Was füe eine CDr verlangt ein Presswerk als Master?

Erstellt 23 Antworten24 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
verlangt ein Presswerk immer noch 74min CDr als Master und wieviel Zeit über 74 min darf drauf sein?
Gruß und Dank für Antwort
Jörg
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Antwort#2
Hallo Jörg,
das Presswerk muss die 74 Minuten als Spielzeit für die CDs angeben. Das ist die einzuhaltende Sony/Philips-Norm nach dem Red Book von 1982. Siehe:
http://www.lrz-muenchen.de/services/peripherie/cd-formate/
Jede längere Spielzeit ist nicht nach Norm. Das heißt nicht, dass man außerhalb der Norm die Rillen etwas enger schneiden könnte und auch nach etwas näher zum gefährlichen Außenrand der CD schneiden könnte. Es sind ungenormte Scheiben bis 89 Minuten Länge bekannt, die eben nicht alle CD-Player fröhlich abspielen können.
Außen ist jede "Hutkrempe" immer welliger und problematisch beim Pressen. Alle Verantwortung bei längeren CDs liegt dann beim Auftrag gebenden Kunden. Man darf dann nicht reklamieren, dass es am Ende der CD Aussetzer gibt. Die CD wird von innen nach außen geschnitten. Das TOC liegt zu Anfang, also eben innen.
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Antwort#3
Hallo Alfi,
ich könnte also einen 700 Mb Rohling mit den exact 74min Spielzeit als Master abliefern? Oder muss das ein 650 MB Rohling ein?
Gruß Jörg
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Antwort#4
Hallo Jörg,

Wenn ich Dir einen guten Rat geben darf, gib keine CD-R ab, sondern gib ein Band ab! Es hat sich weltweit das DDP-Protokoll auf Exabyte-Band durchgesetzt, weil einfach die Datensicherheit besser ist als bei einer CD-R.
Eine Alternative zum Band ist, das DDP-Protokoll auf CD-R zu schreiben, aber dann nicht als normale Audio-CD, sondern als DATEN-CDROM!. Bei der Daten-CD ist der Fehlerschutz besser als bei der normalen Audio-CD. Nur in solch einem Fall ist es wichtig, die CD-ROM entsprechend zu kennzeichnen, daß es sich um eine Daten-CD handelt. Das Preßwerk kann diese ohne weiteres ins Audio-CD-Format konvertieren. Das DDP-Protokoll wird von allen modernen Systemen (SADiE, Pro-Tools etc., aber auch von WAVE-Lab durch entsprechende Plug-Ins) unterstützt.
Wer TDSL-Anschluß hat, kann mittlerweile das Premaster per DSL übermitteln und braucht gar keinen diskreten Datenträger mehr an das Preßwerk zu schicken.
Ich würde auf keinen Fall längere CD's als 74 min machen lassen. Man weiß nie, ob es nicht beim Endkunden Probleme mit den Playern gibt.

MfG
Rainer
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Antwort#5
Die Idee hat ich auch schon, DDP auf DVD zu schreiben.
Ist das sinnvoll?
Bislang klappte es aber auch immer mit Audio CD-R.
Ok, manchmal musste man noch eine Kopie bringen...
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Antwort#6
Hallo Jörg,
am Liebsten nimmt ein Presswerk immer noch ein U-matic Band (PCM 1630) an, auf dem schon der PQ-Code drauf ist.
Eine CDr hat eben keinen Timcode und keinen PQ-Code und ist mit den Löchern datenmäßig nicht so sicher, wird aber von den Presswerken auch angenommen. Hauptsache du bekommst alle deine 74 Minuten Musik-Daten drauf. Lesen werden die das immer können.
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Antwort#7
Ja, DDP auf DVD schreiben ist sehr sinnvoll und wird von fähigen Preßwerken auch angenommen. Der Online-Transfer setzt sich auch immer mehr durch. Sterling und Sonopress bieten schon Lösungen hierfür an.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#8
.. seit wann kann ProTools überhaupt Premastern (ätz....;-))
Tonmaus
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Antwort#9
"Eine CDr hat eben keinen Timcode und keinen PQ-Code"
Ähm - Redbook-CDR ohne PQ? Wie geht das denn?
Sonst ACK
Jens
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Antwort#10
Macht das wirklich Sinn, Daten über DSL zu übermittlen? Beim Uload hat man ja nur die 128-speed und meist muss noch eine 2 CD geschickt werden, die die Printvorlagen enthält. Bei der letzten Produktion habe ich 2CD-R und 1 Daten-CD geschickt- in jeweils doppelt Ausfertigung (also mit einer Kopie). Porto: 3 Euro! Wenn ich das per Inet geschickt hätte, käme ich auf über 2GB Ich rechne jetz garnicht wie lange ich dafür gebraucht hätte....
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Antwort#11
3 Euro! Wenn ich das per Inet geschickt hätte, käme ich auf über 2GB
Mit flacher Rate über Nacht?
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Antwort#12
Also, da kenne ich aber andere Erfahrungen. Die 1630s oder besser gesagt die Laufwerke sind nun wirklich nicht die allzu betriebssicheren Geräte, die Apparate müssen regelmässig zur Wartung nach Sony geschickt werden und es gibt sehr oft Probleme.
Was das Archivieren betrifft ist U-Matic auch nicht gerade fantastisch: ältere Master werden oft schwer ausgelesen (viele Fehler).
Auch von Presswerken hört man keinesfalls, das sie am liebsten U-Matic geliefert haben wollen, da sind eindeutig DDP-Masters auf Exabyte bevorzugt.
In der Praxis jedoch ist das meistgeschickte Master-medium die CD-R, U-Matics werden nur noch ganz selten angeliefert.
Gr.
Dirk
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Antwort#13
einen interesanten beitrag dazu eines teilnehmers aus dem samp-Forum:

