Hallo alle zusammen, was sind denn die hauptsächlichen Aufgabenfelder eines Tontechnikers bzw. -ingenieurs? Und wo ist der genaue Unterschied? In vorangegangen Beiträgen liest man, dass sich diese beiden Berufsfelder mittlerweile fast gleichen. Wo werden diese gebraucht, außer TV, Rundfunk und Tonstudio? Danke
hi peter ich kann dir jetzt auch nicht die genauen unterschide zwischen tontechniker -ingenieur - und -meister erläutern - das geht auch gar nicht, da jene die sich so nennen auch wieder in extrem unterschiedlichen bereichen tätig sind. ich jedenfalls stecke in der ausbildung zum sogenennten "elektrotechnik-toningenieur". da liegt an anfang ganz klar der schwerpunk im technischen bereich - sprich e-technik studium mit begleitenden vorlesugen in raum- und intrumentalakustik, studiogerätekunde, gehörschulung und musiktheorie. und intrumentalunterreicht. der tätigkeitsbereich der absolventen ist sehr unterschiedlich.. prinzipiell ist alles möglich was mit tonerzeugung -übertragung... zu tun hat. kommt ganz darauf an, worauf man sich im laufe des studiums spezialisiert. einer z.b. stattet übertragungswägen aus. wenn man mal genauer überlegt "tönt" es ja nicht nur im tonstudio und im fernsehen, gute tonleute werden auch ganz wo anders gebraucht. lies zb da mal das berufsbild durch --> http://www.toningenieur.tugraz.at/ wenn man sich mehr im musikalisch kreativen bereich ansiedeln will, soll man eher eine außbildung zum tonmeister machen. die haben aber sehr hohe musikalische ansprüche bei der aufnahmeprüfung... martin
Mal ein Beispiel an Hand eines "klassischen" Konzertmitschnittes: Der Toningenieur sitzt gemütlich im Ü-Wagen an den Reglern, und realisiert dort die eigentliche 2- oder Mehrkanal-Aufzeichnung. Der Tontechniker hingegen springt auf der Bühne herum und baut dort die Mikros etc. auf und dauernd wieder um, bis der TI mit ihm endlich zufrieden ist. Falls das Geld noch für einen Tonmeister gereicht hat, so müht sich dieser beständig, einen Kompromiss zwischen den unverschämten Forderungen der Künstler und dem launeabhängigen Möglichkeiten des TI zu finden. Während der Aufzeichnung sitzt er mit der Partitur hinter dem TI (damit er nicht sieht, wie dieser desöfteren mit den Augen rollt) und gibt ihm ständig irgendwelche guten Ratschläge. Die meisten davon hört der TI nicht, weil er zu diesem Zweck die Abhören recht laut eingestellt hat. Also kurz gesagt: Der TM ist der Künstler, der TI der Techniker un der TT der Arbeiter. V.G. Detlef
Ich gebe mal eine sarkastisch-pessimistische Antwort anhand eines typischen Arbeitstages- passend zu diesem grauen, verregneten Karfreitag 2004: Die konkreten praktischen Aufgaben eines Tontechnikers sind: - Nachts um 2.00 auf die Autobahn, damit um 5.00 da, weil um 6.00 Aufbau beginnt, da um 8.00 Messe anfängt und um 10.00 Künstler am Messestand erwartet - rumrennen, Parkplatzsuche, Ärger mit dem grobschlächtigen Messeparkplatzanweiser, der die Messeintrittskarte sehen will, die man aber eigentlich erst am Eingang bekommen sollte - Parken ausserhalb, 500m Fussmarsch zur Akkreditierung, wo Dich keine Sau kennt und niemand was weiss - nach 10minütiger Diskussion mit einem etwa 30jährigem männlichen, geschniegelten und gebügelten, mit äusserst schwuler Stimme sprechenden Messezuschauereinweiser in feinsten Klamotten, sich am Eingang vorbeimogeln, um die Akkreditierung doch zu bekommen - zurückrennen, Auto holen und im Eingangsbereich der Messe parken, wo man keinen freien parkplatz findet - von umgeschulter, inzwischen selbständiger ICH-AG-Messetante herumkommandieren lassen, die schon 4 Monate keinen Typen mehr hatte und daher ihren sexuellen Frust an Tontechnikern auslassen möchte - Multicore verlegen und sich mit Brumm rumärgen, weil irgendwo Abschirmung kaputt - rauskriegen, daß Messezuschauereinweiser vom Eingang aus benachbartem Düsseldorf kommt, dort Kunstgeschichte studiert und nebenher als Modell arbeitet - Rauchen - vom Mischpultmann durch die Gegend hetzten lassen, weil Kanalzug kaputt und Lötkolben daheim vergessen, bzw. Kabel am Stecker zu kurz und dringend Ersatz benötigt - pinkelnden Hund vom Auto wegjagen - Holz kaputthauen und unter PA-Boxenständer legen, weil sonst Ständer mit einem Fuss im Schlamm versackt und alles umkippt - Zuschauer, die zu früh kommen und alles besser wissen bzw dumm rumstehen, wegjagen, weil sie einen behindern - wieder eine Rauchen - feststellen, daß es anfängt zu regnen, Plane über das Pult ziehen, weil vereinbarte Überdachung noch nict aufgebaut ist - Auto umparken, weil im Haltevorbot abgestellt - DI-Box austauschen, weil kaputt - inzwischen von Zuschauern umgeworfene PA-Box aufrichten, feststellen, daß sie kaputt ist und dem Mischpultmann melden - bereits repariertes und neuverlegtes Multicore erneut verlegen, weil Messetante das so will und Zuschauer auf die Schnauze fliegen können - einer 23jährigen Messehostess schöne Augen machen und erfahren, daß der Messeeinweiser bei den anderen Models im Hotel pennt - Raus in den Regen rennen, um 45min Boxen in den entfernten Saal schleppen, weil es für den Aussenaufbau doch zu nass ist und die empfindliche Künstler frieren könnten - am Nachbarstand fragen, ob für den nächsten Tag noch Hilfe gebraucht wird, weil man knapp bei Kasse ist und noch kurzfristig einen Job gebrauchen könnte - neue DI-Box holen, weil von Zuschauern geklaut worden - Inmitten des Aufbaus den umstehenden Möchtegermusikern und Messbesuchern dumme Fragen zum Inhalt des Tonberufes beantworten, obwohl man längst genervt ist und keine Zeit hat - 3 min Frühstückspause mit einem alten Brötchen und einer 32jährigen Messhostess, die erzählt, daß sie auf der letzen Industriemesse einen Manager kennengelernt hat, in seinem Sportwagen mitfahren durfte und nun entschieden hat, in jedem Fall einen Typen mit Kohle zu nehmen und in keinem Fall einen schlechtverdienenden Tontechniker - sich durch Zuschaer hindurchdrängeln, zurück zum Stand - sich von der Messetante ausschimpfenlassen, daß man den Zuschauuern gegenüber freundlicher sein müsse, weil man ja wieder einen neuen Job haben will im nächsten Jahr - eine Flasche Cola auf Ex aussaufen - der Messtante in den Hintern kriechen - sich entschliessen, dass TT insgesamt doch ein Scheissjob ist - einer vorbeieilenden 28jährigen Messehostess schöne Augen machen - mit anderen Tochtechnikern über die schlechten Zeiten für Tontechniker diskutieren - Visitenkarte beim anderen Stand abgeben und auf Angebot zur Beschäftigung bei nächster Messe hoffen - neue Kippen holen - PA-Boxen lauter drehen, weil alle drumherum so laut ist und der Soundcheck nicht klappt - Zuschauer daran hindern, am Mischpult herumzuspielen - mehrfach auf die Bühne krabbeln und sich dabei nun endlich einen Holzsplitter in die Hand rammen - fluchen und sich die misbilligenden Blicke der im Anzug und Krawatte herumstehenden Geschäftsmänner zuziehen, die aufgeregt mit ihrem Handy wichtige Gespräche führen - sich durch immer dichter werdende Zuschauermassen quetschen - Cola über die Jeans kippen lassen - am Eingang die Wunde notdürftig verpflastern lassen - sich vom Messeeinweiser auf den Hintern gucken lassen - Kippen ziehen und Rauchen - Akkreditierung, die beim Rumhantieren mit dem Pflaster runtergefallen war aus einer Pfütze ziehen, säuber und wieder einstecken dabei Getränkegutschein entdecken und einlösen - feststellen, daß 28jährige Dame von oben gar keine Hostess war, sondern Mitarbeiterin des Auftraggebers des Messestandes, der nun interessiert fragt, wieso man soviel Zeit hat zum Weiberanbaggern, Ruchen und Pausemachen , wo doch der Stand noch nicht fertig ist und die Künstler gleich kommen - sich beim Rücklaufen von einem Zuschauer auf den Fuss treten lassen - modernes wireless System mitbringen, installieren, - PA-Boxen wieder leiser einstellen, weil sich Nachbarstände über die hohe Lautstärke beklagt haben - Multicore erneut umlegen und repapieren, weil Zuschauer es kaputtgetrampelt haben - klebrige Jeans wechseln - Soundcheck wiederholen trotz Handygespräche - PA-Boxen doch wieder lauter drehen, weil der Künstler sich nicht hört - wireless System vom Künstler ruinieren lassen und trotzdem Vorwurf hinnehmen, daß garnichts geht, weil Wackelkontakt und eh alles zu teuer mit dem ganzen Kram "das nächste mal buche ich einen anderen" - sich vom Manager eines Standes anbrüllen lassen, daß er dem Lärm nicht telefonieren kann - dem Künstler in den Hintern kriechen - Rauchen - dem Manager mit Handy in den Hintern kriechen - eklige und dummdämliche Schlagermusik