aus einer Auktion eines Dat recorders: " Profis wissen was sie an diesem DAT haben, nur um das Thema "digitale Bandsättigung" zu erwähnen was grundlegend bei Harddiscrecording gar nicht mehr existiert und dementsprechend schlecht klingt." Georg
Hey Tonzauberer, mache mal deinen "Homepage Relaunch 01/2004" fertig. Wir kommen sonst nicht zur Stilblüte über die "digitale Bandsättigung" beim DAT-Recorder. Manni
In diesem Satz sind nicht nur Artikulationsprobleme ohne Ende, sondern zudem noch ein falscher logischer Satzbezug, sodaß die Grundaussage "Bandsättigung = positiv" nicht korrekt formuliert ist und der Satzsinn somit in jedem Falle falsch wäre, auch WENN der Aspekt tontechnisch stimmte- was ja nicht der Fall ist. Es wird einfach immer schlimmer mit unserer Sprache, oder formulieren wir es korrekt: Mit denen die sich ihrer bedienen. Um dem Beitrag dennoch etwas Positives abzugewinnen stelle ich die Frage, ob denn heute tatsächlich noch viel mit (analoger) Bandsättigung gearbeitet wird. (?)
Die Frage stellt sich on denn früher mit Bandsättigung gearbeitet wurde. Vermutlich nicht in dem Umfang da die Profies (ich glaub man kann davon ausgehen das deren Anteil früher um Zehnerpotenzen höher war) um diesen negativen Effekt wussten und eben keine Verzerrungen aufs Band bekommen wollten. Ich habe mal gehört, dass man so was in der 50ern/60ern gemacht hat als es noch keine vernünfitgen Limiter und Kompressoren gab.
bandsättigung ist nichts anderes, als die möglichst maximale anzahl an magnetischen teilchen auf dem band auszurichten. dies geschieht, wenn man beim auspegeln bis ca. +5 bis +7 dB aussteuert. d.h man fährt den pegel in die bandsättigung. kein effekt, keine besondere technische raffinesse. gruß
Vor der Bandsättigung wird das Magnetband nichtlinear. Halt wie ein Soft-Knee-Limiter nur mir (unendlich?) schnellen Attack und Release-Zeiten. Das führt zu Verzerrungen (und das ist praktisch ein Effekt). Und jetzt vermute ich mal, dass früher eben nicht bis zum geht nicht mehr ausgesteuert wurde, sondern das versucht wurde eine möglichst hohe Qualität auf das magnetband zu bringen. Also _unterhalb_ der Sättigung zu bleiben. Und dass das heute nur ein Hype ist.
Hallo Rackerlui, soweit ich weiß wurde die Bandsättigung auch deshalb genutzt, weil der Nutzen der Komprimierung größer als die Nebenwirkungen der Verzerrungen waren. Jedenfalls bis zu einem bestimmen Bandsättigungspunkt. (... und Verzerrungen durch nichtlineare Kennlinien sind ja nicht immer schlimm. Ich erinnere nur an die ebenfalls nicht linearen Röhrenkennlinien, die auch zur Zeit wieder in der Mode sind, um "butterweiche" Sounds zu bekommen. In diesem Sinne ... Mahlzeit!) Viele Grüße Wolfgang
(nicht ganz ernstgemeinte) Frage: Sind "Profis" nur solche, die Klassikaufnahmen machen? Ich bin _kein_ Profi, weiss aber aus diversen Diskussionen, an denen sich auch Profis beteiligt haben, dass die Bandsättigung durchaus als Effekt eingesetzt wurde und wird. Zumindest im Rockbereich. Ursprünglich einfach aus der Notwendigkeit (oder dem Wunsch) heraus, das Material auf dem Band möglichst hoch auszusteuern, um ein gutes SRV zu bekommen - später dann, weil man feststellte, dass gerade perkussive Instrumente durch die Bandsättigung eine gute Extraportion "Punch" bekommen, die mit Kompressor und Limiter nicht erreichbar ist oder die zumindest deutlich anders klingt. Manche Nichtlinearitäten sind ja bekanntermassen erwünscht, so auch die feinen harmonischen Verzerrungen im Grenzbereich der Röhrenverstärkung (nicht umsonst stehen Röhrenvorverstärker auch für Gesangsmikros noch hoch im Kurs). So auch die Bandsättigung. Wenn dieser Effekt nur sehr vereinzelt eingesetzt worde wäre, hätten dann Steinberg und Co. die Simulation der Bandsättigung _standardmäßig_ (also nicht als Plugin, sondern als fest verankerte Funktion) in ihre Produkte eingebaut? Jens
Ah tach auch, also die Freunde der analogen Bandtechnik verwenden diese Technik teilweise heute noch bewußt für gewisse Instrumente. Bei Mehrspurproduktionen auf einer Studer 24-Spur o.ä. (wohl in USA immer noch beliebt), werden gerne E-Baß oder Baßdrum in die Sättigung oder sogar Übersterung gefahren auf dem Band. Durch die Nichtlinearität im oberen Bereich entstehen neben Verzerrungen auch eine Dynamikkompression, die den genannten durch aus einen interessanten "Punch" geben kann. Für einen "dreckigen" Snaredrum Sound eignet sich das ganze auch. Hängt aber von der Maschine und dem verwendeten Band ab. Wer sich noch an das alte AGFA PEM 468 erinnern kann, weiß daß es sehr schwierig war dieses Band in die Sättigung zu fahren, evtl. "kotzten" vorher die Aufnahmeverstärker, andere Bänder "knicken" früher ein. Gruß Markus
Das lustigste bei Ebay war der Typ der seine Klinken Patchbay mit : "klingt super analog; Vintage Sound! und geht Richting Pearl Jam.." anbot!!!! HaaaaaHaaaaa!!!!!!!!!!!!!!