Hi, ja, den Tieftonbereich fand ich auch nicht überzeugend bei den neuen. Der klingt sehr "gepushed", ziemlich nachgeholfen. Vielleicht die Abstimmung des Bassreflex-systems? Auf jeden Fall ist das zeitliche Verhalten im Tieftonbereich ziemlich ungenau, da gebe ich Dir recht. Gr. Dirk
Hallo, also bei mir stehen die neuen Genelecs jetzt seit 3 Wochen (8040) und vorher hatte ich Visaton NF 400 passiv Monitore. Der Unterschied zwischen diesen beiden war gewaltig, so dass ich eigentlich positiv gegenüber den neuen Genelecs eingestellt bin. Für mich kam außer dem klanglichen Aspekt auch noch der mechanische ins Spiel, da ich die Monitore als Kontrollabhöre bei Livemitschnitten im "Klasik"-Bereich einsetzte. Gern hätt ich mir die K+H, die nur unwesentlich teurer sind zugelegt, aber die Chassis sind bei den K+H nicht geschützt. Die Genelecs kann man so wie sie sind ins Auto packen. Mit GRuß Jörg
Hallo, Du wirst verschiedenartigste Empfehlungen bekommen und hast sie ja auch schon bekommen. Achte einfach darauf, daß Freifeld- und Diffusfeld- Ampltidenfrequenzgang gut sind, nichtlineare Verzerrungen (v.a. nicht-harmonische) niedrig und bei gehobenem Anspruch an die Tieftonwiedergabe die Laufzeitverzerrungen im Tieftonbereich ca. 10ms nicht überschreiten. Achte darauf, daß das Bündelungsmaß zum Hörabstand und zur Raumakustik paßt. Abhörbedingungen bestehen aus Lautsprecher und Wiedergaberaum, man kann beides nicht voneinander trennen. Schau auch mal in den einschlägigen Empfehlungen nach und überprüfe, ob die infragekommenden Produkte die geforderten Qualitätsparameter einhalten: http://www.tonmeister.de/foren/surround/texte/SSF_01_1_2002_v2.PDF Vom Manger rate ich ab, da er aufgrund seiner 70mm-Schwingspule zu hohen Frequenzen alles andere als ein ordentliches Abstrahlverhalten aufweist. Sein Klang wird daher zu Recht als "mittenlastig" bis "kofferradioähnlich" beschrieben. Sein gutes Laufzeitverhalten (Phasenfrequenzgang) ist nach psychoakustischer Lehrmeinung unhörbar. Auch von Elektrostaten rate ich ab, sofern sie Schall auch nach hinten abstrahlen (bei allen mir bekannten kommerziell erhältlichen Systemen der Fall). Dies führt zu einer verfälschten Tiefenstaffelung aufgrund von Reflektionen von der Wand hinter dem LS. Bezüglich des Diffusfeldfrequenzganges ist einzig der Quad halbwegs brauchbar, leider strahlt er auch nach hinten ab. Im Regelfall wirst Du mit einem mittleren oder größeren vollaktiven Dreiwegesystem gut beraten sein. Hersteller, die aufgrund durchgängig (überwiegend) solider Konstruktionen auffallen, sind ME Geithain Klein + Hummel Genelec Die hier genannten psi-audio sind ebenfalls sauber konstruiert, wenngleich ihr Bündelungsmaß nach meinen Maßstäben zu hohen Frequenzen etwas stark zunimmt. Der Klang ist dann etws zu präsent und "weich". Gruß Andreas
Auch von Elektrostaten rate ich ab, sofern sie Schall auch nach hinten abstrahlen
