Suche dringend Hilfe für Live-Sound

Erstellt 35 Antworten36 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich bin Bassist in einer kleinen Band, wir haben zwei Gitarren, ein Keyboard, nen Bass und Gesang (das Schlagzeug nehmen wir noch nicht ab). Außerdem haben wir einen Dynacord Powermate 1000, mit dem wir Live spielen. Außerdem machen wir alles selber, oder versuchen es wenigstens, leider bedeutet das auch viel geschlappe, aber das ist halt so. Mein Problem ist jetzt, das wir immer wieder Probleme mit unserem Sound haben. Wie mache ich ein richtig guten Mix, wie gehe ich da vor und auf was muss ich achten? Fragen über Fragen... z.B. finde ich das unser (mein)Bass nicht gut klingt, es hört sich alles sehr Breiig an und auch die Gitarre meistens nicht sauber vom Sound. Gibt es vielleicht Bücher oder generelle Tips, die für einen absoluten Anfänger geignet sind.
Unser Mixer hat leider auch nur einen Drei-Wege EQ für jeden Kanal, reicht das schon? Was braucht man da noch? Wir spielen alle Instrument direkt über den Mixer. so ich glaube das sind erstmal alle Informationen.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
André
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Antwort#2
Hallo!
Das erste Problem ist das selber abmixen. Du kannst halt nicht wirklich gut einschätzen wie es im Publikum klingt, und als hin und her zu laufen ist auch blöd. Das Nächste ist wenn es breiig klingt könnte das 1. am schlechten Arrangment und 2. am schlechten Mix liegen. Ihr müsst darauf achten das Ihr keine Frequenz Überlagerungen habt und das fängt bein arrangieren an. Bei Mixen dann vor allem bei nem 3Band EQ eher Frequenzen rausdrehen als rein.
Was mir so spontan einfällt:
Gitarre Bässe raus, das sie den Bass nicht stört. Bass und Bassdrum entwerder macht der Bass untenrum Druck und die Bassdrum kickt in erster Linie oder die Bassdrum macht den Druck und der bass fängt etwas oberhalb an. Mit keyboard´s aufpassen das sie nicht mit Gitarren und gesang ins Gehege kommen usw.
Hoffe etwas geholfen zu haben
MFG
Sebastian
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Antwort#3
Servus,
für den Praxis-Einstieg ist das oft empfohlene Workshop-Buch von Uli Eisner gut.
Frequenzen der einzelnen Instrumente trennen heißt die Live-Standardmaßnahme. Am Anfang hab ich Rezepteinstellungen schmerzlich vermißt.
Hier
http://www.theprojectstudiohandbook.com/articles6.htm
findest Du viel (nicht nur dazu).
redi



