suche mikrofon für sprachaufnahmen Teil 2

Erstellt 24 Antworten25 Beiträge
Startbeitrag#1
herzlichen dank für die bisherigen antworten. sorry, ich bin technisch gesehen laie und wusste daher nicht, dass es auch vom aufnahmegerät wohl abhängig ist. also: ich habe einen md-recorder (sharp im-dr420h). die aufnahmen sind für reportagen und wortbeiträge fürs radio gedacht, müssen also sendefähig sein. die aufnahmen sind innen und aussen. könnt ihr mich weiter beraten? herzliche grüsse
Lina-Mia
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Antwort#2
Hallo Lina-Mia:
hier ist also endlich die fehlende Aussage: "Ich habe einen MiniDisk-Recorder (Sharp im-dr420h). Die Aufnahmen sind für Reportagen und Wortbeiträge fürs Radio gedacht, müssen also sendefähig sein."
Naja, MinDisk ist in der Tonaufnahmetechnik qualitätsmäßig weniger angesagt.
Das erste Problem ist schon, dass die uns bekannten Studiomikrofone in diesen popligen 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse-Eingang eben nicht reingehen. Wir mögen lieber die üblichen XLR-Stecker und Kondensatormikrofone brauchen üblicherweise auch noch extra Phantomspeisung. Dieses alles geht so in der MD-Technik mehr schlecht als recht.
Dann muss man eben so heimmäßig weiterbasteln und wursteln am unteren Rande der professionellen Tonaufnahmetechnik.
Michi

PS: Gute Sprachaufnahmen sind nur mit besserer Technik durchzuführen.
Der Satz: "Es ist ja nur Sprache", führt immer zu diesen unbefriedigenden Lösungen.
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Antwort#3
Hallo Lina-Mia,
ich würde dir das AKG C 1000 mit Popschutz und entsprechendem Adapterkabel für deinen Sharp-Rekorder empfehlen.
Versuche bitte, deinen Sharp Roadtauglich zu machen. D. h. Einbau in z. B. eine stabile Ledertasche (kann man dann prima umhängen). Versuche dann gleich die Wackelanschlüsse auf ein kleines Stsckfeld zu führen, dann hast du erst einmal längere Zeit Ruhe. Mit etwas Erfahrung wird wahrscheinlich irgendwann das Profigerät von allein nötig werden.
Bis dahin, viel Freude "beim ersten Mal"!!
Gruß
M. Hein
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Antwort#4
danke für die info!! mit dem akg c1000 arbeite ich schon länger (bekomme ich vom sender gestellt) und bin eigentlich auch zufrieden. jetzt will ich mir eines kaufen - und hab festgestellt, dass es fast 200 euro kostet. das ist im moment ganz schön viel für mich. akg stellt ja auch andere noch her - zum teil auch viel billigere mikros. gehen die auch? und wenn ja - worauf muss ich achten aus eurer sicht?
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Antwort#5
Servus,
billiger _und_ besser als
akg c1000
worauf muss ich achten aus eurer sicht?
wirst Du kaum etwas bekommen.
Zuerst mal auf Groß- und Kleinschreibung und auf das "ß".
Beim Mikrofon:
Auf die Empfindlichkeit gegen Windgeräusche und Körperschall. Da wären grundsätzlich Kugelcharakteristiken besser als (Hyper-)Nieren. Leider nimmt ein Kugelmikro mehr Umgebungsschall auf als eine Niere.
Wenn es auch mal fallen kann, ohne gleich auszufallen, kann das auch nicht schaden.
Eine (zuschaltbare) Tiefensperre wäre auch nicht schlecht. Je nach Sprecher(-in) kann man schon ab 200 Hz absenken. Das schützt auch vor Störschall. Auch eine Höhensperre wäre nicht schlecht, denn auch damit kann man Störschall abhalten und für die reine Sprachverständlichkeit braucht man über 10 kHz wohl auch nix.
Sogesehen (-gehört) täte es auch ein billiges Mikro, leider wirst Du da ein relativ schwaches Signal in Deinem MD-Recorder verstärken müssen, und das wird deutlich als Rauschen zu hören sein.
An die Experten:
Es sprengt zwar den Preisrahmen, aber was ist denn mit dem RE20 von Electro-Voice?
redi
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Antwort#6
Es sprengt zwar den Preisrahmen, aber was ist denn mit dem RE20 von Electro-Voice?
gutes teil is aber n bischen groß oder?
was spricht (ausser das es ne kugel ist) gegen ein bei ebay für n fuffi geschossenes MD 21?
oder ein SM 57? (hat einen hohen wiederverkaufswert, klingt aber sehr "bushich")

da würde ich so bei low budget hintendieren.

