen zu halten ist.
(das ist sogar ontopic...spielt es doch im Opernhaus)
Wer den Autor nicht kennt: schämen! Und sofort kaufen nachdem man von Adams alles gelesen hat.
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Antwort#4
Eigentlich habe ich bedenken, Rekorde brechen zu helfen, die mit gesundheitsschädlichen Waffen zu tun haben, was das Erzeugen von Schalldruckpegeln von über 140 dB-SPL darstellt.
Eine absolut geschlossene Fahrgastzelle eines Autos stellt eine Druckkammer dar, innerhalb der die Verhältnisse bei hohen Schalldrücken chaotisch sind und damit auch nicht mehr berechenbar sind. Die Meinung, dass sich in diesem zur Wellenlänge zu kleinen Raum keine tiefen Frequenzen ausbilden könnten, ist falsch. In der Druckkammer geht das. Der Schalldruckpegel der den um uns befindlichen Luftdruck voll durchmoduliert, ist 194 dB-SPL und das sind 100237 Pascal. Dieses stellt keine Begrenzung dar, denn es gibt noch höhere Schalldrücke zum Beispiel im Zentrum einer Atombombe.
Um noch lauter zu werden als bisher, muss der Wirkungsgrad des Lautsprechersystems erhöht werden, natürlich auf Kosten der Klirrfreiheit. Als Vorbild sollte das Megaphon dienen. Da holt man im Verhältnis zur eingesetzen Leistung recht viel Brüll heraus.
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Antwort#5
Mit welchen Signalen versucht Ihr diese 140-170 Watt zu erreichen? "Sinus"?
Mal sehn:
Auf die Schnelle würd ich sagen wenig Absorbtion und im relevanten Frequenzbereich versuchen stehende Wellen zu erzeugen.
Karosseriegewicht und Härte der Radaufhängung könnte man auch noch anpassen um die Eigenfrequenz des Fahrzeugs ausserhalb der relevanten Frequenz zu haben(falls schmalbandig ist das einfach)da das Mitbewegen schon wieder Energie entzieht/absorbiert/in Wärme wandelt.
Kurz gesagt schauen, dass möglichst viel der investierten Energie auch erhalten bleibt.
Grüße Andi
Ich hoffe ihr sitzt nicht drinnen, wenn gemessen wird.
Ich würde mir ja lieber mit "nessun dorma" die Ohren töten als mit nem Sinus-Ton :)
In diesem Sinne ".....vinceroooooooooo....vinceeeeeeeeeerrooooooooooo..." ;) und beim Einsatz des Orchesters danach den letzten Schluck aus der Wodka-Flasche machen und an Lautstärkeschock sterben.....hehe, wenn schon denn schon
Da schießts einem nämlich die Haarrezeptoren aus dem Innenohr sogar durchs Felsenbein ins Hirn.
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Antwort#6
Was ich mir vorstellen könnte, ist, den Schalldruck am Ort des Mikros gezielt zu erhöhen. Soweit ich weiss, wird dabei eine spezielle Test-CD eingelegt und die Mikropostion ist bekannt. Ein hoher Schallanteil kommt im Fahrzeug z.B. von den Scheiben, die hohe Frequenzen betonen, was man beim Singen merkt. Der Inneraum ist nun so auszugestalten, daß sich die Wellenberge der stehenden Wellen am Ort des Mikros überlagern. Da die Scheibenabstände fest sind, bleibt da erstmal der Sitz. Ich würde mal den Fahrersitz so neien, daß er etwa parallel zur Scheibe ist und das Mikro exakt zwischen den Reflexionsflächen ist. Den Sitz könnte man als Hartschalenkonstruktion ausführen. Um aber echte Ansätze zur Verbesserung zu erhalten, bräuchte man ein gemessenes Signal am Ort des Mikros, nach Frequenzen aufgeteilt.
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Antwort#7
Die Frage ist erstmal ob die Musik vorgeschrieben ist?
Oder kann jedes Signal genommen werden?
Oder wird die Musik vorgegeben?
dB-Messung A-bewertet oder nicht.
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Antwort#8
Wenn ich mich recht entsinne, macht ihr da Schalldruckrennen mit 50 Hz Tönen im Fahrzeug.