Bücher ...
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Antwort#4
Hi -
bin kein Beschallungs-Profi, aber schon paar Jährchen Amateur(Rock)Musiker. Habe auch gelegentlich schon andere Bands live gemischt; mache auch Home-Recording-Mixing.
1. Bühnenlautstärke möglichst gering. Open Air stört das weniger, aber in kleinem Club kommt der Brei oft durch die Bühnenlautstärke. (nun ja, Drums gehen halt nicht leiser).
2. Git.-Amps: rel. wenig Gain (also schon mal an der Quelle "klar" einstellen), nicht zuviel Bass und wie gesagt, nicht zu laut - lieber Amps nach innen drehen bzw. auf Eure Ohren (als Monitor) - den Druck soll die PA machen!
3. Bass: direkt (DI) abnehmen. Evtl. am Pult sogar bissel Bässe raus.
4. In kleinem Club evtl. generell etwas Bass-Mulm raus (Summen-EQ oder an jedem Kanal). Wie auch Ulli Eisner sagt - daß das Instrument "Bassgitarre" heißt, bedeutet nicht, daß hier unbedingt Bässe reingedreht werden müssen.
5. Voc: normalerweise bissel 250 - 300 Hz raus, geht bei Eurem Pult nicht, dann auch hier alternativ Bässe raus
Voc, sofern vorhanden, etwas komprimieren.
6. Bassdrum: Abnehmen (auch in Kleinst-Bar). Geht schon SM58 oder ähnl. gut
7. Git.: beide Git etwas anders klingend. um Stimme Platz zu machen evtl. Mitten bissel raus, oder aber Bässe raus
8. Keyb: wie auch für Git gilt: nicht eine Solo-Keyboard-Soundwand einstellen (brachiale Bassgewitter, super Stereoflächen), sondern eher mittig-nasal.
9. Da die meiste Arbeit im Zuweisen der Mitten liegt (Git1, Git2, Key, Voc - jeweils mit anderen typischen Frequenzen von so 500 - 5000 Hz) wäre Pult mit mind. 1x semiparam. Mittenregler gut.
Wie ichs von anderen Bands kenne, vermute ich mal, daß der Gesang generell "mumpfig-dröhnend" klingen wird. Wie gesagt, hier müßte bei 250-300 Hz was weg, alternativ einfach beim Bass-Regler versuchen.
Mal ne Platte von STEPPENWOLF oder DOORS anhören, als Orientierung:
Druck durch Bassdrum und Bass, Git + Keyb eher "dünn"und klar eingestellt; Stimme klar.
Viel Glück
Michael
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Antwort#5
Hi,
erstmal schon vielen Dank für eure Hilfe.
Eine Frage hätte ich noch, wie kann ich ein Schlagzeug am Besten abnehmen und was für Mikros würdet ihr empfehlen.
Vielen Dank
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Antwort#6
Ist viel einfacher, als immer geredet wird.
In kleinem Club: nur BD z.B. erstmal mit SM58/57 (kann später für alles andere genommen werden); wenn man will, später n spezielles Kick-Mic kaufen
in mittlerem Club: BD + HH/Snare mit SM57 auf Ständer (bedient HH + Snare gleichzeitig)
wenns größer wird: 1 - 2 x OH (Kondensator) und Tom-Mikros
Michael
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Antwort#7
Hab in nen Internetshop ein Mikroset von t-bone gesehen. Kann man damit was anfangen oder eher nicht so?
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Antwort#8
Gegenfrage André,
ist das Schlagzeug wirklich zu leise?
Was willst du an dem Schlagzeug denn "abnehmen?"
Mikrofone nehmen den Schall auf.
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Antwort#9
Uli Eisner wurde schon angesprochen.
Um welche Musikrichung handelt es sich?
Für kleine Clubs und eigener PA würde ich versuchen Gitarren und Bass nicht über die PA laufen zu lassen oder nur sehr wenig. Kommt natürlich auf die PA an die ihr habt. Wenn sie mehr Power hat ist es dageben wieder günstiger alles drüber zu jagen, da dann mehr geregelt werden kann.
(ich geh mal von bass, param Mitten, Höhen-EQ aus).
Grundsätzlich die Bassdrum immer abnehmen! Möglichst gaten.
Bei der Bassdrum brauch man unbedingt zwei parametrische Mitten.
Einmal um den Mulm bei 150-300Hz rauszunehmen und einmal um den Kick bei 4kHz rinzudrehen. Bei nur einem parametrischen Band muss man probieren ob man lieber die tiefen Mitten rausnimmt, und den Kick nur mit dem Höhen-Poti bearbeitet, oder ob man gezielt den Klick reindreht und untenrum nur die Bässe anhebt.
Beim Bass auf die Mitten achten (500-1kHz) und zusehen dass es dort gut kommt.
Im allgemeinen wenns matscht, etwas die Bässe zurück, und bei 200-300Hz raus.
Ganz tiefe Bässe sind ungünstig wenn's schon matscht.
Gitarren auf Mitten achten. Je nach Spielweise andere Frequenzbereich. Wenn ich mich richtig entsinne ist genau das auf Uli Eisners Buch und CD gut erklärt.
Platz lassen für Gesang.
Keyboards: dem Keyboarder sagen er soll die linke Hand in die Hosentasche stecken. Sounds sorgfältig vorher auswählen! Piano-Sounds (allgemein perkussive Sounds) sind unkritisch. Flächen wie Strings und Analog-Pads matschen oft nur alles zu anstatt den Gesamtsound zu unterstützen. Hier wirklich sorgfältig Sounds auswählen, Sounds basteln, Tonlage auswählen (z.B. Oktave höher spielen, Akkorde aufdröseln, oder tiefer Spielen wenn mit Sologitarre ins Gehege kommen)
Ganz, ganz wichtig das Arragement. Doppelbassdrums, 16tel Rhytmusgitarren, Sologitarre und Keyboardsolo matscht eher als langsameres Zeugs.
Je dünner das Arragement desto fetter können sie Sounds sein. Und je später matscht es. Bei jeder Note deshalb wirklich überlegen: hört man die Note? Braucht der Song die Note? etc.
Natürlich darf es insgesamt nicht zu dünn klingen. Einen dünnen Sound (z.B. Gesang + Akustikgitarre) kriegt jeder Tondepp einigermassen klar rüber, deswegen verlange sie ihn so oft von Musikern...
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Antwort#10
Besser die von Stitch. Berta, Manfred und Holger. (die Mikros heissen wirklich so, nicht XYZ-0815 wie man's gewohnt ist. [1] Der Drumsatz Schröders oder Schulzes.)
Leider wird der Satz nicht mehr gebaut.
Unter vorbehalt dass es die selben Mikros unter anderem Namen sind:
http://www.superlux-microphones.com/pi889598713.htm?categoryId=3
[1] Wieso heissen eigl. sehr viele Geräte MPX-xxx? Ich habe allein drei in meinem Rack: LA Audio MPX-1, Lexicon MPX-500 und Sytek MPX-4a.
Ist das irgendwas kabbalistisches...?
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Antwort#11
MPX
multiplex?
oder:
multi processor effects?
Wobei lexicon von
"Multi-Effects Processor"
schreibt.
Dann müßte das aber MXP heißen, oder?
redi
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Antwort#12
MPX = Multiplex:
Usually seen used for the Multiplex filter on analogue recorders. FM radio uses a 19KHz multiplex pilot tone to control the demodulation of the radio signal, this is not properly filtered out by most tuners and is thus still present in the audio signal that you get from the tuner. This is mostly inaudible but creates problems when you use some noise reduction system that use the emphasis as the tone interferes with the tracking of the system and in older recorders in particular it also created problems with the bias cirquit for similar reasons.
MPX (multiplex):
A method of combining two or more signals into one. Some tape decks have an MPX filter that removes the 19,000 Hz pilot tone from stereo FM broadcasts.
Preisfrage: was ist MPX überhaupt?