grüße
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Antwort#7
Scheinbar muss in diesem Forum wirklich jedes Wort vor dem abschicken auf die Waagschale gelegt werden.
"muß" schreibt man seit der Rechtschreibreform nicht mehr mit "ß", sondern mit "ss", also "muss".
Außerdem (immer noch mit "ß") gibt es Tastaturen, die über eine solche Taste nicht verfügen, auch wenn das noch lange nicht die permanente Kleinschreibung entschuldigt. ;-)
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Antwort#8
Servus,
nur soviel, und bitte keine Diskussion über die sogenannte Reform:
Hier
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/27623.htm
schreibt die Journalistin
"ausser",
"grüsse".
Wenn sie Umlaute schreiben kann, wird es wohl auch ein "ß" geben, es sei denn, sie käme aus der Schweiz. Die haben das schon in den 60er Jahren abgeschafft.
Als Profi, und nur deshalb bin ich darauf eingegangen, könnte sie mit Ihrem Werkzeug schon ein bißchen sorgsamer umgehen. Wie sehr damit geschludert wird, kann man z.B. in unserer Lokalzeitung (Nordbayerischer Kurier) jeden Tag in (fast) jedem (längeren) Artikel lesen.
redi
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Antwort#9
Servus,
Jeff schrieb zum EV RE20
"gutes teil is aber n bischen groß oder?"
Mir ging's dabei um die Unempfindlichkeit gegenüber Windgeräuschen; und für den Preis eines Windkorbs (je nach Firma) bekomme ich ja auch schon (fast) ein RE20.
Zur Größe:
Wenn Reporter Mikrofone einsetzen, die etwas länger sind, können sie diese dem Interviewpartner gut vor den Mund halten, ohne ihm zu sehr auf die Pelle rücken zu müssen. In diesem Zusammenhang könnte man darüber nachdenken, eine Griffverlängerung zu basteln.
redi
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Antwort#10
Genau für Reportagezwecke den besonders langen Schaft hat has Beyerdynamic M58. Es ist eine Druckempfänger (Kugelcharakteristik), macht aber leider nur 1,3 mV/Pa an 200 Ohm. Für einen MD-Recorder "von der Stange" ist die Empfindlichkeit zu gering. Ich erinnere mich aber, dass mein kleiner MD, auch von Sharp, einen 10kOhm-Mikroeingang hat. Da wäre ein 1:5-Übertrager sinnvoll.
Vielleicht baut ein Tontechniker im Sender für Lina-Mia eine Anschlußbox mit so einem Übertrager?
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Antwort#11
Michi,
ich verstehe die vielen Vorbehalte, die es gegenüber datenreduzierten Verfahren wie MiniDisc gibt. Aber für Rundfunk-Reportagezwecke sind MD dennoch sehr gut geeignet - es gibt sogar fürs Radiostudio speziell entwickelte MD-Geräte (19", Faderstart, sonst fernbedienbar wie eine M15 usw. usw.)
Der Verlust bei _einer_ Generation MD und der vollformatigen Weiterbearbeitung hält sich schon in akzeptablen Grenzen.
Viele Grüße
Michael
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Antwort#12
Michael H,
gut dass du die Vorbehalte gegenüber datenreduzierten Verfahren, wie MiniDisc verstehst.
Für untergeordnete Zwecke ist da auch alles in Ordnung. Bei der "sendet sich weg"- oder "das versendet sich"-Mentalität ist das üblich. Schnelle "unwichtige" Reportage.
Anzuprangern ist die Tonaufnahme über MinidDisk und die Weiterverarbeitung mit Hall, EQ usw.
Mit Pokerface dann dazustehen, um festzustellen, ob es jemand merkt.
Das muss schiefgehen. Ich hoffe das ist klar.
Jeff
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Antwort#14
zu meiner permanenten kleinschreibung.......
ich hab ne staatlich anerkante rechtschreibschwäche.
und falsche groß/kleinschreibung ist verwirrender als keine groß/kleinschreibung.
somit das ist bei mir eine, auf unvermögen basierende, absicht.
ich hoffe das ist tollerierbar.

