Harfe mikrofonieren?

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
kann mir jemand sagen, wie ich am Besten auf einer Open Air Bühne eine Harfe mikrofoniere und mit welchem Mic ich am Besten arbeiten sollte?
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Antwort#2
Hallo Peter,
welche Musikrichtung wird gespielt Konzert, Folk oder Volkmusik?
Ist es eine Irische-, eine Konzert- oder eine Volksharfe?
Soll es ein Mitschnitt oder verstärkt werden?
Bei Aufnahmen 30 - 60cm von den Saiten weg, Niere, besser breite Niere.
Bei Beschallung habe ich ich schon mal 2 Ramsa Clipmikros von hinten in den Resonanzraum gesteckt. Oben und unten, dann mit dem EQ die Mikros getrennt.
Gruß
Hans
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Antwort#3
Hallo,
bei Aufnahmen habe ich die besten Ergebnisse mit einem Neumann KM 86 (es geht auch ein KM 84, hat die gleiche Kapsel, resp. 184) in Nierencharakteristik erzielt. Mit der Position einfach experimentieren, es gibt nämlich nicht DIE Harfe und DAS dazugehörige Abstrahlverhalten. Im Zweifelsfall zwei Mikros nehmen, eins am Resonanzkasten und eins vor den Saiten, dann aber auf Kammfiltereffekte acht geben.
Live geht es recht ordentlich mit ganz einfachen Piezo-PU´s zum Ankleben für akustische Gitarren, wie sie z.B. von Monacor vertrieben werden (GM-200). Auch hier sollte mit der Positionierung experimentiert werden. Die Dinger lassen sich übrigens wieder rückstandslos entfernen und klingen besser, als man auf den ersten Blick vermutet. Das Anschlaggeräusch der Saiten kann bei Bedarf mittels Stützmikrofon dazugemischt werden.
Gruß
Martin
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Antwort#4
Hallo Peter,
Du stellst die Frage, wie man bei einer Open Air Bühne eine Harfe mikrofonieren soll.
Es fehlt der wesentliche Hinweis, ob es das für eine Aufnahme zur Lautsprecher-Beschallung gedacht ist oder für eine alleinige Tonaufnahme. Da gibt es einen gewissen Unterschied, der selten bedacht wird.
Bei einer Tonaufnahme stützt man vorsichtig zu den Hauptmikrofonen die Harfe, die natürlich klingen muss.
Bei der Beschallung hat man keine Haupmikrofone und das "Natürlich-Klingen" hat weniger Bedeutung.
Richtig unangenehm wird es, wenn auf einem Schlag beides gewünscht wird.
Da ist man in der Zwickmühle.
Jupp
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Antwort#5
Hi,
wie kommt es denn, dass immer behauptet wird, man stütze "vorsichtig" das Instrument? Entweder man stützt es, oder man hört es nicht.
Wird gemeint, man solle möglichst wenig des Stützmikrofonsignals gebrauchen? Dies impliziert, dass die Balance auf dem Hauptmikrofon schon grösstenteils stimme. Dem ist bloss selten so, gerade bei grossen Klangkörpern.
Die Verwendung von Stützen unterliegt so vielen Faktoren, dass keine allgemeine Vorgehensweise darzustellen ist - vor allem wenn man sieht, wie unterschiedlich sie schlussendlich angewendet werden.
Gr.
Dirk
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Antwort#6
Hallo,
ein oder zwei Crown PCC 160 machen sich für Beschallungszwecke auch ganz gut.
Gruß Jörg
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Antwort#7
Hallo Jörg DJ,
die Crown PCC 160, als Supernieren-Grenzflächenmikrofone, bei denen der Mikrofonkörper sich selber im Wege steht :-), wird es wohl sicher nicht sein.
Und wer sagt denn, dass die Aufnahme der Harfe für Beschallungszwecke sein soll? Hierzu fehlt noch die Antwort des Fragestellers.
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Antwort#9
Wie "sich im Wege steht"?
Üblicherweise sind die PZM-Mikrofonkörper der Firma Crown sich selbst im Schallwege, was zu dem wundersamen "Patent" gehört. Dieses ist deutlich im Link in der Abbildung zu sehen.
Die Serie PCC ist mir nicht bekannt. Es wäre ein Wunder, wenn Crown von ihrem Patent abgehen würde - vielleicht ist das aber so.


