Erfolgreiche Fledermausortung bei Menschen

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Startbeitrag#1
Gerade kommt ein Beitrag in Spiegel-TV über einen blinden Kalifornier, der Zungenschnalzer benutzt, um seine Umgebung zu erkunden. Er analysiert Objekte um ihn herum in Größe und Form und ist in der Lage, Bäume von Laternen und harte Wände von solchen mit Pflanzen davor zu unterscheiden. Er erkennt doch tatsaechlich Gebäude in 10-20m Entfernung und sieht den Eingang- d.h. die offen Tür.
Inzwischen unterrichtet er sogar Schüler im Erkennen von Gegenständen. Die allesamt blinden Männer "sehen" zwischen Gebäuden hindurch, erkennen Zwischenräume und Distanzen zwischen Wänden und orientieren sich derart, daß sie ohne Stock auf Wegen bleiben können und sich in ihrer Stadt zurechtfinden.
Nun kommt eine Firma mit einer sog Hörbrille auf den Markt- "Soundflash" genannt. Erwartungsgemäss werden hier höherfrequente Schallwellen benutzt, wie sie bei Fledermäusen vorkommen und die ein detaillierteres Bild liefern, was der Zungenschnalzer. Die Probanden wandern im Beitrag sogar in steilen Gebirgswänden umher.
Das musste ich mal loswerden.
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Antwort#2
Ständiges "Zungenschnalzen" kann benutzt werden, um die Umgebung nach der Entfernung, der Größe und Form, sowie Beschaffenheit von Gegenständen abzuscannen. Dieses kann bei einiger Übung recht erfolgreich sein, hat aber seine Grenzen. Prinzip "Ortung der Fledermäuse": Aktives aussenden von Wellen und Auswertung der verzögert eintreffenden Reflexionen.
Wenn man in eine Kirche kommt, in der Aufnahmen zu machen sind, so wird jeder Tonverantwortliche einmal kräftig in die Hände klatschen, um daraus zu versuchen, sich einen Eindruck zu verschaffen, der die Mikrofonaufstellung beeinflusst.
Auch Musiker schnalzen bisweilen in ein Bühnen-Mikrofon, um die Verzögerung des elektronischen Nachhalls (Echolette) zu testen.
In den Bergen ist nicht empfehlen, mit verbundenen Augen schnalzend an der Steilwand zu kraxeln.
Gruß
Julius
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