Fernost-Mikros

Erstellt 17 Antworten18 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich wüsste gerne, welche Erfahrungen ihr mit Fernost-Mikros gemacht habt. Das sie im professionallen Bereich unbeliebt sind, ist klar. Aber habt ihr Erfahrungen? Kennt ihr Mikros von der Fernost-Marke Mipro?
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Antwort#2
MiPro kenne ich nicht. Aber auf der Seite der Superlux-Mikros gibt es einige Exemplare, die- wie der Name vermuten lässt- echt super aussehen. Die sind viel schöner als z.B. die fast schwarze KM184 oder so manch anderes Neumann.
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Antwort#3
Hi Dan,
mit solchen Fragen machst du dir hier eventuell kaum Freunde.
Die Mipro Mikrofone kenne ich nur von Abbildungen her, soweit ich mich erinnere sind das eher Karaokee Mikros.
Wenn du Fernost Teile kaufen möchtest, kann dich keiner daran hindern. Es gibt ja auch schon quasi "seriöse" Firmen. Von Thomann gibt es die "T-Bone" Serien, BPM, Samson und Studio Projects sind auch noch zu erwähnen.
Danach gibt es unzählige No-Name Brands.
Vielen dieser Mikros wird nachgesagt, daß teilweise erhebliche Toleranzen und Exemplarstreuungen vorkommen.
Grundsätzlich gibt es Alternativen, auch die Soliden Firmen haben teilweise billigserein auf dem Markt, z.B. Beyerdynamic und Audio Technica mit jeweils Kleinkapselmikrofonen in Nierencharakteristik.
Immer wenn du gepaarte Mikros brauchst, würde ich Markennamen empfehlen.
Als Anfängerset z. B. ein Paar Kleinkapseln, nach Möglichkeit immer ein "echtes" Kondensatormikrofon.
Wenn du gar nichts weißt und dich um nichts kümmern möchtest wirst du irgendwann wohl doch bei Neumann, Sennheiser, Mikrotech Gefell, .... landen.
Gruß
M. Hein
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Antwort#4
bei der diesjährigen Eröffnung der Wiener Festwochen wurden MIPRO Funkstrecken für Orchester- und Chorabnahme eingesetzt (laut Mediabiz)....So schlecht scheinen die also nicht zu sein?!
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Antwort#5
Hallo ORFler,
danke für die Nachhilfe, ich werde mich noch einmal schlau machen.
Gruß
M. Hein
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Antwort#6
Bei der diesjährigen Eröffnung der Wiener Festwochen wurden MIPRO
Funkstrecken für Orchester- und Chorabnahme eingesetzt.
Wie man einen Chor abnimmt, wird mir ewig ein Geheinmnis bleiben, aber es muss demnach mit dieser Fernostware wohl irgendwie gehen.
Dagegen kenne ich gute Sennheiser-Geräte für die Mikrofonierung (Mikrofonaufnahme) von Chören.
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Antwort#7
Danke für die neunmalkluge Belehrung, die sinnlos ist, vor allem bei einem alten Esel wie mir. Es haben sich nun mal umgangssprachliche "Fehlbegriffe" eingebürgert, und es ist auch oft genug hierüber in diesem Forum diskutiert worden, weswegen solch "aussagekräftige" Beiträge in Zukunft unterlassen werden können!
Carl Michael S.
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Antwort#8
Jaja, das ständige Auf und AB mit den -Nahmen.
Der Begriff "Mikrofonierung" ist bei genauer Betrachtung und Wortdeutung aber auch nicht ganz logisch, wenn man z.B. mal bedenkt, daß eine "Sanierung" eines Menschen ihn gesünder macht. Wird er durch die Mikrofonierung stabförmiger, keulenartig oder kugelförmig? Oder wird er "aufnahmefähiger"? ... wofür? Eine Grundierung von Wänden jedenfalls reduziert deren Aufnahmefähigkeit (für Feuchtigkeit)- aber was selbige beim Menschen wiederum anrichtet, weis man nicht. Vielleicht wird er durch das "grounden" einfach auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt?
