RöhrenMicroPreampVintageSound

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
beim Recherchieren bin ich auf dieses Forum mit der beeindruckenden Fachkompetenz gestoßen.
Ob Ihr mir wohl auch bei einer LoFi-Frage helfen könnt?
Und zwar liebe ich den angezerrten Gesangssound alter Rock'n'Roll-Aufnahmen (z.B. Little Richard), die ja durch das absichtliche Übersteuern der Mikrovorverstärker zustande kam.
Genauso einen Effekt will ich beim Homerecording erreichen. Mit einem Yamaha-4Spur-MD-Recorder und einem SM58.
Es soll wenig kosten, von den handelüblichen Geräten käme also wohl nur der Behringer MIC100 in Frage. Weiß jemand, wie die Verzerrung klingt?
Ansonsten würd ich mich auch über Hinweise auf Röhrenschaltungen freuen, da ich einen Hobbyexperten an der Hand habe, der mir ein solches Gerät nachbauen würde.
Vielen Dank im Voraus,
Daniel
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Antwort#2
Also, genauso einen Effekt wirst Du mit billigstem Equipement definitiv nicht hinbekommen.
Die einfachste Lösung wäre doch die Spruren im Rechner zu bearbeiten.
Es gibt dort genügend PlugIns mit denen Du einen derartigen Effekt emulieren kannst. Das ist dann auch mit relativ wenig Geld zu realisieren.
Gruß,
Caze
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Antwort#3
Hi Caze,
danke für den schnellen Beitrag!
Ich plane nicht, mir eine Mehrspursoundkarte zuzulegen - die Plugins würden also das ganze Signal verzerren, was nicht in meiner Absicht liegt.
Aber welche Plugins sind den generell zu empfehlen, um eine gesamte Aufnahme nachträglich "röhrenmäßiger" klingen zu lassen?
Daniel
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Antwort#4
Aber welche Plugins sind den generell zu empfehlen, um eine gesamte Aufnahme nachträglich "röhrenmäßiger" klingen zu lassen?
Keine, wirklich.
Nimm den SPL-Charisma und schleife ihn als Insert ein.
Alternativ würde ich mal mit Gitarrenverstärker experimentieren.
(Vorstufe)
Oder eine Verzerrer-Tretmine.
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Antwort#5
Hi Daniel!
Also ich würde dir auch mit dem Experiment eines Gitarrenverzerrers raten. Jeder Gitarrist besitzt eine solche "Tretmine" und leiht sie dir sicherlich aus. Ansonsten ist dein vorhandenes Equipment leider nicht sonderlich berauschend. Und da dein Yamaha MD-Rekorder deine Musikdateien in ein ATRAC Format komprimiert (so ähnlich wie mp3 Format), ist die Nachbearbeitung am Rechner auch nicht gerade prikelnd. Ich hatte diese Kiste auch mal als Aufnahmemedium in einer Band und da konnten wir dann selbst mit Samplitude fast nichts mehr vernünftiges herausholen.



http://www.slope-music.org
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Antwort#6
"unglaublich aber wahr" so stellt sich manchmal der BIG MUFF Verzerrer für genau solche anwendungen heraus, probiers einfach mit ihm. entweder er stellt dich voll zufrieden oder du magst ihn gar nicht....

gruuhs

dB
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Antwort#7
Wenn du auf Rock´n´Roll Sound á la Little Richrd stehst würde ich dir
den (Gitarren-) Effekt "Danelectro Reel Echo" empfehlen.
Es simuliert den Klang alter Bandechogeräte, mit einstellbarer Röhrensättigung und "Lo-Fi"-Regler, der den Klang "älter" macht. Klingt auch auf (Rock ´n´Roll-)Gesang wirklich gut.
Die empfohlenen Verzerrer BigMuff und Co. halte ich in diesem Zusammenhang eher für zu zerrig und eher für Grunge o.ä. geeignet