1. mpx - Compiled executable menu file - FoxPro
2. mpx - Exchange file - Microsoft Project
Schon mal probiert, die MP3s auf die CF-Karte mittels des Kartenlesers zu kopieren und dann im Player wiederzugeben?
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Antwort#13
:-) Bin gerade in einem Forum eines Musikalienhändlers/Versenders unterwegs. Dor gibt es praktisch ausschließlich den Begriff "Abnahme". Ich hab gar nicht erst damit angefangen, dies Thema anzuschneiden.
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Antwort#14
"Wieso heissen eigl. sehr viele Geräte MPX-xxx?"
Die befragte Linguistikexperten neben mir meint: Die drei Laute seien sowlh im deutschen als auch im englishen sehr fließens auszusprechen, da die Mundstellung beim Ende des vorherigen zum Beginn des nächsten überleite.
(kreative) Werbefachleute lernen solche Dinge in der Ausbildung, daher haben Autos, Industriewerkzeuge und viele teure Consumartikel, wo bei der Namensbildung "Profis" herangezogen werden, alle so kreative Namen - und irgendwie sind es immer dieselben.
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Antwort#15
Kein Wunder: Immer diese Personen, die weit weg von der Tontechnik sind.
Keine Diskussion!
Wer Sound "abnimmt" hat eine falsche Vorstellung von der Tonaufnahmetechnik.
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Antwort#16
damit wenn man inne belibige suchmaschine MPX eingibt auch die geräte der weniger bekannten firmen auftauchen.
so nutzt man synergieeffexe ;-)

grüße
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Antwort#17
Es ist immer wieder spannend wie sich neunmalkulge Forumsposter über Haarspaltereien auslassen, im reellen Aufnahmeeinsatz dann aber kläglich versagen.
Hätten diese eine Sekunde mehr in ihr Wissen über Technik und vor allem MUSIK investiert, gäbe es womöglich nicht so viele grauenhaft schlechte Aufnahmen.
Aber es ist ja viel wichtiger, über auf und abnehmen zu diskutieren (eine Thematik, die eigentlich in ein Linguistikforum gehört).
Carl Michael
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Antwort#18
Hallo,
ich suche noch spannende Themen für eine satirisch/ironische Aufarbeitung des Begriffes "Abnahme"
(könnte ein nettes Kapitel auf meiner Homepage werden)
ciao
Siggi


Internet [vv.vv.vv.zynzek.de]
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Antwort#19
Das Fachgebiet heisst Tontechnik, das Buch "Handbuch der Tonstudiotechnik".
Weder Ab- und Auf!
und wenn dort irgendwo von Tonaufnahme (->"recording") die Rede ist, dann ist da eine Bandmaschine oder HD-Recordingsystem nicht weit.
Wer nur mit Mikros _auf_nimmt, hat noch nie auf einer Bühne gestanden mit PA-Technik und mit den Leuten dort zu tun gehabt.
Wird der Bass mit DI-Box abgenommen oder aufgenommen?
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Antwort#20
Manche Leute haben einfach zu viel Zeit, um sich mit solchen tiefsinnigen Fragen beschäftigen zu müssen. Da reagiert man am Besten einfach gar nicht drauf. Einfach ignorieren, solche Beiträge.
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