O-Ton

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich mal wieder mit einer - diesmal wirklich dummen - O-Ton-Frage. (also schlagt mich nicht.
Ich hatte heute eine Diskussion über das Thema, deshalb hätte ich gerne noch andere Meinungen gehört.
So.
Ich nehme Bild auf DV und Ton auf DAT auf. Unsynchronisiert, bis auf Klappe.
Kann hierbei Bild und Ton auseinanderlaufen? Dass das ohne gemeinsame Wordclock nicht samplegenau läuft ist klar, braucht man auch nicht. Es geht nicht um ein 3h-Konzert, sondern kleine reportage-ähnliche Beiträge mit max. 5 min.
Ach ja: mein Standpunkt war, dass man das getrost mit DAT wie oben beschrieben aufnehmen kann ;-)
Grüsse Tommy
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Antwort#2
Beides läuft auseinander.
Wie stark musst du ausprobieren. Vielleicht geht es sogar.
Aber immer allgemeinen läuft es ausseinander.
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Antwort#3
Hallo Thomas!
Hmm.. glaubte ich dann auch, dass es auseinanderläuft, aber ich denke für Fetzen mit einigen Minuten hätte das schon geklappt. Angelegt werden muss es sowieso.
Ausprobieren ist leider zu teuer ;-)
Tommy
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Antwort#4
Das habe ich schon mal genauso gemacht (Video auf MiniDV, Audiomitschnitt auf CD-R). Wenn man den Anfang genau anlegt, läuft der Spass nach weniger als 5 Minuten auseinander, kommt halt drauf an, wie sehr es auffällt, aber nach 5 min. bist du definitiv weit auseinander. Wenns nicht grade Musik ist, kannst du ja nach einer Minute oder so nochmal den Ton schneiden, hinrutschen und crossfaden. Sollte (ausser der Arbeit) kein Problem sein.
Janko
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Antwort#5
Vielen DAnk, hätte ich nicht gedacht. Ich fürchte, wir werden auf DV den Ton mit aufzeichnen, denn alles andere kann ich der armen Cutterin nicht anntun ;-)
Gruss
Tommy
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Antwort#6
Wenn du eine Möglichkeit hast, den Ton sauber in die Kamera zu kriegen, ist das auch die allerbeste Möglichkeit, weil - leicht einzusehen - keinerlei Synchronisationsprobleme auftreten können. Und von der Qualität ist das auch völlig Rille, wenn du mit nem sauberen Linepegel reinkannst, da wirds bei der Aufzeichnung auf DAT auch nicht besser (24/96 Klassikaufzeichnung ausgenommen, bevor wieder einer meckert ;-) ).
Janko
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Antwort#7
Daß man nach Klappe ohne TC nicht wirklich framegenau anlegen kann sehe ich ein (obwohl es mir immer noch nicht in den Kopf will, wie bei komplett digitaler Aufzeichnung und Weiterbearbeitung von Ton und Bild ein Geschwindigkeitsunterschied entstehen kann - beides hat doch in der Regel quarzgenau generierte, feste Samplingraten).
Was ich definitiv für Unsinn halte ist, daß es keinen Qualitätsunterschied zwischen DAT und der Tonspur von DV geben soll. Mir ist noch kein DV-Camcorder untergekommen, der linear 44.1 kHz 16 Bit in Stereo aufzeichnen kann, die führen alle eine verlustbehaftete Datenreduktion (MPEG Audio) durch. Für Sprache (O-Ton in Film und ENG) mag das je nach Gerät und Anspruch durchaus unhörbar bleiben (wer hört schon den Unterschied zwischen MPEG und linear auf nem Fernseher), bei Musik merkt das jeder, der etwas genauer hin hört.
Stefan
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Antwort#8
Hallo Stefan,
ich habe grade nochmal kurz recherchiert, konnte aber keinerlei Anhaltspunkte dazu finden, daß DV Camcorder nicht Linear-PCM aufzeichnen - obwohl zugegebenermaßen nur sehr spärliche Informationen über den Audioteil einer Kamera verfügbar sind (aus den technischen Daten der XL-1S: "PCM digital sound"). Sollte es tatsächlich so sein, nehme ich alles zurück und du hast recht - als Tonschaffende stehen wird da moralisch eh auf der selben Seite. ;-)
Wobei ich zu bedenken gebe: Wenn es sich nur um eine Reportage handelt und die Kamera vernünftig ausgesteuert wird, dann wird das Ergebnis auch mit MPEG-Audio technisch sendefähig ausfallen ("endgültig sendefähig" oder nicht, entscheidet ja eh die Redaktion, siehe tägliches Fernsehprogramm ;-) ).
