Überlegungen zu PSLS

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Startbeitrag#1
Es geht wiedermal um den Unterschied zwischen Pegelstereofonie, wie ich es nenne, (Intensitätsstereo) und Laufzeitstereo:
Vor einiger Zeit gab es hier eine Diskussion um Abmsichungen. U.a. wurde diskutiert, dass im Popbereich vielfach nur noch einfache gepannte Mischungen anzutreffen sind, oftmals nur in Mono.(?)
Nun habe ich mir Folgendes überlegt: Eigentlich ist es doch so, daß bei LS ein vollständig "linkes" Signal ca 2ms Vorlauf hat, ansonsten aber denselben Pegel hat, oder haben kann. Im rechten Kanal werden also Bits belegt. Ein gepanntes Signal (PS) hingegen, belegt nur im linken Kanal Bits.
Überlagert man gedanklich diverse Freuqenzen und Signale, so sind die Kanäle beim Gebrauch von LS schneller voll. Man bekommt also bei der Nutzung von PS mehr Lautstärke, bzw mehr Auflösung?
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Antwort#2
Überlagert man gedanklich diverse Frequenzen und Signale, so sind die Kanäle
beim Gebrauch von LaufzeitStereo (LS) schneller voll. Bekommt man also bei
der Nutzung von PegelStereo (PS) mehr Lautstärke, bzw mehr Auflösung?
Zaubert man sein Stereobild zwischen die Lautsprecher allein als Pegeldifferenzstereofonie (fälschlich historisch Intensitätsstereo genannt) aus gepannten Monosignalen (mono dirigé), dann wird man feststellen, dass den Aufnahmen irgend etwas Entscheidendes klanglich zu fehlen scheint. Diese Mono-Hühner dichgedrängt "auf der Stange" klingen doch schrecklich einfach, hart und irgendwie unnatürlich leblos.
Darum sind ja "auffweichende" und "verbindende" Plug-ins als Exciter und Wundergeräte so beliebt, die angeblich mit Hilfe der Psychoakustik in die phasenlose Knüppelstereofonie :-) nachträglich Laufzeitverzögerungen, Phasendrehungen sowie "belebende" Verzerrungen, also "Schmutz" einbringen. Das fing mal an mit dem "Aphex" true Aural Exciter, optical Big Bottom Bass Exciter und Guitar Exciter. Dieses brachte auch mehr "Druck".
Bei Nutzung von alleiniger steriler Pegelstereofonie (PS) bekommt man nicht mehr Lautstärke, mehr Auflösung und größeren Klang. Im Gegenteil.
Diese sogenannten Mega-Super-Finalizer-Geräte braucht man nicht, wenn man schon vorher auch Laufzeiten in seine Aufnahme mit einbringt.
Bekannt ist doch zum Beispiel, ein Mikrofon dicht an den Gitarrenlautsprecher zu stellen und ein weiteres Mikrofon vielleicht 1 m = 3 ms weiter weg zu stellen. Diese Mikrofone werden hart L und R gepannt und nach Geschmack ausgepegelt. Man hört dabei, wie die Stereo-Klangfülle, Größe und Lebendigkeit zunimmt, gegenüber der nur einkanaligen Monoversion. Puristen nennen das auch verächtlich eklige Phasenschweinerei und Kammfiltereffekt.
Weitere Meinungen erwünscht.

Jupp
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Antwort#3
Interessante Frage. Tatsächlich sollte mit Laufzeitstereofonie mehr Energie in das dynamisch begrenzte Medium zu zaubern sein, da insbesondere die tieferen Frequenzanteile auf beiden Kanälen fasst phasengleich eingebracht werden.
Allerdings empfinde ich in einem Mix, der nur mit Laufzeitstereofonie arbeitet, die Stereo-Information zu "unsicher" untergebracht, wenn diese nicht durch Mikrofonierung in einem echten Raum erzeugt wurde. Der Höreindruck schwankt doch stark mit den Abhörbedingungen. Von den praktischen Schwierigkeiten im Handling mal ganz abgesehen.
Außerdem ist der Gesamt-Lautstärkegewinn eher theoretischer Natur: Das lauteste Signal ist doch meist in die Mitte gepannt, hat also die maximal mögliche Lautstärke, der Rest des Mixes ist sowieso leiser und beansprucht folglich nicht mehr die gesamte Dynamikkapazität des Mediums. Nur wer seine lautestes Geräusch in eine Ecke pannen will, wird mit Laufzeitstereofonie einen deutlichen Gewinn erreich können. Wenn das Panning so wichtig ist, wird man sich kaum auf die wackelige Laufzeitsterofonie verlassen.
Mit Kompression lässt sich in jedem Fall viel mehr erreichen.
Und: was passiert, wenn mono abgehört wird?
schöne Grüße
Opi
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Antwort#4
hi,
tatsächlich hat die laufzeitstereophonie weniger links/rechts ortung, dafür aber umso mehr tiefenstaffelung und eine bessere bass wiedergabe als die intensitätsstereophonie.
wieso sollte sich die auflösung der ortung dabei erhöhen ? die ist und bleibt ca 3grad. je nach zusatand der ohren :)
gruß
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Antwort#5
mit "Auflösung" waren die Bits gemeint. Wenn ich subjektiv gleich abmsiche (hab es ausprobiert) so erhalte ich dann, wenn bei LS bereits die 0dB erreich sind, bei PS noch Reserve, habe also mehr Reserve für Lautstärke. Bezogen auf die am Ende dann erhöhte Lautstärke nach Normalisierung hat jeder Signalanteil mehr Auflösung. (Vor dem Reduzieren auf 16 Bit).
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Antwort#6
hallo,
ich stimme dir uneingeschränkt zu. ich habe die gleichen erfahrungen gemacht und vor einiger zeit dazu auch ein experiment durchgeführt. gleiche aufnahme mit je zwei mikros, signalabstand zw. 1 und 2ms.
im ersten mix nur vorderes mikro zu stereo gepannt. insgesamt vier instrumente. das ergebnis ist typisch.
im zweiten mix ein mikro komplett auf rechts, eins komplett auf links. unterschied zum ersten mix: instrumente lassen sich besser fixieren und verfolgen. das schwimmen des gesamten klangbildes verschwindet. stereoeindruck ist nicht so stark auf die hörposition fixiert. basssignale kommen sehr sauber und realistisch.
gruss, andreas
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Antwort#7
hi,
wie hast du das verglichen ?
du müsstes ja dasselbe päärchen,ohne erneut auszupegeln einfach nur auf das andere verfahren umpositionieren, wobei du den abstand zur schallquelle und die basisbreite beibehalten musst.
gruß
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Antwort#8
hi,
der von dir beschriebene test ist nicht verwertbar, da jedes päärchen separat eingepegelt ist und eh schon tolerantzen hat.
gruß
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Antwort#9
Es ging dabei um Abmischungen aus Einzelspuren- konkret hier a apella aus 8 Spuren. Eigentlich würde man ja hergehen und wie bei der Liveübertragung auf 8 Positionen pannen. Der Thread mit der Chormikrofonierung, in dem aufgezeigt wurde, daß reine Laufzeitstereofonie durchaus gut beurteilt wird, brachte mich dazu, einmal damit zu arbeiten. Im Zuge dessen kam ich zu der Frage.
Probiere es ruhig selber mal aus.
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Antwort#10
Ich hoffe doch, dass es hier konkret um 'a cappella' ging, mit zwei p und zwei l.
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