Entmagnetisieren/Messen einer Bandmaschine

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich hab' eine (alte) Fostex G24s und möchte die (liebhaberisch) wieder in Schuß bringen, ohne dabei was zu zerstören.
Nun habe ich viele Dinge gelesen.
Ich würde am liebsten einfach messen, ob die Maschine nicht doch einfach in Ordnung ist, ohne, dass ich was verstelle.
Dafür gibt es Mess-Bänder. Ich habe ein Mess-System zuhause, allerdings brauche ich ja, um die Playback-Paramter zu testen, ein "sauberes" Mess-Band. Wenn ich mir selbst eines mache, dann könnte ja sein, dass die Recording-Köpfe schon einen Blödsinn aufzeichnen.
a) Gibt es eine Möglichkeit, ohne dieses Mess-Band eine Qualitätsprüfung vorzunehmen?
b) Wenn nicht, wieviel kostet denn so ein Mess-Band?
c) Kann ich beim Entmagnetisieren der Maschine einen Fehler machen? (Maschine ausschalten, hab ich gelesen). Gibt's was zu beachten? Spezielle Geräte? Auf conrad.de hab ich nur von Canon einen Entmagnetisierer gesehen, spricht was gegen so ein "billiges Ding"?
Hat jemand einen Link für mich zum kleinen 1x1 zu Bias, Azimuth, ... (ich hätt's zum Einsteigen gern banaler als im Dickreiter, da verlier' ich gleich die Lust ;-)
Danke im voraus,
Hermann
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Antwort#2
Hallo Hermann,
jede Tonbandgeräteeinmessung muss mit einer sorgfältigen Wiedergabeeinmessung mit einem Eichnormal, also einem guten Messband (AGFA, BASF) beginnen.
Wenn dieses nicht vorhanden ist oder gespart werden soll, dann kann die Einstellung der Aufnahme der Maschine vergessen werden.
Gruß
Dieter
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Antwort#3
Hallo Dieter!
Danke für Deine Antwort, d.h. ohne Mess-Band keine vernünftige Einstellung.
Nun steht in meinem Handbuch, ich sollte das Messband "MRL 41J326 or equivalent" verwenden.
Ich las, dass verschiedene Hersteller von Bändern verschiedene Ergebnisse bringen.
Kann ich nun ein "beliebiges" 1Zoll Messband nehmen? Welche sind "kompatibel"?
Kennst Du eine Bezugsquelle für Endkunden?
Es macht doch Sinn, wenn die Maschine vorher entmagnetisiert wird, oder? Kann ich das selber machen?

Grüße+Dank,
Hermann
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Antwort#5
Hi !
Ich habe mal einen Preis von ca 600 DM für ein Senkel-Einmessband gehört.
Wie sich das für Deine Maschine darstellt weiß ich leider nicht.
MfG
Thomas
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Antwort#6
Danke Georg!
Da ich das Fachvokabular noch nicht verstehe sind die englischsprachigen Texte eine doppelte Hürde. Naja, irgendwann komm' ich hoffentlich damit klar...
Kennst du vielleicht eine Bezugsquelle für ein (passendes) 1 Zoll Messband für Endkunden in Österreich?
Grüße,
Hermann
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Antwort#7
Hallo hermann,
Messbänder sind eine teure Angelegenheit. Aber ich kann mich gerne mal erkundigen, wo man so etwas auftreiben kann. Schick mir einfach ein email (s.oben), und ich werde schaun was ich erreichen kann!
Liebe Grüße
Georg


