Gehörbildung an Musikhochschulen

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich hab vor Tonmeister entweder an der UdK in Berlin oder am ETI in Detmold zu studieren, habe mich aber aufgrund von Erfahrungsberichten von studierten Tonmeistern und an der Aufnahmeprüfung Gescheiterten dazu entschieden zuerst ein paar Semester Musik zu studieren, sozusagen als Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung. Da mir dabei ein sehr guter Professor für klass. Gitarre wichtig ist hab ich meine Auswahl bisher so ungefähr auf die Musikhochschulen Weimar, Freiburg, Stuttgart oder Köln eingegrenzt.
Natürlich ist neben dem Hauptinstrument vor allem Gehörbildung(wenn nicht sogar noch mehr) und Musiktheorie wichtig.
Jetzt die Frage: Ist wer von euch ähnlich wie ich es plane vorgegegangen und kann mir von den o.g. Musikhochschulen eine besonders im Bezug auf Gehörbildung/Musiktheorie empfehlen oder davon abraten? Gibts sonst noch wen von euch, der mir irgendwelche Erfahrungen zum Gehörbildungsunterricht an deutschen Musikhochschulen etwas raten kann?
Merci for eure Hilfe,
Hannes Plattmeier
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Antwort#2
Das ist jetzt keine direkte Antwort auf Deine Frage, allerdings ist es mir ein generelles Anliegen:
Für eine derartige "Einführung" in die Musikgeschichte, Notationskunde, Tonsatz, Musikethnologie, System. Musikwissenschaft, ... wird wohl jedes Institut genug kompetente Professoren haben.
Dieser Wahn, dass irgendein Institut nicht "gut genug" für einen sei, ist meiner Ansicht nach vollkommener Schwachsinn.
Um "gute" Professoren zu haben, ist der persönliche Ehrgeiz das einzige Mittel, dies zu erreichen.
Und für den Tonmeister sind "nur" (ich weiß, auch das ist viel) die Grundlagen sowie Stücke mittlerer Schwierigkeit vorzutragen.
Da gibt's ja auch noch die Bereiche Mathematik und Physik, allg. Kunstverständnis (Literatur usw.).
Zumindest ist die Lage so in ÖSterreich. Falls das in Deutschland anders ist, bitte ich mein "Luftlassen" zu entschuldigen.
Liebe Grüße und viel Erfolg,
Hermann
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Antwort#3
Ich kann dem so zustimmen: Persönliche Verträglichkeit mit dem Prof ist allemal entscheidender, als der generelle Ruf - zumindest was den persönlichen Erfolg angeht. Wenn Du Dich allerdings auf spezielle Instumente verlegen willst, gibt es schon Spezialisten- das bringts es aber nur, wenn Du auf eine gute Grundausbildung noch die letzte Perfektion draufsetzen willst. In Deinem Falle sollte es aber wenig aus machen, Wo Du studierst- die Entscheidung als slche, ein paar Semester Musik vorzuschalten, scheint mir aber sehr glücklich gewählt.
Womit ich ein Problem habe, ist die Fragestellung: "Gehörbildung an Musikhochschulen", denn die Musikschule setze diesbezüglich MINDESTENS das Talent vorraus, was in der Tonmeisteraufnahmeprüfung verlangt wird. Deine Musikalität sollte also so oder so bereits vorhanden sein. Sowas wird meistens in der fühesten Jugend gelegt- bei entsprechendem Talent versteht sich.
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Antwort#4
Also ich habe mir jetzt schon die exemplarische Aufnahmeprüfung von Detmold (auf der Homepage zu bekommen) angesehen und ich muss sagen, was dort gefordert wird, im Bezug auf Gehörbildung, bei der Aufnahmeprüfung, ist vom Niveau her um einiges höher als bei allen Aufnahmeprüfungen, die ich bisher gesehen habe, von Musikhochschulen in Deutschland, bei denen ich teilweise jetzt schon, wenn auch mit Ach und Krach und etwas Glück (hab noch eineinhalb Jahre hin), bei Gehörbildung durchkommen würde.
Das wurde mir auch bspw. von einem Studenten an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg bestätigt, der das Aufnahmeprüfungsniveau bezüglich Gehörbildung für die ETI Detmold mindestens so hoch wie das Abschlussniveau bezüglich Gehörbildung in Nürnberg einstufte. Deswegen habe ich mir eben gedacht, dass es da vielleicht bestimmte Empfehlungen geben würde.
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Antwort#6
Hallo,
zur Sicherheit: Man muss in Detmold unterscheiden zwischen der normalen Gehörbildungs-Aufnahmeprüfung für alle Studiengänge (instrumentale zum Beispiel) und der sog. erweiterten Aufnahmeprüfung für die Studiengänge Dirigieren, Kirchenmusik, Komposition und Tonmeister, wo das Niveau höher liegt.
Ich studiere selbst Tonmeisterei am ETI in Detmold und würde dir auf jeden Fall empfehlen (wie es auch schon auf unseren Internetseiten zu lesen ist), den Gehörbildungs- und Musiktheorie-Vorbereitungskurs des DTKV zu besuchen. Wenn man das Niveau kennt, das dort vorgestellt wird, sollte es auch bei der Tonmeister-Aufnahmeprüfung keine bösen Überraschungen geben. Allerdings sollte man auch nicht vor lauter Gehörbildung die anderen Hauptfächer unterschätzen, also instrumentales Hauptfach und Musikliteraturkenntnis - auch da waren bei den gerade gelaufenen Aufnahmeprüfungen einige offenbar überhaupt nicht vorbereitet.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden, Kontaktpersonen siehe ETI-Homepage.
Viele Grüße
Daniel
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