Schlagzeugrack abdämmen?

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo allerseits,
Ich weiß ja nicht so recht, ob dies die Plattform ist um diese Frage zu stellen, aber ich versuchs einfach mal:
Folgendes Problem:
Mein E-Drum-Set (Hartplastikpads, werden demnächst getauscht) scheint irgendwie Körperschall (vermute ich mal) über das Rack anzuregen (steht auf einem Teppich, der wiederum auf Laminat). Jedenfalls meint der Nachbar unter mir er höre immer ein dröhnen, recht unangenehm. Bis jetzt ist das nachbarschaftliche Verhältnis noch recht gut und ich will es eigentlich nicht strapazieren.
Wie kann ich sinnvoll etwas gegen die Körperschallübertragung unterbinden, welches Dämmmaterial kann ich unterlegen?
Hoffe mal auf eine hilfreiche Tipps
Liebe Grüße
armin
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Antwort#2
Tja, das alte Problem. Leider bist Du hier gefordert etwas zu unternehmen. Die gesetzlichen Bestimmungen lassen zwar eine gewisse Übungszeit für Musiker zu, aber die reicht kaum aus und der ärger bleibt.
Ich würde empfehlen, eine möglichst dicke, innenraumtaugliche (->Giftstoffe!) Spanplatte zu kaufen, diese mit Teppichboden zu beziehen und auf eine Dämmunterlage zu legen. Der Teppichboden (nach oben zum Set!) verhindert das Rutschen und die Fussgräusche des gesamten Sets oder eines eventullen Fusspedals. Als Dämmmunterlage kommen all die Werkstoffe in Betracht, die typischwerweise unter Parkett und Laminatboden benutzt werden. Da gibt es Korkverbundwerkstoffe, Flies oder Noppenkunststoff. Das ist zwar recht teuer, aber man braucht ja nur etwa 3m2. Gfs könnte man auch 2 Lagen Spanplatten direkt mit einander verleimen und verschrauben, um eine noch schwerere, "schwimende" Platte zu erhalten. Das ganze ist für unter ?100,- zu machen, schätze ich mal.
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Antwort#3
Hallo Armin,
zu allererst läßt du einmal einen befreundeten Drummer auf deinem Set spielen und hörst dir gemeinsam mit deinem Nachbar das Dröhnen an. Bei dieser Gelegenheit mußt du herausfinden, ob tatsächlich Körperschallübertragung oder nicht vielleicht doch Luftschallübertragung stattfindet.
Bei Körperschall:
Sandwichbauweise: Auf den vorhandenen Fußboden Hanfdämmplatten auslegen, diese sind ca. 40 ... 50mm dick. Obendrauf eine "Bodenplatte" aus OSB-, Span- oder anderen Platten. Nach dieser Maßnahme sollte Trittschall kein Thema mehr sein.
Luftschall:
Je nach Art, neue Fenster, Versiegelung der Fugen/Risse mit Putz/Spritzkork.
Gruß
M. Hein
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Antwort#4
Geschrieben von armin am 06. August 2004 04:17:09:
Servus,
armin schrieb:
Mein E-Drum-Set [...] steht auf einem Teppich, der wiederum auf Laminat
Jedenfalls meint der Nachbar unter mir, er höre immer ein dröhnen
Hm, "Dröhnen" klingt in dem Zusammenhang wirklich nach Körperschall. Hör Dir das, wie M. Hein schon gesagt hat, möglichst auch selber an. Damit zeigst Du Verständnis am Problem Deines Nachbarn, und nur so kannst Du Veränderungen, die Du einbaust, in ihrer Wirkung beurteilen.
Grundsätzlich gilt: Entkoppeln.
Leider ist das grundsätzlich nur teilweise möglich, denn irgendetwas liegt immer irgendwo auf ...
Mein Vorschlag:
- wenn schon Holzplatten, dann OSB (keine Spanplatten)
- (wahrscheinlich) besser: Trockenestrich, also Gipskartonplatten für den Boden
- wenn's toll werden soll/muß: Gehwegplatten, mindestens 2 Lagen, versetzt im Verband
- also Masse einbringen (dabei Statik beachten)
- Entkoppeln, das ist das Problem
Ach ja, Laminat:
Das ist, wenn's nicht wirklich gut verlegt ist, gaanz, gaanz schlecht ...
redi
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