Membrandurchmesser

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Startbeitrag#1
Während man zum KM-Mikrofon aus Neumann-Unterlagen erfahren kann, dass der Membrandurchmesser 21 mm sei und die Kugel des M50-Mikrofons genau 40 mm Durchmesser hat, ist über Membrandurchmesser von Großmembranmikrofonen nichts zu erfahren.
Bei Googleanfrage zeigen sich nur Durchmesser des Mikrofonschafts oder Durchmesser von elastischen Aufhängungen.
Wer kann mir das Mikrofon mit der größten Membran nennen? Manley? Wie groß sind denn diese Großmembrandurchmesser?
Wie groß ist der kleinste Membrandurchmesser (Kleinmembran) eines angewendeten Aufnahmemikrofons?
Von welchem Zahlenwert an ist es ein Großmembranmikrofon und unterhalb welchem Wert ist es ein Kleinmembranmikrofon?
Wer kann dazu was sagen? Ich denke meistens sind dabei die Angaben in Zoll üblich: 1 inch, 1 1/2 inches 2 inches.
Gruß
Urs
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Antwort#2
Dieses unbekannte "Großmembran" genannte Mikrofon hat einen angegebenen Membrandurchmesser von 1,1 Zoll, also 2,75 cm.


Unbekanntes Goßmembranmikrofon
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Antwort#3
Upps! Grossmembraner von M-Audio? Kennt die jemand? Was taugen die?
Ich muss sagen, daß ich mich für den exakten Membrandurchmesser noch nicht so interessiert habe. Gibt es das große Unterschiede? Ich ging immer so von 1Zoll aus.
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Antwort#4
Grundig GKM 17. Gebaut für Heimtonbandgeräte. Membrandurchmesser an die 10 cm! Dürfte wohl der Rekordhalter sein.
Gruß Jörg
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Antwort#5
Hallo,
soviel ich weiß, gibt es keine Vorgabe, ab wann die Membran als groß bzw. klein bezeichnet werden soll, mit Sicherheit weiß ich ,dass es dafür keine Norm gibt.
Üblicherweise spricht man ab ca. 1 Zoll (25,4 mm) von einer Großmembran, in letzter Zeit werden allderdings auch häufiger 3/4 Zoll-Kapseln als GM angepriesen. Bei den Größenangaben wird leider oft auch keine Angabe gemacht, ob es sich um den Membran- oder Kapselaussendurchmesser handelt.
Auf jdeden Fall wird alles kleinergleich 1/2 Zoll als Kleinmembran bezeichnet, für professionelle Aufnahmen wird dieses Maß aber i.d.R. nicht stark unterschritten, da linear mit der Membranfläche die Empfindlichkeit abnimmt und damit auch der Rauschabstand.
In der professionellen Messtechnik sind 1/4 Zoll-Kapseln durchaus üblich, wobei damit das Aussenmaß der Kapsel gemeint ist. Hier spielt das Rauschen meist keine so große Rolle.
Grundsätzlich (wurde schon etliche Dutzend mal im Forum erklärt) ist das Übertragungsverhalten - speziell im oberen Frequenzbereich - umso neutraler, je kleiner die Membranfläche ist, dagegen der nimmt Eigenklang (bitte entschuldigte diese Wortwahl, aber jeder weiß, was damit gemeint ist) eines Mikrofones linear mit der Membranfläche zu, was sehr oft gewünscht ist und die Großmembrantechnik sicherlich noch ein paar Jahrzehnte am Leben erhalten wird.
Ich hoffe, Du kannst mit dieser Abhandlung was anfangen.
Martin
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Antwort#6
Danke Martin K. - ich vermute das K,
das sind fachlich gute Aussagen.
Ich hätte nicht erwartet, dass selbst bekannte Mikrofonhersteller so zurückhaltend mit der Angabe ihrer Großmembrandurchmesser sind. Bei der Größenangabe interessiert eigentlich nur der schwingende Teil der Membran und nicht die größere Halterung.
Zum Beispiel stellt beim M50-Mikrofon der 40 mm Durchmesser der Plexiglaskugel die Halterung dar, wobei eine 20 mm Kleinmembran eingebaut ist.
Dieser derzeitige Trend der Aufnahme bis über 40 kHz wird sich bei den Großmembranmikrofonen bestimmt nicht verwirklichen lassen.
Also: eine 1 Zoll-Membran (25 mm) stellt die Grenze zwischen Groß- und Kleinmembran dar. Alles was kleiner ist, ist eine Kleinmembran und alles was Größer ist, ist eine Großmembran. Ich brauchte diesen Wert für eine Lexikon-Angabe.
Gruß
Urs
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Antwort#7
Hallo Urs,
in Ergänzung zu den Aussagen der Kollegen noch ein paar Anmerkungen. Dich interessiert nur der "schwingende Teil" der Membrane - ok. Bedenke aber bitte, daß auch hier nicht der ganze Durchmesser elektrisch aktiv ist. Wenn Du Dir z.B. mal die Kapsel eines Neumann U87 ansiehst, wirst Du feststellen, daß die Metallbedampfung nicht bis zum Rand geht, also der elektrisch aktive Teil noch etwas kleiner ist.
Vielleicht noch ein wichtiger Hinweis: Die Annahme, daß eine rund eingespannte Membran immer tellerförmig schwingt und eine rundeingespannte UND mittengeschraubte (z.B. U87) Membran dann zwangsläufig ringförmig, stimmt auch nicht, sonder es ergeben sich Schwingmodi die je nach Frequenz verschieden sind. Darüber habe ich mich mal mit Jörg Wuttke (Schoeps) unterhalten.
Ferner ist für den "Eigenklang" eines Mikrofons nicht allein der Membrandurchmesser von Bedeutung, sondern die ganze Kapsel und darüber hinaus noch die Größe und Form des die Kapsel umgebenden Korbs. Man sieht hier, daß das Thema "Mikrofonherstellung" ein ziemlich komplexes Gebiet ist, das viel Know How erfordert.
Allgemein kann aber gelten: Kleinmembran bis ca. 1/2 Zoll, Großmembran 1 Zoll und mehr.

