"Den Antares Mic Modeler kannst du in der Pfeife rauchen. (Habe bisher noch keine sinnvolle Anwendung dafür gefunden. Du kannst einfach aus einem Thomann Billigmikro kein Schoeps oder Neumann machen.)"
Welche Dumpfbacke würde denn auch so etwas annehmen?
Andererseits: Denk doch mal die Sache zu Ende!
Abgesehen von den paar wenigen HQ-KM-Kondensern hat jedes noch so gutes
Mikro einen gewissen Eigenklang, sprich: Verfärbungen, die durchaus gefragt zu sein scheinen (sonst würde niemand mehr als 1000 Euro für ein Mikro ausgeben müssen). Und um genau diese geht es.
Es geht durchaus, ein sehr gutes Mikro welches wenig färbt, zum Beispiel ein C414 oder KM184, ein wenig wie ein U47 oder was auch immer klingen zu lassen
(jedenfalls bevor ich mir aus Prestigegründen für >3ooo Euro ein abgerocktes U47 zulege versuche ich es lieber so - theoretisch).
Wer Klassik aufnimmt, brauchst nicht, ABER in der modernen Musikproduktion geht es meist gar nicht um unverfälschte Wiedergabe (welche schlicht unmöglich ist) sondern um
"Schönfärbung" und Befriedigung bestimmter Soundklischees.
Und genau hier hat der MM seine Berechtigung, genau wie andere Digitalsimulatoren, z.B. aus der Gitarrenecke, denn er funktioniert und es gibt sinnvolle Anwendungen!
Ich frage mich allerdings auch, ob man beim DM24 nicht lieber zugunsten
eines besseren Halls besser auf so eine "Spielerei" verzichtet hätte.
Ich sag nur: Marketing....
Gruß,
Christopher
http://www.hafibeat.de