Hallo zusammen, ich interessiere mich wirklich sehr für den Beruf des Tontechnikers! Ich würde ganz gerne wissen, ob es im Bereich Audio irgendwelche Ausbildungsberufe außer Mediengestalter für Bild und Ton gibt!? Kann mir da jemand weiterhelfen? MfG Daniel
Ernsthaft: überdenke deinen Berufswusch. Du willst in eine Brache hinein in der nur sehr wenige Hauptberuflich mit Ton zu tun haben. Die meisten machen was anderes und wenn es das Auf- und Aubbauen von PAs ist. Zum Rest suche bitte im Forum nach diversen Erklärungen warum ein Elektrotechnikstudium das sinnvollste ist, weil du die Aufnahmeprüfungen der Tonmeisterstudiengänge nicht bestehen wirst...
Hallo Daniel, es gibt noch die "Fachkraft für Veranstaltungstechnik", das ist dann eher der Bereich Beschallung und da gehört dann auch Licht, Video, Bühnen etc. dazu. Gruß Christian
Dein Rat klingt so, als ob man sich das so einfach aussuchen könnte. "PA-Boxen schlepppen ist mir zu langweilig, Ausbildung zum TT nicht so rosig, also studieren wir kurzerhand Elektronik". Mein Bekannter hat Elektrotechnik studiert, brauchte dazu aber ein Abi und stöhnte öfters mal, dass er sich das einfach vorgestellt hat. (Klausuren und so).
Nagut. Abi braucht man. Man kann aber a) auf einem Kolleg das Abi nachmachen oder b) ein "Notabi" fpr technische Fächer machen. Das es vorallem mathematisch anspruchsvoll wird, nun gut, dass liegt in der Natur der Sache.
Also, was meint ihr? Ich möchte schon langsam mal Geld verdienen, weil ich mir im Gegensatz zu meinem Bruder, mein Auto selber finanzieren will. Meine Interessen: Audio/Video/Medien/Grafik Nur leider gibts in den Bereichen so gut wie nix mit Zukunft oder? (Mediengestalter will hier jeder machen und daher isses sehr schwer an ne Lehrstelle zu kommen) MfG Daniel
"Audio/Video/Medien/Grafik" Wie gesagt, das will jeder machen. Was hast Du denn so für Talente und Erfahrungen, die Dich deutlich über den Durchschnitt erheben? (Bitte nix von Cubase, Photoshop, oder Macromedia Flash erzählen, denn das haben die 10-15jährigen alle auf ihrem Rechner und dank schulfreier Zeit am Nachmittag sind die alle super gut eingearbeitet)
Das ist mittlerweise genauso wie bei Bands. Manche schaffen es, andere nicht. Die Mechanismen sind die sogar sie selben. Lediglich die Konkurrenz ist etwas kleiner.
nun, da hier so kräftig vom studium "elektrotechnik" gesprochen wird... einmal ein paar worte von jemandem, der genau das zur zeit studiert. de facto macht es imho keinen sinn, ein solches studium ohne eine gewisse "begabung" im naturwissenschaftlichen bereich zu beginnen. so, wie ich es von mitstudenten erzählt bekomme, hat man es ohne die belegung von mathematik/physik als leistungskurs in der schule nicht wirklich einfach. es fehlen zu viele grundlagen. ich selbst kann hierzu leider gar keine erfahrungswerte abgeben, da ich eben diese kombination in der oberstufe belegt hatte. interessant war es in der anfangszeit auch zu beobachten, inwiefern bzw. wie sehr sich die rahmenrichtlinien für oberstufenunterricht von bundesland zu bundesland doch zu unterscheiden scheinen... z.b. waren "komplexe zahlen" für mich bis zum studienbeginn ein fremdwort (komme aus sachsen-anhalt). imho ein bildungspolitisches desaster, aber das gehört nun nicht hierher... im allgemeinen gestaltet sich der einstieg als recht angenehm. in nahezu allen fächern wird praktisch bei null begonnen, jedoch wendet sich das blatt sehr schnell. die fülle an informationen ist recht groß und auch breitgefächert. so hättest du z.b. das vergnügen, lehrveranstaltungen der technischen mechanik oder der konstruktionslehre zu besuchen. vom arbeitsaufkommen her ist die elektrotechnik wohl einer der aufwändigsten studiengänge und die "natürliche auslese" liegt streckenweise bei bis zu 70% nach dem zweiten semester und früher. ich bin halt noch reiflicher überlegung und intensiven gesprächen mit einigen "großen" aus der szene zu diesem studium gelangt mit der hoffnung, meinen traum - der sich irgendwo zwischen karriere, der "liebe" zur musik und meiner begeisterungsfähigkeit für medien und technik (und diesem gewissen etwas, das den ganzen reiz daran ausmacht ;) ) bewegt - durch ein festes fundament bzw. ausgangsbasis untermauern zu können, um später möglichst erfolgreich daran (vielleicht auch ein ganzes stück weiter) anknüpfen zu können, wo ich jetzt aufgrund des studiums leider zum stillstand gekommen bin. du musst einfach jede menge engagement und ehrgeiz an den tag legen. spass kann das studium auf jeden fall machen... was mich betrifft, so habe ich das erste semester seit heute hinter mir (ich studiere momentan in magdeburg an der uni). die klausuren sind geschafft, einige erfreulich gute ergebnisse sind mir bereits bekannt ;) die zielstellung ist nun ganz klar das vordiplom, aber das ist noch ein ziemlich langer weg... viele grüße, christian