Sinextra - creating customer solutions
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Antwort#8
Hier gibt es etwas über die Entmagnetisierungsdrossel auf Deutsch:
http://www.magmess-ballanyi.de/pdf/entmag.pdf
Immer nur bei ausgeschalteter Maschine die Köpfe entmagnetisieren und auch an die Umlenkrollen denken. Wie man das macht, muss gelernt sein, sonst magnetisiert man sich seine Köpfe damit mehr, als sie vorher magnetisch waren :-)
Ich vermute du wirst dir aus Kostengründen ein Mehrspurmessband ausleihen müssen. In kommerziellen Studios ist ein Einmessen einmal wöchentlich üblich.
Dann musst du dich Fragen, nach welcher Norm du einmessen möchtest. DIN, NAB oder AES? Nach dieser Norm sollte dann auch das SAT sein (SAT = Standard Alignment Tape auf Englisch). Oder man muss blöde rechnen.
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Antwort#9
Hallo Georg!
In englischsprachigen Newgroups hab' ich von US$ 180 (kurz) bis 380 (lang) gelesen.
Die Sache ist doch: Ich kann das Band nach 1 Jahr (auch wenn ich es nur ein paar Mal verwendet habe) wegwerfen, oder?
Grüße,
Hermann
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Antwort#10
Ich vergaß, vielleicht haben die im Landesstudio Salzburg beim ORF sowas. Ich werd' mal fragen, ob die es mir für einen Tag leihen würden...
Sonst ist es hier in Salzburg schwierig...
Grüße,
Hermann
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Antwort#11
Hallo Julius!
Danke für Deine Antwort, wie jetzt? Ich möchte die Maschine "einfach" linear einmessen... ;-)
SAT? Wie?
Also wie gesagt, ich muss mir mal erst die Grundbegriffe erarbeiten. Das Einmessen hatte ich vor, wie im Handbuch angeführt zu machen. Die schreiben was von Ampex 456, Levelkalibrierung mit 1kHz, EQ Anpassung - je für Dolby und Nicht-Dolby Playback- und Recording-Kopf.
Bei der Beschreibung vom Entmagnetisieren steht: Nah' zum Gerät hingehen, einschalten, sich auf 30cm Distanzieren und ausschalten. Muss ich das mit jedem Teil machen? (Jede Spule?) Welchen "Radius" hat so ein Entmagnetisierungs-Gerät?
Danke nochmals,
Grüße,
Hermann
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Antwort#12
Ampex ist amerikanisch und da kennen die nichts anderes (und wollen auch nichts anderes kennen) als ihr NAB. Im Funkhaus Salzburg wird man als Messband nur IEC = DIN vorrätig haben. Die Normen sind nicht gleich. Dann kommt es beim Einmessband auch noch auf die Bandgeschwindigkeit an. Üblicherweise 15 inch/s oder 38,1 cm/s.
Wenn die Wiedergabe auf "gerade" eingemessen ist, dann wird die Aufnahme hinter her auch "gerade" eingemessen. Dann ist die Maschine eben auf eine der beiden Normen eingemessen. Entweder die eine oder die andere, wobei noch der "Vormagnetisierungsstrom" auf die richtige Bandsorte einzustellen ist. Meistens bei 10 kHz auf 3 dB Abfall über das Maximum hinaus. Nie auf dem geliehenen Messband aufnehmen!
Julius
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Antwort#14
Danke an alle mal soweit.
Bis ich ein passendes Messband habe werd' ich mir noch einige Male die einfache Schilderung in Henles Tonstudiotechnik durchlesen, um die "neuen" Begriffe zu verstehen.
Da ich die Maschine nur bei mir zuhause und nichteinmal im Recording-, sondern nur im "Wie geht das?"-Einsatz habe, range ich die Normproblematik mal etwas zurück - allerdings ist es mir schon bewußt geworden - Danke.
Vermutlich wird das Original-Messband (nach Handbuch) NAB sein, es kostet übrigens zwischen 400 und 1700 US$ (+30% Zoll). Tja, ein teuerer Spaß (das Wort Spaß trifft es bei mir ziemlich gut). Ein 1" 456er Leerband hab ich... kostet nicht so viel ;-)
Bis ich das Ding entmagnetisiere oder die Köpfe reinige, lass ich (wohl besser) noch Zeit vergehen ;-).
Viele Grüße,
Hermann!
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Antwort#15
Moin,
eine recht gute Quelle für Testbänder ist die Firma Bluthardt (oder so ähnlich)
in Stuttgart
mfg
Gerhard
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Antwort#16
Ich befürchte 1" ist kein Rundfunkstandard.
Aber ich kann mal bei BASF direkt nachfragen....
Natürlich weicht die genauigkeit mit zunemhenden Alter und nach oftmaliger Benutzung ab, aber /SO/ kritisch ist es nicht.... 2,3 Jahre im Homestudio sollte es schon aushalten. (theoretisch müsste man ja auch die maschine für jeden porduktions-Batch neu einmessen, da es schwankungen in der fertigung gibt...)
Liebe Grüße
Georg


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Antwort#17
Im Sommer bin ich festspielweise in Salzburg, vielleicht können wir da was arrangieren, ich denke ich hab ein 1" messband in der firma... (wenn dir dieser zeitramen ausreicht...)
Grüße
Georg


Sinextra - unschlagbare Preise (hoffentlich *G*)
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