Hallo, könnt ihr mir tips geben, welche Tonstudios Praktika anbieten. Hab zwar schon ein paar angeschrieben, von den meisten jedoch Absagen erteilt bekommen. mfg Sebastian
Servus Sebastian34243, das ist doch toll, wenn Du "schon ein paar angeschrieben" und "von den meisten jedoch Absagen erteilt bekommen" hast. Das bedeutet doch, daß einige von den paar Dir zugesagt haben -oder? Da immer wieder mal hier im Forum nach Praktikumsstellen gefragt wird, kannst Du ja den (zukünftigen) Kollegen dann ein paar Tips geben. redi
Servus Sebastian34243, so wie die Lehrstellen, so gehen auch die Praktikantenstellen gegen Null. Darum werden keine zur Auswahl angeboten. Jeder Praktikant macht Arbeit, kostet Zeit und bringt nichts ein. Wir mögen es beklagen, dass die Zeiten sich geändert haben und es härter geworden ist. Briefschreiben nützt nichts. Selber Studios suchen und betteln und sich wärmstens als nützlich anbieten, das ist der einzige Rat, den ich geben kann. Schön wäre es, dein Berufziel hier zu erfahren. Denn dein Satz: "Könnt ihr mir Tips geben, welche Tonstudios Praktika anbieten?" war etwas mager. Vilko
das ist doch toll, wenn Du "schon ein paar angeschrieben" und "von den meisten jedoch Absagen erteilt bekommen" hast.
Das bedeutet doch, daß einige von den paar Dir zugesagt haben -oder? Rein logisch bedeutet es das nicht. Es bedeutet nur dass auf einige m von n Anschreiben (m
das ist doch toll, wenn Du "schon ein paar angeschrieben" und "von den meisten jedoch Absagen erteilt bekommen" hast.
Das bedeutet doch, daß einige von den paar Dir zugesagt haben -oder? Rein logisch bedeutet es das nicht. Es bedeutet nur dass auf einige m von n Anschreiben (m kleiner n) negative Antworten kamen. Es sagt nichts über die m-n fehlenden... P.S. Tonstudiotechnik ohne selber Musiker zu sein als Beruf machen zu wollen ist heute schlechter denn je. Es findet z.Z. eine Art Paradigmenwechsel statt. Das blosse Besitzen und Bedienenkönnen von Geräten hat ausgedient. Und die reine künstlerlische Tätigkeit als Produzent wird nicht von allen Bands honoriert.
Du triffst den Nagel auf den Kopf. Aber wohin ändert sich alles ? Was machen wir in Zukunft noch ? Welche Geräte/Räumlichkeiten muss man noch haben, welche kann man bei Bedarf mieten ? Das meiste geht ja doch mittlerweile recht zufrieden stellend im Rechner, oder ??? Müssen wir uns alle nach neuen Tätigkeitsfeldern umsehen ? Welche Fähigkeiten sind wichtig, ausser "Geräte bedienen" zu können ? Vielleicht fühlt sich ja jemand willkommenerweise eingeladen, sich mal über den "philosophischen" Überbau unseres Jobs auszulassen. Oder die Fragenliste zu erweitern. Oder ? Paradigmenwechsel...sehr geiles Wort, wohin geht´s mit uns ? Quo Vadis Audiomensch.
Ich seh das nicht soooo kritisch. Jeder kann sich Farben kaufen und malen. Ist jeder ein guter Maler? Jeder kann Airbrush machen. Sehen die Bilder aus wie von Hans-Rüedi aus Chur? Jeder kann sich eine Gitarre kaufen. Wird jeder ein toller Musiker? Jeder hat Stimmbänder. Kann jeder singen? Ich finde es im Prinzip theoretisch sogar positiv. Denn so wird professionalität durch _Können_ nicht durch "Produktionsmittel" (frei nach Marx) definiert.
