Hallo Kollegen,
vor einigen Tagen hatten wir dieses Thema mal in einem ziemlich langen Thread diskutiert. Dabei wurden auch die sog. "Kirchentonarten" angesprochen. In einem Fachbuch - weiß nicht mehr in welchem - habe ich gelesen, daß gerade für diese Tonarten die "Pythagoräische Stimmung" besonders geeinget sein soll. Dies Stimmung hat in der 1. Terz der Tonleiter zwei "große Ganztöne" mit dem Verhältnis 8:9, anstatt wie in der sonst üblichen mathematischen Stimmung 8:9 und 9:10. Somit ergibt sich für die große Terz ein Verhältnis 64:81 anstatt 4:5.
Ich persönlich frage mich im Übrigen ernsthaft, ob die weit gebräuchliche "temperierte Stimmung" (wo der Halbton mit 'zwölfte Wurzel aus 2'definiert ist) wirklich die Idealstimmung ist. Nachdem ich bei einer Denkmalsorgel die in unserer Gegegend steht die "Kirnberger II" gehört habe, möchte ich eigentlich viel mehr für letztere plädieren. Vor einigen Jahren wurde in einer Sendung des HR eine Aufnahme vorgestellt, wo zwischen "temperiert" und "mitteltönig" auf ein und der selben Orgel im direkten Vergleich umgeschaltet wurde (die Orgel hatte verschiedenen Registerreihen die entsprechend gestimmt waren): Der Unterschied war beinahe so wie wenn man zwischen Moll und Dur umschalten würde.
Die Frage die sich für mich aufwirft ist die, ob es bei klassichen Konzerten nicht sinnvoller ist, z.B. Cembali und Kleinorgeln auf "Mitteltönig" zu stimmen.
MfG
Rainer
vor einigen Tagen hatten wir dieses Thema mal in einem ziemlich langen Thread diskutiert. Dabei wurden auch die sog. "Kirchentonarten" angesprochen. In einem Fachbuch - weiß nicht mehr in welchem - habe ich gelesen, daß gerade für diese Tonarten die "Pythagoräische Stimmung" besonders geeinget sein soll. Dies Stimmung hat in der 1. Terz der Tonleiter zwei "große Ganztöne" mit dem Verhältnis 8:9, anstatt wie in der sonst üblichen mathematischen Stimmung 8:9 und 9:10. Somit ergibt sich für die große Terz ein Verhältnis 64:81 anstatt 4:5.
Ich persönlich frage mich im Übrigen ernsthaft, ob die weit gebräuchliche "temperierte Stimmung" (wo der Halbton mit 'zwölfte Wurzel aus 2'definiert ist) wirklich die Idealstimmung ist. Nachdem ich bei einer Denkmalsorgel die in unserer Gegegend steht die "Kirnberger II" gehört habe, möchte ich eigentlich viel mehr für letztere plädieren. Vor einigen Jahren wurde in einer Sendung des HR eine Aufnahme vorgestellt, wo zwischen "temperiert" und "mitteltönig" auf ein und der selben Orgel im direkten Vergleich umgeschaltet wurde (die Orgel hatte verschiedenen Registerreihen die entsprechend gestimmt waren): Der Unterschied war beinahe so wie wenn man zwischen Moll und Dur umschalten würde.
Die Frage die sich für mich aufwirft ist die, ob es bei klassichen Konzerten nicht sinnvoller ist, z.B. Cembali und Kleinorgeln auf "Mitteltönig" zu stimmen.
MfG
Rainer
