Neue Erfahrungen mit 5.1 & Stereo Akustik im Regieraum

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich plane meine Regie auf 5.1 zu erweitern. Dafür wird die Akustik komplett neu aufgebaut.
Nun habe ich diverse Akustikplaner kontaktiert um einen guten Kompromiss zwischen Surround und Stereo zu bekommen. Mein Problem ist, dass ich zwar die einzelnen Anforderungen und dadurch resuktierende Probleme kenne, nur keine praktischen Erfahrungen damit habe.
Ist es möglich einen Kompromiss zu finden (der sich in der Praxis bewährt hat!!!) damit man sowohl Surround als auch Stereo Mischungen gut realisieren kann?
Ist eine RFZ in der gesamten vorderen Halbkugel des Raumes für Stereo in der Praxis noch brauchbar, oder kann man z.b. eine Kombination aus Absorbern und Diffusoren verwenden, um beides angenehm mischen zu können.
Mir sind die Standards der ITU bzw. AES oder auch die Vorschläge des "The Recording Academy's Producers & Engineers Wing" im Papier "Recommendations For Surround Sound Production" bekannt, nur Plane ich eben keine reine Surround Regie, sondern eben einen Kompromiss aus Surround und Stereo.
Für Tips und Erfahrungen bin ich dankbar.
Herzlichen Dank im Voraus.
Gruß
Hendrik
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo,hat denn niemand Erfahrungen in diesem Gebiet?
Gruß
Hendrik
ZitierenPost melden
Antwort#3
Erfahrungen haben sicher viele Leute gesammelt, aber es ist alles andere als einfach, ein Patentrezept abzugeben. Dazu sollte man seinen Raum kennen, und vielleicht auch mehr als nur eine Akustikfirma befragen (jeder will verkaufen, und zusätzliche Info schadet bekanntlich nie).
"Ist es möglich einen Kompromiss zu finden (der sich in der Praxis bewährt hat!!!) damit man sowohl Surround als auch Stereo Mischungen gut realisieren kann?"
Sicher. Der Kompromiss ist wohl in den meisten Regien gemacht worden, die von Stereo auf Mehrkanal umgebaut wurden, sofern sich das auch von der Größe her machen lies. Ich kenne eigentlich nur sehr wenige "kompromisslose" Regieräume für Mehrkanal (fast wie für Stereo). Optisch ansprechender Akustikbau macht sich zwar toll im Studioprospekt, aber ob das Zeug immer so funktioniert bzw. ob die Ausgabe in der Größe wirklich nötig ist ... ?
"Ist eine RFZ in der gesamten vorderen Halbkugel des Raumes für Stereo in der Praxis noch brauchbar, oder kann man z.b. eine Kombination aus Absorbern und Diffusoren verwenden, um beides angenehm mischen zu können."
Ich kenne sowohl die Akustik als auch die Größe des Raumes nicht, ebenfalls wird zu der verwendeten Abhöre nichts gesagt. Wenn die Grundgeometrie des Raumes stimmt, und wenn er "groß genug" ist (denn dort gibt es meist Probleme) und akustisch von Grund auf brauchbar, sollte der Umstieg Stereo - Mehrkanal nicht wirklich problematisch ausfallen. Für die Gestaltung gibt es u.a. die ITU- Richtlinien, die L/R Basisbreite wird wohl als Kompromiss zwischen der ITU- Vorschrift und den praktischen Möglichkeiten der verwendeten Abhörlautsprecher ausfallen. Normalerweise besteht bei ausschließlicher Verwendung von L/R in einer gut eingerichteten Mehrkanal- Regie kein wirkliches Problem, mit Stereomaterial zu arbeiten.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo Bernd,
danke für Deine Ausführungen.
"Erfahrungen haben sicher viele Leute gesammelt, aber es ist alles andere als einfach, ein Patentrezept abzugeben"
Ein Patentrezept habe ich nicht erwartet, sondern Ideen & Erfahrungen, da ich sie nicht habe.
"Ich kenne sowohl die Akustik als auch die Größe des Raumes nicht, ebenfalls wird zu der verwendeten Abhöre nichts gesagt."
Der entkernte Regieraum hat eine Ratio ca. 1:1.6:2.33 (H/B/L) mit 33 qm und um 6 Grad angewinkelte Seitenwände. In der linken als auch in der rechten Seitenwand befinden sich jeweils 2 angewinkelte Schiebetüren mit Fenster. Die Akustik plane ich neu bauen zu lassen bzw. zu wenn möglich zu ergänzen. Mein Boxen System besteht aus 5 Dynaudio BM15A + BX30A.
"Wenn die Grundgeometrie des Raumes stimmt, und wenn er "groß genug" ist (denn dort gibt es meist Probleme) und akustisch von Grund auf brauchbar, sollte der Umstieg Stereo - Mehrkanal nicht wirklich problematisch ausfallen."
Was ist aber mit den frühen Reflexionen der beiden Rear Speaker?
Außerdem sagte man mir, dass man Surround Systeme am besten frei aufstellt und nicht in die Wand einbaut, wobei bei Stereo Regieräumen der Festeinbau doch erhebliche Vorteile mit sich bringt.
"Für die Gestaltung gibt es u.a. die ITU- Richtlinien, die L/R Basisbreite wird wohl als Kompromiss zwischen der ITU- Vorschrift und den praktischen Möglichkeiten der verwendeten Abhörlautsprecher ausfallen. Normalerweise besteht bei ausschließlicher Verwendung von L/R in einer gut eingerichteten Mehrkanal- Regie kein wirkliches Problem, mit Stereomaterial zu arbeiten."
Die ITU Richtlinien sind mir bekannt, nur einfach zu sagen eine gute Surround Regie eignet sich für Stereomischungen ist mir zu pauschal. Es gibt viele Ideen einer 5.1 Regie, nur welche eignet sich auch gut für Stereo?
Das ist mein Problem. Ich hoffe Ideen aus diesem Forum zu bekommen, welches Konzept einen guten Kompromiss darstellt zwischen 5.1 und Stereo.
Gruß
Hendrik
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.