grüße
(von einem der sich gerade das "abnehmen" abgewöhnt)
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Antwort#15
Hallo Stonie,
dein Vorschlag wird nicht gehen: "wenns nicht viel kosten darf versuch es mal bei Musik Aldi Thomann. Da gibt es das the t.bone EM9600."
Der unsymmetrische Eingang des MD-Recorders mit der Schweine-Klinke (3.5 mm) kann niemals die für dieses Mikrofon notwendige 48 V Phantomspeisung übertragen, auch nicht mit Adapterkabel von XLR-Stecker auf Mini-Klinke.
Ich sag ja: keine saubere Lösung. Und überhaupt :-)
Mfg
Jedi
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Antwort#16
Anzuprangern ist die Tonaufnahme über MinidDisk und die Weiterverarbeitung mit
Hall, EQ usw.
Mit Pokerface dann dazustehen, um festzustellen, ob es jemand merkt.
Das muss schiefgehen. Ich hoffe das ist klar.
Hallo Jeff,
Das verstehe ich nicht.
Wenn eine Aufnahme, aus welchem Grund auch immer als MD vorliegt, setze ich natürlich die mir zur Verfügung stehenden Werkzeuge ein, um zu einem möglichst guten Endprodukt zu gelangen.
Gruß
Christian
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Antwort#17
Der unsymmetrische Eingang des MD-Recorders mit der Schweine-Klinke (3.5 mm kann niemals die für dieses Mikrofon notwendige 48 V Phantomspeisung übertragen,
Hallo,
Brauch er auch nicht, da eine Phantomspeisung per Batterie möglich ist.
Ich würde aber auch von diesem Mikro abraten, und das AKG C1000 empfehlem.
Von dem scheint es auch keine Billig-Kopien zu geben, oder?
Gruß
Christian
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Antwort#18
"Ich würde aber auch von diesem Mikro abraten, und das AKG C1000 empfehlem.
Von dem scheint es auch keine Billig-Kopien zu geben, oder?"
Doch: Das Rode NT3! Ist zwar nicht viel billiger, dafür aber auch nicht schlechter (sogar besser??), ich fands jedenfalls sehr überzeugend für den Preis...
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Antwort#19
"An die Experten:
Es sprengt zwar den Preisrahmen, aber was ist denn mit dem RE20 von Electro-Voice?"
Zu teuer, zu schwer, zu unempfindlich.
Eher schon (gebraucht) die EB-Klassiker MD 421/441 - aber auch nicht zwingend. Denkbar wäre auch ein Beyer 201.
Rauschen wirds auf jeden Fall mehr als bei einem C1000 o.ä.
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Antwort#20
Hallo Christian tonminister,
eine Weiterverarbeitung, wie das bei linearen Digitalaufnahmen üblich ist, war von den Erfindern der maximalen Datenreduction bei der MiniDisk niemals vorgesehen.
Solltest du das doch machen, dann ist das recht "unsauber".
Was mich am meisten ärgert ist, wenn man mir eine DAT-Kopie von einer MiniDisk-Aufnahme zu Bearbeitung gibt, also quasi "unterschiebt. Dann werde ich sauer. Ich lehne klangliche Bearbeitung von MiniDisk strikt ab. Wer das mal machen musste, wird mich verstehen.
Meinetwegen kannst du das machen. Ich kann's ja nicht verhindern. Du wirst aber damit nicht zu einem optimalen Ergebnis kommen.
Herr Minister, Lassen Sie besser die Finger davon.
Jedi
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