des Künstlers mitanhören, beklatschen und insgeheim verfluchen - der 28jährigen aus dem weg gehen - Tipps von Möchtegerntontechnikern entgegennehmen, die die Soundeinstellungen kritisieren - Zuschauer daran hindern, Kabel zu klauen - Bei der 23jährige Hostess von heute morgen nachfragen, was sie am Abend so macht und gesagt bekommen, daß sie bei ihrer Kollegin pennt und das nicht nur zu Messzeiten - Pultabbauen, Kabel einsammeln - Rauchen - alles Zeugs rausschleppen ans Auto und dabei der ICH-AG-Messetante geschickt aus dem Weg gehen - feststellen, daß der Hund doch an die Reifen drangepinkelt hat - Strafzettel wegen falschen Parkens wegwerfen, 3h über die Autbahn heimfahren + 2h zusätzlich im Stau stehen - nachts um 1.00 heimkommen und feststellen, daß man die Jeans liegengelassen hat
... und wer nun noch nicht die Idde verworfen hat, TT zu werden, der mag meine Seite dazu ansehen:
Hallo! Deinen Bericht kann ich 100%ig zustimmen. Aus eigener Erfahrung. Insbesondere gilt das ja nicht nur für Tontechniker, sondern für sämtliche Multimedio-Leute. Wie du richtig schreibst kann jeder Ar... heute Programme bedienen. Was immer wieder wirklich auffällt ist das mangelnde Grundlagenwissen. Sei es Akusitk, Elektrotechnik, Farblehre (technisch und psychologisch) etc. also die Grundlagen die diese Programme nur nachbilden. Leider, leider, leider erlauben es die Presets der Programme einen für den Laien zumindest gutes Ergebnis zu erzielen. Auch wenn ich über mit Clip-Art zusammengeschustertes (zwar mit Liebe aber egal) Glückwunschkarten innerlich die Nase rümpfe, andere finden es toll. Es gibt Kunst/Musik die bewusst räudig ist, z.B. Dark Throne. Aber heute wird selbst aus Unwissenheit und Unfähigkeit erzielte miese Produktionen als Kult deklariert. P.S. wem rollen sich als Musiker/Texter nicht auch die Zehennägel hoch wenn er sich zu diversen Familienjubiläen vorgelesen Gedichte anhören muss? Metrum was ist das?
- nach dem Abbauen wenn alle aus dem Saal draußen sind sich mit dem dämlichen Hauspersonal die Tür wieder aufschließen lassen, weil irgend so ein Depp - der so blöd ist daß er nicht bis 3 zählen kann - nicht gesehen hat, daß der Tontechniker noch am Abbauen ist und sein Zeugs ins Auto schleppt... Alles schon dagewesen
...hat schon jemand den besoffenen Pöbel erwähnt, der immer nach Dienstende der Security auftaucht und einfach nur Ärger sucht? Den nervigen Rest könnt ihr euch ja denken. Janko
Auto zugeparkt, man muss warten bis der letzte Gast gegangen ist. Das hatte ich oft während meiner Liveevents. Ich mische von 22.00-23.00 und will vor Mitternacht aus dem Club raus, bevor die Dödels kommen, die mehr saufen als hören. Wenn Du dann nicht wegkommst ist das übel.
Keineswegs :-) Die Story ist so weitgehend erfunden und sozusagen eine nur Sammlung von Erfahrungen, was ich so bei anderen oft beobachte. Rauchen scheint mir unter TT aber sehr verbreitet zu sein, was mich aber nicht stört, solange es unter freiem Himmel sattfindet. Alles was dort aber beschrieben steht, könnte so passiert sein, bzw habe ich mal irgendwo erlebt. Das arme Würstchen, daß sich verletzt und noch rumkommandiert wird, war ein Bühnenarbeiter bei einem open-air event in Mannheim und der beschriebene Schniegelbügeleinweiser am Messeeingang stammt von einer Beobachtung auf der Interkama 1999 in Düsseldorf. Auf diesen Industriemessen trifft man übrigens die schärfsten Hostessen. Die Oberliga sind dabei 1,90m große naturblonde Schwedinnen mit einer Figur, bei der Claudia Schiffer und Heidi Klum das große Weinen kriegen. Es ist kaum fassbar, was die Natur im Lande der Wickinger hervorbringt.
- ca. 5x die Stunde angelabert werden: "Der Stand da hinten hat noch keinen Strom" oder " An unserem Verteiler haut's laufend den FI raus, können Sie da nichts machen? (klar, den im Feuchten stehenden Uralt-Heizlüfter abstecken und in die Tonne treten)" - schief aufgenommene Kassetten als Zuspiel in die Hand gedrückt bekommen - statt des geforderten 3x400V/16A-CEE eine mit 6A abgesicherte Steckdose ohne Schutzleiter zugewiesen bekommen MfG DB
sehr schön!!! ich werde das (natürlich nur mit deiner zustimmung) ausdrucken und in unserer Firma als warnung an all die die "jungen krieger" aufhängen. P.S. hab selten so gelacht (wirklich!!)