PowerStation
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Antwort#8
Hi Lothar,
danke für den Tipp: Das Gerät kenn ich und find es auch gut.
Wir haben jedoch sogar ein Echtes Badecho zur Verfügung, was noch besser rauscht.
Gitarrenverzerrer finde ich in diesem Zusammenhang auch zu heftig, mir geht es ja eher um das röhrentypische Clipping bei lauten Passagen/Teilen etc.
Darum würde ich mich über ein paar Röhrenschaltungen -hinweise echt freuen.
Daniel
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Antwort#10
Hallo Daniel!
Wer nicht mehr als einen MD4 & ein SM 58 im Bestand hat,
der wir sich wohl kaum einen SPL Charisma für rund 400 Euro ins Haus holen!
Im übrigen gibt es auch eine Reihe sehr tauglicher PlugIns,
z.B. Steinberg Quadra Fuzz und Antares Tube.
Aber das allein bringt Dir immer noch keinen authentischen Sound.
Da wurde damals nämlich nicht einfach eine Röhrenvorstufe übersteuert!
Das was Du hörst ist eher das Resultat von damaliger Mikrofontechnik (sehr häufig RCA Bändchen oder dynamische Mikrofone)und
analoger, vielleicht etwas übersteuerter Analogaufnahme, evt. auch mit einigen
Röhrenartefakten garniert, dazu eine Priese Echo und Hallkammer. So genau kann das kein Mensch mehr nachvollziehen.
Daher mein Tip: Nutze alle kostenfreien Möglichkeiten in Deiner Umgebung.
Irgendwann bekommst Du einen Sound hin, der zwar nicht so klingt wie
Little Richard (das tut sowieso nur er selbst...), aber Dir zusagt.
Probier mal eine alte Tonbandmaschine oder nen analogen Vierspur.
Ferner einen billigen Pseudo-Röhrenequalizer wie den von Behringer (T ???) - gibt es nachgeschmissen. Versuch mal ein anderes, antikes Mikro.
Oder eben gleich die unerschöpflichen Möglichkeiten der Computertechnik.
Gruß,
Christopher



http://www.hafibeat.de
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Antwort#11
Pseudo-Röhrenequalizer wie den von Behringer (T ???)
Kennst du den?
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Antwort#12
Hallo Thomas,
genau den kenne ich nicht, aber den Tube-Composer besaß ich mal.
Im Prinzip arbeiten die ja alle gleich, d.h. herkömmliche
Transistorschaltung mit der Röhre am Ende zum Anreichern mit Obertönen.
An sich kein schlechtes Konzept - flexibel eben. Da von von Behringer auch den alten Param. EQ kenne, denke ich das dieser "Vintager"-EQ recht empfehlenswert ist - für DAS Geld. Ein richtiger Voll-Röhren-EQ ist ja fast unbezahlbar.
Gruß,
Christopher




http://www.hafibeat.de
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Antwort#13
Ich hatte mir mal überlegt diesen zuzulegen um ihn beim Aufnehmen einzuschleifen. Aber noch nicht probiert. Interessant wäre:
- wie ist der EQ so? Brauchbar?
- Rauschen?
- ist die Röhrenschaltung zum Dreckmachen/"Colorieren" geeigent?
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Antwort#14
wie ist der EQ so? Brauchbar?
- Rauschen?
- ist die Röhrenschaltung zum Dreckmachen/"Colorieren" geeigent?
Ich sehe das mal als Effektgerät. Der EQ ist durchaus brachbar und sicher eine
interessante Ergänzung - klingen ja alle irgendwie anders. Die Röhrenschaltung ist der eigentliche "Effekt",
der sich gut dosieren läßt (jedenfalls beim Tube-Composer).
Richtig dreckig wirds nicht, es zerrt nicht aber macht eben Obertöne.
Rauschen ist dabei trotzdem kein Thema (oder kennst Du aktuelle Geräte,
die noch Rauschen?). Probiers halt mal aus!
Gruß,
Christopher
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