Neumann Nachtrag: M49; M50; M50a

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
vor einigen Wochen kam die Frage auf was denn ein Mikro M50a von Neumann sein könnte. Ich habe mittlerweile Gelegenheit gehabt in den Braunbuch Unterlagen zu stöbern:
M49:Doppelmembranmikro (zwei Nieren); Betriebeinführung 1952; Röhrenbestückung MSC 2 von Hiller; später Umrüstung auf AC 701 bzw. AC 701K
M 50: Druckempfänger mit "Druckstaukugel"; Betriebseinführung 1952; Styrolmembran (wahrscheinlich ist Polyester gemeint?); Bestückung Hiller MSC 2, später AC 701 bzw. AC701K
M 50a: Wie M50 ABER mit Aluminiummembran anstelle der Styrolfolie. Warum hier Alu verwendet wurde kann ich allerdings nicht sagen.
Damit dürfte das Rätsel um den Zusatz "a" wohl gelöst sein, oder?
Grüße aus dem verregneten Norden.
M. Hein
ZitierenPost melden
Antwort#2
Danke Michael,
jetzt wissen wir, was M50a heißt: "Mit Aluminium-Membran".
Wenn das "normale" M50 dagegen eine "Styrolmembran" (Polyester) haben soll, dann habe ich ein Verständnisproblem. Butterbrotpapier oder Plastik allein ergibt doch keine Mikrofonmembran für einen Kondensator.
Mir ist bekannt, dass zum Beispiel die KM 53 und 54 Membranen aus "Voll-Nickel" waren. Später ging man dazu über auf einen dünnen Kunststoffträger ein Metall aufzudampfen. Man nahm dazu Gold, Aluminium oder Nickel.
Die Styrolmembran ist wohl nicht aus Metall und darum fehlt sicher die Angabe, womit sie bedampft ist.
Die Art des Metalls hat einen Einfluss auf den Klang, wie ich beim Hörvergleich unterschiedlich bedampfter Kunststoffmembranen hören konnte. Auch die Bedampfungsdicke hat eine deutliche Auswirkung.
Eine Anmerkung zu der 4 cm Plexiglaskugel im M50-Mikrofon: Die Membran an diesem Druckstaukörper ist eine 13 mm Kleinmembran. Es wird häufig falsch erklärt, dass das doch deutlich sichbar angeblich eine Großmembran sei.
Juri
ZitierenPost melden
Antwort#3
Mikrofonmembranen von Neumann und ihre Geschichte findet man hier:
http://www.neumann.com/infopool/download.php?Datei=docu0051.PDF
Dort steht, dass das M50 1951 entstand und es drei Membranen gab:
1. PVC-Folie, goldbedampft
2. Aluminium (keine Plaste-Folie)
3. Polyester-Folie, goldbedampft
Es ist also immer Metall im Spiel.
Polyester, PVC oder Styrol-Folie alleine geht sicher nicht.
Dass das Mikrofon M50a eine "Aluminiummembran anstelle der Styrolfolie" hat, heißt dass die Membran 2 verwendet wurde und die Styrolfolie entweder Membran 1 oder 3 ist, also stets goldbedampft.
Jürgen


Mikrofonmembranen von Georg Neumann
ZitierenPost melden
Antwort#4
Ja, das "A" war meine Frage. Vielen Dank noch einmal für die weiteren Erläuterungen.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.