Zieht man ausserdem die Tatsache in Betracht, daß Videomaterial solcher Art meist über Fernseher mit eher minderwertigen Audiomöglichkeiten wiedergegeben werden UND heutzutage MP3s miesester Qualität erschreckend oft verwendet und als ausreichend empfunden wird ("Wieso, was willst du denn, klingt doch prima!"), kann man für den angesprochenen Zweck durchaus den (sauber aufgenommenen!) Kameraton verwenden. Nicht zuletzt deshalb, weil es im angesprochenen Umfeld den Schnitt deutlich erleichtert.
Janko
P.S.: Natürlich ist die Kamera kein S/N oder THD-"Wunder", aber man muß es wohl im Zusammenhang sehen.
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Antwort#9
hi,
sorry, aber ein DAT recorder zeichnet sich durch 48 kHz samplefrequenz aus.
es gibt sogar ein 24 bit model.
gruß
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Antwort#10
Es gibt auch welche die 44.1kHz und 32kHz können.
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Antwort#11
Wer für eine CD-Produktion aufnimmt, der sollte bei einem DAT-Recorder unbedingt die Abtastfrequenzen fs = 32 kHz und fs = 48 kHz meiden und immer bei 44,1 kHz bleiben! Ein DAT-Recorder kann immer 44,1 kHz!
Da gibt es machmal haarsträubende Hin- und Herwandlungen der Samplingfrequenzen, die zu vermeiden sind, weil es hörbare Artefakte gibt.
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Antwort#12
uups, stimmt, wieder nicht dran gedacht... macht in diesem Zusammenhang allerdings keinen Unterschied. ;-)
Stefan
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Antwort#13
manche consumer-DAT Recorder können in der Tat nur 48k (weiss der Geier warum:-)
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Antwort#14
Nur auf Verdacht, dass du es wirklich nicht weisst:
DAT war ursprünglich dazu gedacht die Kassette abzulösen.
Also DAT ist eigl. ein Consumerformat!
Und so eine 0815-Consumer sollte doch keine digitale Kopie seiner CDs anfertigen dürfen...(so naiv war man damals)
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Antwort#15
schon klar. Mit "Consumer" meine ich die DAT-Recorder bei Saturn etc... andere lassen sich ja für gewöhnlich umschalten..
gruss
tommy
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Antwort#16
Mit Comsumer meinte _ich_, dass das DAT-Format als solches ein Consumerformat.
Und "ich nehm nur professionell mit DAT auf" genauso klingt als "ich filme professionell mit VHS".
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Antwort#17
Ich glaube, Du hast mich schon verstanden und wir brauchen hier keine Erbsen zu zählen ;-)
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Antwort#18
Hallo,
man konnte mit allen DAT Recordern 1:1 Kopien von CDs machen, bei 44.1 kHz Samplerate. Nur sollte man die Kopien nicht digital weiter kopieren können... Das System nannte sich SCMS wie wir alle wissen, und ich bin zu der festen Überzeugung gelangt, daß es der Hauptgrund war, warum DAT als Consumerformat gefloppt ist. Es hat die Leute zu sehr verunsichert. Sie glaubten, man könne damit seine CDs nicht überspielen - ein Irrglaube dem die Industrie nicht wirklich entgegengewirkt hat... Und warum sollte man sich dann so einen Recorder kaufen? Man war schließlich gewohnt, Schallplatten auf Music-Cassette aufzunehmen.
Und so haben die Rechteverwerter, die den Hardwareherstellern das System aufgedrückt haben, das Format gekillt.
Lediglich analoge Aufnahmen mit 44,1 kHz gingen bei den meisten Consumer DAT Recordern nicht, warum auch, 48 kHz ist eh besser, und die Möglichkeit auf Audio-CD zu überspielen war ja noch nicht in Sicht.

http://www.heise.de/tp/deutsch/special/copy/16913/1.html
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