Wenn dem so ist, sollte im Auto das Druckkammermodell gelten. Du brauchst dir um Reflektion kaum Sorgen zu machen, da sie auf jeden Fall stattfindet. Sie erhöht sogar den Schalldruck. Das Auto ist Quasi das Boxengehäuse selbst. Damit dadrin höchste Schalldrücke zum tragen kommen, solltet ihr als nächstes versuchen, das Auto möglichst "steif" zu machen (Bleche und Türen, die mitflattern, verringern den Schalldruck innen: Versteifungen anbraten (kleben kann auch reichen). Was macht ihr mit den Fenstern? Ansonsten gilt in der Druckkammer: Große Fläche=viel Lärm. Optimal sind also große Membranen und davon einfach viele: Der Ansatz muss sein, die Luft im Fahrzeug selbst zu komprimieren, dann nutzt ihr den Druckkammereffekt optimal. Wann und wo im Auto Reflexionen auftreten, ist eigentlich egal, hauptsache, der Bass "weht" nicht raus. Die Karosse soll möglichst dicht und starr sein.
Es bleibt die Frage, ob das Meßmikrofon reine Druckschwankungen aufzunehmen vermag. Wenn das Messergebnis stark vom Ort des Meßmikrofones abhängt, spielt das Druckkammermodell nicht die erste Geige für die Messung. Dann ist all das oben gesagte nicht so wesentlich und ihr müsst klassisch weiterxperimentieren.
Gruß Opa
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Antwort#9
;-)
hab grad "die nachtwächter" durch - damit müßte ich grad mal wieder alle gelesen haben, aber der gute schreibt ja wie ein wilder ;-)
Gruß Noelch aka Gaspode *g*
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Antwort#10
"ist 194 dB-SPL und das sind 100237 Pascal."
Bei noch höheren Schalldrücken muß der statische Luftdruck erhöht werden, sonst gibt es "negative Vakua"...
Allerdings kommen wir dann in den Bereich der nichtlinearen Akustik, bei der auch die Schallgeschwindigkeit größer wird als 340 m/s.

MfG
Rainer
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Antwort#11
Hallo Walter,
wenn ich alles richtig verstanden habe, wird zwischen 20Hz und 80Hz der Maximalschalldruck gemessen. Dauer der Messung 30 s, der Spitzenwert (welche Integrationszeit) wird als Wertungswert genommen.
1. Messung wird mit einem Druckempfänger ohne Bewertungsfilter vorgenommen.
2. Im Fahrzeug gilt Druckkammereffekt, d. h. Refexionen spielen keine Rolle.
3. Die gesamte Kammer sollte absolut luftdicht sein!!
4. Die Druckkammmer sollte tendenziell klein gehalten werden.
5. Alle Türdichtungen und Fensterdichtungen sollten nicht zu weich sein, das bedeutet sonst den Effekt von mechanischen Reibungsverlusten.
6. Die gesamte Innenkonstruktion sollte möglichst steif sein. Bleche sollten versteift werden. Es sollte geprüft werden, ob z. B. Wabenkerne mittels Epoxy oder Methacrylatkleber auf die Blechunterkonstruktion aufgebracht werden können. Auf die Waben muß dann noch eine Deckschicht aus z. B. Kohle-, Aramid-, oder Glasfaser aufgebracht werden. Die Sandwichkonstruktion ist extrem leicht und äußerst stabil. Wabenmaterial gibt es z. B. bei der Fa. "Schütze" in Deutschland.
7. Die Scheiben sollten ebenfalls möglich steif sein, zusätzlich sollten die Scheiben sich nicht in den Scheibendichtungen bewegen können, was ebenfalls weniger Reibungsverluste ergibt.
8. Das Luftverschiebevolumen der Tieftöner sollte maximal sein. Die Tieftongehäuse sollten ebenso möglichst biegesteif aufgebaut werden. Auch hier sind Sandwichplatten zu empfehlen, z. B. von "Alusiusse Kapa (Deutschland)" oder "Eurocomposites (Belgien)".
Viel Spaß beim Schrauben.
P. S.: Die oftmals verwendeten GFK-Laminate halte ich nicht für ausreichend biegesteif, es sollte nach Möglichkeit immer ein Sandwichaufbau bevorzugt werden, der bei gleichem Gewicht deutliche Vorteile bringt.
M. Hein
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Antwort#12
Kannte ich noch gar nicht.
Mist, hättest du mir das vor Weihnachten gesagt, hätte ich es noch als Geschenk
für meine Freundin deklarieren können...
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