Grüße
Rainer
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Antwort#8
Dakne Rainer,
nun steht dem lückenlosen LExikon-Eintrag ja nichts mehr im Wege.
@ Urs: Ich würde die Grenze fließend zwischen 1/2 und 1 Zoll angeben, dann bist Du auf der richtigen Seite.
Kann man von dem Lexikon auf irgend einem Weg ein Exemplar bekommen, wenn es denn fertig ist?
Martin
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Antwort#9
Rainer schreibt: "Kleinmembran" bis ca. 1/2 Zoll.
1/2 Zoll sind bei mir rund 13 mm.
Welche "Kleinmembranmikrofone" gibt es denn, die einen Membrandurchmesser kleiner als 13 mm haben?
Neuman gibt ja den Membrandurchmesser seines "Kleinmembranmikrofons" mit 21 mm Durchmesser an.
Irgendwo scheint hier der Wurm drin zu sein. Oder ich verstehe etwas nicht.
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Antwort#10
Also, übliche Membrandurchmesser für Großmembranmikros sind wiegesagt 1 und 1,1". Es gibt aber auch 0,75" , halte ich für ein ganz gutes Maß,
(z.B. eingebaut hier: http://www.cadmics.com/e200.htm )dies wird aber auch als Großmembranmikrofon bezeichnet.Ich würde also sagen: bis 1/2" = Kleinmembran ,
darüber ist Großmembran.
Übrigens kann ich das gezeigte Mikrofon noch toppen, aus meiner Sammlung ein TEKADE-Mikrofon , Membrandurchmesser ca.15 cm. Ist auch im Museum für Industriekultur in Nürnberg ausgestellt als erstes "Radiomikrofon".
Baujahr vermutlich um 1930.
P.S.:Sorry, bekomme das Bild leider hier nicht draufgeladen.


Powerstation
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Antwort#12
nur 2 Beispiele die mir ad hoc einfallen:
DPA 4007 (Aussendurchmesser des Micros 12mm) oder
DPA 406X - Serie (Membran: 5,4mm)

Herzliche Grüße
Georg


tonzauber - einfach klassisch
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