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Information from ODME, ( Optical Disc Manufacuring Equipment ). :
" MAXIMUM PLAYING TIME OF CD DISCS.
At this moment the software industries are regularly asking disk
manufacturers to produce disks with a long playing time ( up to and over
80 minutes ). Some people are confused about the maximum playing time,
by which disks appear in the market that do not fulfill the requirements
laid down in the Red Book ( or IEC 908 document ).
Although the Red Book does not specify a maximum playing time, this time
can be easily derived from the limits of the parameters in the Red Book.
The following formula can be used to calculate the maximum playing time:
t = pi x ( Rmax x Rmax - Rmin x Rmin ) / q / v
in which:
t = playing time
pi = 3,141596
Rmax = end radius ( = 1,53 µm
v >= 1,22 m/s
Rmin = 24,9 mm
With these values we find a maximum playing time of 4618 seconds = 77
minutes.
With these values the final disk can always be guaranteed to be within
the specification of the Red Book.
Kind regards, Jaap Nijboer. "
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Antwort#14
da ist was danebengegeangen, ich teile in 2 Abschnitte:
Teil1:
Information from ODME, ( Optical Disc Manufacuring Equipment ). :
" MAXIMUM PLAYING TIME OF CD DISCS.
At this moment the software industries are regularly asking disk
manufacturers to produce disks with a long playing time ( up to and over
80 minutes ). Some people are confused about the maximum playing time,
by which disks appear in the market that do not fulfill the requirements
laid down in the Red Book ( or IEC 908 document ).
Although the Red Book does not specify a maximum playing time, this time
can be easily derived from the limits of the parameters in the Red Book.
The following formula can be used to calculate the maximum playing time:
t = pi x ( Rmax x Rmax - Rmin x Rmin ) / q / v
in which:
t = playing time
pi = 3,141596
Rmax = end radius ( < 58 mm )
Rmin = start radius ( = 25,0 +0/-0,2 mm )
q = track pitch ( 1,6 +/- 0,1 µm )
v = linear velocity ( 1,2 - 1,4 m/s )
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Antwort#15
Teil 2:

Although the track pitch deviation above, is meant as an accuracy figure
on the nominal pitch and not as a possible range ( as for the velocity),
it is used as such. Also consuming the accuracy specification of Rmin
can give some extra seconds.
Substituting Rmax = 58, Rmin = 24,8, q = 1,5 and v = 1.2 the abso=lute
maximum plaing time = = 4797,8 seconds = 79 minutes : 57 seconds.
However now there is no margin left for inaccuracies in the
manufacturing equipment. for instance the Laser Beam Recorder ( LBR )
has an inaccuracy on the chosen track pitch of +/- 0,03 µm, so masterin=g
with a track pitch of 1,5 µm can result in a track pitch on the disk of
1,47 µm, which is outside the specification of the Red Book.
Therefore ODME advises not to go beyond the following values:
q >= 1,53 µm
v >= 1,22 m/s
Rmin = 24,9 mm
With these values we find a maximum playing time of 4618 seconds = 77
minutes.
With these values the final disk can always be guaranteed to be within
the specification of the Red Book.
Kind regards, Jaap Nijboer. "
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Antwort#16
was verlangst du von Softwehr, die jeden crossfade mühselig berechnen muss?
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Antwort#17
welche Software kann denn DDP? Nicht so viele, oder?
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Antwort#18
... na, mein Sequoia kanns.
Tonmaus
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Antwort#19
Auch Samplitude/Sequoia muss jeden Crossfade berechnen. Das ist nur eine Multiplikation. (Bzw. 2...) Ich weiß auch nicht, warum die DSPs von Digi immer noch in die 1. Klasse gehen. Da konnte ich das auch noch nicht in Echtzeit....
Tonmaus
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