Ich seh das nicht soooo kritisch. Jeder kann sich Farben kaufen und malen. Ist jeder ein guter Maler? Jeder kann Airbrush machen. Sehen die Bilder aus wie von Hans-Rüedi aus Chur? Jeder kann sich eine Gitarre kaufen. Wird jeder ein toller Musiker? Jeder hat Stimmbänder. Kann jeder singen? Ich finde es im Prinzip theoretisch sogar positiv. Denn so wird professionalität durch _Können_ nicht durch "Produktionsmittel" (frei nach Marx) definiert.
Es findet z.Z. eine Art Paradigmenwechsel statt. Das blosse Besitzen und Bedienenkönnen von Geräten hat ausgedient. Und die reine künstlerlische Tätigkeit als Produzent wird nicht von allen Bands honoriert.
...diese Feststellung trifft auch auf andere Bereiche zu. In der Medienlandschaft z.B. sind die Journalisten angehalten, ihre Beiträge selbst zu produzieren. Ist es im Hörfunkbereich schon lange üblich, dass O-Töne u. Atmos von tontechnischen Laien aufgenommen werden, so erfährt man auch zunehmend von "One-Man-Teams" im Fernsehbereich. - Mit allen hör- und sichtbaren Konsequenzen -. Und das Schlimme daran ist, die Betroffenen finden sogar Geschmack daran und glauben, sie könnten es tatsächlich. In Wirklichkeit leidet unter dieser Selbstüberschätzung nicht nur die technische sondern eben auch die journalistische Qualität, weil den Leuten einfach die Zeit abhanden kommt. - Sind "ARD-Norm" und "Sendefähigkeit" im Zeitalter der Selbstfahrerkabinen und AWS-Computer inzwischen zu Worthülsen der analogen Verganenheit verkümmert, so können wir immerhin noch die Fahne des Qualitätsbewusstseins mühsam hochhalten und verteidigen. Ob das draußen allerdings jemand hört ist indes fraglich. Also bleiben uns nur die wenigen Jobs bei anspruchsvolleren Produktionen und der Blick hin zu neuen Herausforderungen.
Wie wäre es denn, wenn man den Spiess einfach umdreht ? Du sprichst ja von "neuen Herausforderungen". Wenn Journalisten die Technik bedienen, warum sollen nicht wir auch Beiträge schreiben und sprechen können ? Quatschen kann ich ganz gut, ein paar Blicke hab ich auch drauf und mein Ausdrucksvermögen beschränkt sich nicht auf "dat muss mehr krachen" etc. Könnte man noch weiterspinnen...
...so kann man es sehen. Allerdings stehe ich da mehr auf dem Standpunkt "Schuster bleib bei Deinen Leisten". Ansonsten leistet man dem Verfall der Werte auch nur weiteren Vorschub. Denn dann könnten auch die Journalisten (mit Recht) kritisieren, das Tonleute zwar gut klingende aber vielleicht laienhaft recherchierte oder schlecht geschriebene Beiträge machen... Natürlich muss das nicht zwangsweise so sein. Aber schade ist schon, das der Trend weg von der Team-Arbeit hin zum Einzelkämpferdasein weist. Im übrigen gibt es wohl mehr arbeitslose Journalisten als Tonleute, so dass der Einstieg in dieses Millieu wohl dem vom Regen in die Traufe gleichkommt... Max
Allerdings stehe ich da mehr auf dem Standpunkt "Schuster bleib bei Deinen Leisten". Ansonsten leistet man dem Verfall der Werte auch nur weiteren Vorschub. Denn dann könnten auch die Journalisten (mit Recht) kritisieren, das Tonleute zwar gut klingende aber vielleicht laienhaft recherchierte oder schlecht geschriebene Beiträge machen... Im übrigen gibt es wohl mehr arbeitslose Journalisten als Tonleute, so dass der Einstieg in dieses Millieu wohl dem vom Regen in die Traufe gleichkommt...
An solcher (falsche?) Bescheidenheit leiden die erfolgreichen Journalisten nicht... Wenn der Consument mit Mist zufrieden ist, dann gibts es eben nur Mist. Wieso? Das sind doch genau die Kriterien bei denen es bei Medien ankommt. Bunte unterhaltsame Bilder. Inhalt? Wozu? Das waren die die bei ihren Leisten bleiben und idealistisch Journalismus auf höchsten Niveau betreiben wollten.