Das Mikrofon, das sich im Wege steht
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Antwort#10
Zitat: "Die Serie PCC ist mir nicht bekannt."
Ach so?
Es gehört schon eine gute Menge Besserwisserei dazu, ein unbekanntes Mikro
pauschal als "nicht funktionierend" (Zitat: "...wird es wohl sicher nicht sein.") hinzustellen nur aufgrund eines theoretisch(!) nicht ganz "koscheren"
Funktionsprinzips. Nicht mal die Erfahrung und der Tip des Kollegen bringen
Einsicht?
"Und wer sagt denn, dass die Aufnahme der Harfe für Beschallungszwecke sein soll?"
Die Aufnahme für Beschallungzwecke??
Offensichtlich hast Du von Beschallung nicht gerade viel Ahnung?
NIEMAND aus der Beschallungsinnung spricht so! Ganz echt!
Von daher gehe ich mal davon aus, daß das Crown PCC eine ganz hervoragende
Lösung sein muß...
Gruß,
Christopher
"This is my opinion,
please don't get mad if i say something wrong or any statement
that make you unhappy."
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Antwort#12
Hallo,
könntest Du einen Link bitte in das Feld "Deine Homepage-URL" eintragen?
Dann ist er direkt anklickbar.
Viele Grüße
Frank
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Antwort#13
Guten Morgen,
hier ist mal ein Link zum offiziellen Datenblatt des PCC 160. Man beachte die Zeichnung, aus der klar hervorgeht, daß das Teil sich nicht im Wege steht. Wenn ihr wollt, kann ich auch noch mal eins aufschrauben und ein Foto machen :-).
In der Tat gehört das Teil zu den Problemlösern, wenn man weiß, wie und wo man es hinlegen oder -kleben muß.
Gruß Jörg


Crown PCC 160
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Antwort#14
Welchen Idealplatz für das Niederlegen des PZMs schlägt man für das Aufnehmen des Harfenklangs vor? Das ist sicher recht problematisch.
Wenn man mit dem Ohr mal um eine spielende Konzertharfe geht, dann erkennt man - o Wunder - dass aus den Saiten gar kein Klang rauskommt!
Wirklich nicht die Bohne.
Das wird aber häufig nicht erkannt, denn man sieht, dass mit Vorliebe Richtmikrofone ganz nah in der Mitte der Beharfung auf die Saiten (!) gerichtet werden. Man denkt dabei sicher automatisch an das Klavier oder an die Gitarre, bei denen wirklich aus der Saitengegend (nicht aus den Saiten!) auch guter Klang rauskommt.
Das ist ausnahmsweise bei der Harfe eben nicht der Fall.
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Antwort#15
Ein Bild für die Tontechniker, die nie ein Harfe aufnehmen werden. Der Schall kommt hauptsächlich aus dem 45° schräg liegenden Schallkasten.
Richtet man ein Mikrofon auf die abgestellte Harfe (Saiten?) aus, während der Spieler nicht spielt, dann wird man sich wundern, wo sich die Harfe gekippt beim Spielen befindet.
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Antwort#16
Hallo,
erstmal nochmal zum Mitmeißeln: Das PCC 160 gehört nicht zu den PZMs von Crown, sondern hat eine waagerecht eingebaute Supernierenkapsel.
Daraus ergibt sich, daß man das Mikro vor die Harfe auf den Boden legt und auf den Schallkasten ausrichtet. Durch die relativ schmale Richtcharakteristik kann man störenden Schall (PA, Monitore, andere Instrumente) relativ gut ausblenden.
HTH Jörg
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