Hallo zusammen, um den Thread von Thomas T nochmal aufzugreifen (er wünschte sich einen "patschigen" Bassdrumsound) - kann man mit den empfohlenen Mikros Shure Beta 91, Audix D4/D6 und dem 2500 von AT diese typischen Triggersounds wie im Death Metal etc. realisieren, oder gehen die Teile klanglich doch in eine andere Richtung? Entsprechende Felle und Stimmung setze ich einmal voraus. Ich meine nur von der Grundcharakteristik her diesen Klicksound, der selbst bei fetten Gitarrenwänden stets hörbar bleibt. Hatte mal das e602 von Sennheiser zum Testen, dessen Frequenzgang ähnlich dem D6 ist. Es fehlte durch die starke Mittenabsenkung irgendwie etwas am Klick, obwohl die Höhen -wie sonst bei anderen BD-Mikrofonen üblich- kaum beschnitten sind. Wäre die Verwendung eines SM57 als zweites Mic zur Betonung des Klicks für die angesprochenen Sounds empfehlenswert? MFG Andy
Also ich muss sagen, dass ich mit dem Klick noch nie Probleme hatte. Teilweise sogar zuviel. Das Problem ist und war der _Sound_ des Klicks. Also ob "klick" oder halt "platsch". Bei schnellen 16tel ist es auch noch eine andere Sache also das was ich wollte. Eher so eine Bassdrum wie Metallica auf dem dem Schwarzen bzw. Load. Also noch mit viel (Bass-)Wumms, was ja bei Geknüppel meist nicht mehr ist.
Also...Ich mache sehr viele Metal-Produktionen in meinem Studio und habe schon so ziemlich alles ausprobiert. Mein BD-Sound klingt nun wie ein "getriggerter" wenn es sein muss. Mein Setup: Schlagfell sehr weich spannen (ohne das Seitenfalten am Fell entstehen!!!) Frontfell abmontieren und eine ca. 3-4 qm grosse Kinderdecke (am besten eine mit leichter Viskosefüllung, nicht zu dick) 2mal gefaltet in den Kessel legen; die Decke sollte Front- und Schlagfell berühren. Frontfell wieder montieren und ziemlich hart spannen (damit es nicht mit in den Sound eingeht). Damit wummert die BD nicht so extrem nach, was sich bei einem sauberen Gating später schlecht auswirken kann. Dazu später. Nun durch das hoffentlich vorhandene Frontloch ein D112 (das "Ei") ca. 2 cm vor dem Schlagfell in der Mitte des Schlegels, oder bei einer Doppelfussmaschine zwischen den Schlegeln positionieren. Überprüfe ob der Schlagzeuger ds Fell nicht so hart tritt das das Mic getroffen wird. In dem Fall das Mic etwas zurück ziehen. Falls der Schlagzeuger Filzschlegel benutzt überzeuge ihn, das man damit sicher keinen Kicksound erzeugen kann der sich wie eine getriggerte anhört. Holz- oder Kunststoffschlegel bringen da beste Ergebnisse. Für ganz harte Fälle gibt es im Musikfachhandel auch sogenannte "Kickverstärker". Das sind selbstklebende runde oder Rechteckige Hartplastikpads die genau für den klickigen BD-Sound entwickelt wurden. So..so viel zum Grundsetup. Nun zum Aufnehmen: Den Grundsound sollte gut vor-equalisiert werden (Jaaaaa...ich weiss, einige die das jetzt lesen schlagen gerade die Hände über dem Kopf zusammen, nach dem Motto "...wie kann man nur vor der Aufnahme schon am Sound rummurxen..")Jenen sei gesagt...MAN KANN!!! Ich sagte ja GUT voreinstellen, damit meinte ich, Klanganteile die meines Erachtens im DB-Klangbild etwas fehlen drehe ich jetzt vorsichtig dazu!! So...nun ab damit auf's Tape oder was immer als Speichermedium benutzt wird. In der Wiedergabephase nun zuerst einmal ein sehr gutes frequenzselektives Gate. Danach eine gute Kompressorstufe (wer's ganz besonders haben will setzt auch einen Mehrbandkompressor ein um die einzelnen Frequenzanteile besser ausregeln zu können) Da ein Gate und der Komp meistens in den Insert eines Kanals eingeschleift werden und Jener sich wiederum meistens VOR dem Kanal-EQ befindet kopple ich aus dem Direkt-Ausgang des BD-Kanals nochmals auf einen 2. Kanalzug und setze dort nochmals einen Komressor um auch eine Kompression nach dem EQ zu erzeugen. Schlussendlich hat man 2 Kanäle mit einem BD-Signal die in der entsprechenden Mischung die Möglichkeit einer sehr guten Signalformung zulässt. Von Wummersound bis klallharter Trigger-BD ist die ganze Variationsbreite möglich. Kleiner Tip: im Downmix das gleiche mal mit der Snare (top und bottom) und den Toms realisieren. Du wirst dich wundern wie druckvoll ein Drumset auf einmal klingen kann auch OHNE PRO "FOOLS"!!!!! Viel Spass beim ausprobieren, Franky
Hallo Franky, das ist über weite Strecken genau das, was ich einen Thread vorher schon mal zum Besten gegeben habe. Ich schreibe das, weil es ein gutes Gefühl ist, sich / seine Arbeitsweise mal bestätigt zu sehen. Bei der Gelegenheit noch ein paar Fragen: Was für Kompressoren benutzt Du (Kick/Sn)? Und vielleicht noch: Welches Pult? Welche Snare Mikros? Welche OH Konfiguration? Grüße, Christopher
mein tipp, wenns wirklich um knallharte kicks geht, nimm ein altes pinstripe und kleb auf die anschlagstellen der schlegel (holz oder plastik) münzen aufkleben. das kickt dann höllisch, man muss nur aufpassen dass man das gaffer oder was auch immer öfter tauscht, sonst schlägt es sich durch. gut funktionierts wenn mans mit einem remo falam slam anklebt, die halten einiges aus.
Vorsicht mit Metallmünzen. Bei manchem Drumer der keine gute Fusskontrolle hat entstehen beim Anschlagen dann Doppelimpulse und das hört sich dann gar nicht gut an!!