Die Phrase "Mikrofonaufnahme eines Chores" ist doppelt falsch, denn der Chor nimmt ja nichts auf, und schon gar keine Mikrofone. Es sit gerade anders herum: Aufnehmen "tut" der Tonmann, oder eben die Mikrofone und zwar den Ton. Der Chor nimmt die Mikrofone nur dann auf, wenn sie runter- und sonstwie gefallen sind- so wie mancher Chorleiter gefallene Mädchen aufnimmt, was aber ein anders Thema ist.
Die Frage ist nun, wohin wird der Ton genommen? "Rauf, auf das Band" hiess es in früheren Tagen und daraus entwickelte sich wohl überhaupt die AUFnahme. Da aber heute oft virtuell gearbeitet wird und man Dateien in Ordnern ablegt, darf man ja vielleicht doch ABnahme sagen ...?
Wichtig ist, daß man dem Chor den Ton nicht dauerhaft abnimmt, ihn also wegnimt und sich dessen bemächtigt (vergleiche den thread zu den Eigentumsfragen hinsichtlich des Masters) sondern dem Chor die Töne irgendwann mal wieder zurückgibt.


Noch mehr Wortklauberei
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Antwort#9
Hallo,
zu diesem Thema durfte ich mal einen ausführlichen Vergleichstest machen, der sich vom 69 EUR Fernost-GM-Mikro bis zu einem Vertreter der Fa. Neumann erstreckt. Die Ergebnisse sind interessant und können auf der Homepage der Zeitschrift tools 4 music in Augenschein genommen werden.
Der erste Teil des Tests liegt im Archiv, man kommt dran, indem man der Suchmaschine zu.B. den Begriff "Neumann" anbietet.
Der zweite Teil ist noch online unter "Mehrwert"
Gruß
Martin
PS: Der Test wurde von keiner Firma gesponsert!
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Antwort#11
Gefunden in Wikipedia:
Unter den Ton-Amateuren ist zur Zeit eine unachtsame Redensart im Umlauf, bei der ein Mikrofon nicht den Schall anständig "aufnimmt", sondern man nimmt mit dem Mikrofon den Schall "ab".
Ein Mikrofon bleibt jedoch weiterhin ein Schallaufnehmer, denn es steht im Schallfeld und nimmt dort den einwirkenden Schall auf.
Darum vermeide man den falschen Begriff der Schall"ab"nahme eines Flügels oder eines Chores, weil das zu unklaren Vorstellungen bei der Tonaufnahme führt.
Jedenfalls ist das nachdenkenswert.
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Antwort#12
Es nervt!
Slang bleibt slang. Und wer glaubt sich durch die Verwendung von Aufnehmen und dem dementsprechenden rumnerven mit "Ätsch, ich weiss wie es richtig heisst..." automatisch zum Profi zu machen, hat sich etwas getäuscht.
Und in Wickipedia kann jeder irgendwas reinschreiben. Da könnte ich auch den Fachterminus "Abnehmen" erklären...
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Antwort#13
Das nächste orangefarbene Buch von Dickreiter muss jetzt auf Wunsch der "Tonabnehmer"-Gilde umbenannt werden in "Handbuch der Tonabnahmetechnik".
Aua - Aua.
Jobi
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Antwort#14
Mich nerven diese ständigen Diskussionen darüber!
Und das von der Wortverwendung auf Professionalität geschlossen werden kann.
Das funktioniert noch bei Bassdrum vs. Basedrum, aber wie viele Profies wären keine Profies mehr hinge es davon ab ob man Gaffer oder Gaffa sagt...
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Antwort#15
P.S. die "Bibel" heisst "Handbuch der Tonstudiotechnik"! Ketzer, kennst nicht mal die Bibel...
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Antwort#16
Servus Jürgen,
das
http://www.studio96.de/story%20020516%20originelle%20formanten.html
hab ich mit großem Vergnügen gelesen.
Wir hören, was wir meinen zu hören.
redi,
der am Wochenende (mindestens) 10 Minuten brauchte, um zu merken, daß der Kompressor an dem er rumgeschraubt hatte, in einem ganz anderen - allerdings gemuteten - Kanalzug geinsertet war.
Vielleicht sollte ich mir auch diese "original formant forcing" - Schaltung zulegen. Leider hast Du vergessen, eine Bezugsquelle anzugeben.
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Antwort#18
Danke für die Blumen,
man tut was man kann!
Martin
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