Es macht nicht nur wenig Sinn, ohne Veranlagung ein E-Technik Studium zu beginnen; es fördert auch die Lesbarkeit nicht gerade, endlose Texte ohne die übliche Groß- und Kleinschreibung abzulassen. MfG DB
gut, wenn es nichts anderes gibt, als über meine art und weise, wie ich hier einen beitrag verfasse zu diskuttieren... ich hatte bisher jedenfalls keine probleme mit derlei texten. nebenher würde ich diese paar zeilen wohl kaum als "endlos" bezeichnen wollen. schade, die lesbarkeit englischer texte dürfte demnach wohl ein ziemliches problem sein, oder? nichts für ungut... wenn ich dann mal mehr zeit habe, schreibe ich für dich auch in der üblichen groß- und kleinschreibung, okay? grüße, christian
Ich hatte im Abi auch nie etwa mit komplexen Zahlen zu tun. Nur in Mathe 13 haben wir das mal kurz angesprochen. Diejenigen, die von der Fachoberschule kamen hatten das alle schon und waren fit, schreiben aber am Ende auch keine besseren Noten. Man konnte das bie uns gut verfolgen, da in Siegen das Grundstudium für FH- und Uni-Zweig zu 80% identisch ist. Seien wir aber mal ehrlich: Die Rechung mit komplexen Zahlen ist nicht wirklich anspruchsvoll, mehr als "+" und "*" brauchst Du nicht. Daher bringt das Wissen aus dem Abi fürs Grundstudieum keinen Vorteil- eher im Gegenteil. Warte aber mal ab, bis Du zum Hertzschen Vektorpotential, Potentialrandwertaufgaben und der Berechung konjugiert komplexer Feldstärken kommst. Das machen die FHler nämliche nicht mehr. :-) Abiwissen bringt zwar auch nicht nichts, aber Du brauchst hier ein ziemliches Mass an Abstraktionsvermögen und daher ist es im Abi auch wichtiger, den Schülern DAS beizubringen oder meinetwegen auch, es abzuprüfen. Wir hatten im Abi z.B. Relativitätstheorie und das Rechnen mit Minkowskidiagrammen in mehreren abstrakten Zeitebenen. In Mathe klingen mir heute noch die Abel'sche Gruppen und Vektorraumaxionme in den Ohren. Wenn Du damit klar kommst, packst Du auch ein E-Technikstudium. Trotzdem hast Du mit Deiner Aussage hinsichtlich der 70% Ausfallquote recht: Gerade im Grundstudium wird hemmungslos rausgeprüft. Das ist teilweise richtig hart. Ich selber hatte in den E-Technik Grundlagen nur eine 3, weil ich zwar fast alles richtig hatte, aber nur 70% der Aufgaben bewältigen konnte, in der kurzen Zeit von nur 4 Stunden :-)) Das war schon Oberstress und ist nach meinem Empfinden oft etwas arg extrem. Manche Profs rühmen sich grade, besonders viele rauszuprüfen und die Treppe im anspruch von Abi zur Uni ist manchmal schon riesig! Später schreiben viele oft bessere Noten, weil die Klausuren mehr Anspruch entwicklen und sich von Tempoarbeit hin zu abstrahierendem Denken entwicklen. (Manche jedenfalls) Mathe konnte ich immer schon am liebsten Leiden: Es geht nichts über eine kleine Möbiustransformation vor dem Schlafengehen. Die praktische Begabung und ein interesse in Sachen Elektronik ist wieder eine andere Sache. Wenn man etwas mit Audio machen will, sollte da schon einiges da sein und nebenher betreiben werden, denn soooo arg viel Elektronik lernt man im Studium nämlich auch wieder nicht- so seltsam das auch klingt.
nun, da hier so kräftig vom studium "elektrotechnik" gesprochen wird... einmal ein paar worte von jemandem, der genau das zur zeit studiert.
de facto macht es imho keinen sinn, ein solches studium ohne eine gewisse "begabung" im naturwissenschaftlichen bereich zu beginnen. Ohne besagte Begabung sollte man auch einen weiten Bogen um Ton_technik_ machen!
hi, mal ehrlich, die antworten die du hier von diesen freizeittonis und hobbylegastenikern bekommst bringen dich nun wirklich nicht weiter. das scheint ja eine echte hürde zu sein, quasi unbezwingbar. geh mal auf den link den ich dir kopiert habe, die haben zwar auch keine stellen, jedoch bekommst du hier wenigstens deine informationen. viel spass und lass dich nicht runterziehen !!!!
Tolle Information! Aus welcher Zeit stammen denn die Bilder, daß man noch mit Schere und Klebeband Tonbänder nachbearbeitet? Wenn schon Infos, dann bitte solche die den aktuellen Stand der Technik wiederspiegeln und nicht solche die aus einer Zeit von vor 20 Jahren stammen, das nutzt nämlich dem Fragenden recht wenig.
Hallo Daniel, Erkundige Dich doch mal bei unserem Berufsverband ("Verband Deutscher Tonmeister"). Die Kollegen können Dir sicher noch einiges mehr sagen. MfG Rainer Gutberlet, VDT