Ja, und? Dann dämpft man doch einfach die Rückwand ein wenig oder diffusiert die entstehenden Refklektionen. Problem gelöst. Viel wichtiger und interessanter ist die Tatsache, dass seitliche Refklektionen weniger stark auftreten, als bei dynamischen Wandlern. Ein ESL hat im Grunde eine achtförmige Abstrahlcharakteristik, wenn man um ihn herumläuft fallen einem dann auch die deutlichen Gebiete auf, in denen mehr Schallenergie vorhanden ist. Somit kann man eigentlich recht geschickt mit dem Abhörraum umgehen, besonders, wenn man vor Ort in einem unbekannten Abhörraum arbeitet. Was Frequenzgänge angeht, sollte man sehr vorsichtig mit Grafiken etc. umgehen, da sie nur begrenzt einen Eindruck schaffen können von dem wirklichen Klang eines LS. Was die Quad ESL63 angeht, gibt es bekannte Tricks, diese besser klingen zu lassen (schräg nach oben gerichtet auf den Boden stellen z.B.). Sicherlich sollte man ESL auf einen sinnvollen Abstand zum Hörort stellen. Gr.Dirk
Hallo Dirk, "Ja, und? Dann dämpft man doch einfach die Rückwand ein wenig oder diffusiert die entstehenden Refklektionen. Problem gelöst." Dämpfen ist so einfach nicht, da es frequenzneutral geschehen muß. Man könnte aber versuchen, die Reflektion vom Hörplatz wegzulenken. "Viel wichtiger und interessanter ist die Tatsache, dass seitliche Refklektionen weniger stark auftreten, als bei dynamischen Wandlern. Ein ESL hat im Grunde eine achtförmige Abstrahlcharakteristik, wenn man um ihn herumläuft fallen einem dann auch die deutlichen Gebiete auf, in denen mehr Schallenergie vorhanden ist. Somit kann man eigentlich recht geschickt mit dem Abhörraum umgehen, besonders, wenn man vor Ort in einem unbekannten Abhörraum arbeitet." Das ist richtig. Elektrostaten weisen meist eine viel stärkere Richtwirkung auf, als eine Acht (Bündelungsmaß 4,8dB), da ihre Fläche groß gegen die abgestrahlte Wellenlänge ist. Leider läßt die Richtwirkung schon im unteren Mittenbereich dann stark nach, so daß sich kein frequenzneutraler Diffusfeldfrequenzgang ergibt (was auch deutlich hörbar ist). Für problematische (stark reflektierende) Räume und große Hörabstände können Flächenstrahler dennoch die beste Lösung sein. "Was Frequenzgänge angeht, sollte man sehr vorsichtig mit Grafiken etc. umgehen, da sie nur begrenzt einen Eindruck schaffen können von dem wirklichen Klang eines LS." Alles, was man hören kann, ist auch zu messen. Ich bin noch nie einem "Audio-Wunder" begegnet, wo das anders wäre. Natürlich sagt der Freifeld-Amplitudenfrequenzgang nicht alles über den subjektiven Klangeindruck, aber das habe ich auch nicht behauptet. "Was die Quad ESL63 angeht, gibt es bekannte Tricks, diese besser klingen zu lassen (schräg nach oben gerichtet auf den Boden stellen z.B.). Sicherlich sollte man ESL auf einen sinnvollen Abstand zum Hörort stellen." Als ich ihn zum ersten Mal hörte, stellte ich zunächst ein "Mittenloch" um 800Hz fest - später habe ich es auch gemessen ;) Wenn man das entzerrt, ist er ganz brauchbar, sofern man die rückwärtige Abstrahlung in den Griff bekommt. Der stark zerklüftete Frequenzgang oberhalb ca. 4kHz ist anscheinend hörbar. Das man ihn nicht auf den Fußboden stellen kann, sondern irgendwie auf Ohrhöhe bringen muß, liegt klar auf der Hand. Das macht eine Entzerrung nötig, was aber kein Problem ist - (sachkundig) eingemessen muß ein LS ohnehin werden. Anwinkeln ist keine so gute Idee, ein LS sollte (wegen der HRTF) eigentlich immer auf Ohrhöhe (oder etwas darüber) sein. Gruß Andreas
NHT M00 + Subwoofer -> Review im Studio Magazin 6/04 Preis/Leistung scheint absolut ok. zu sein. Werd sie mir bei nächster Gelegenheit mal anhören. mfg
Dämpfen ist so einfach nicht, da es frequenzneutral geschehen muß. Man könnte aber versuchen, die "Reflektion" vom Hörplatz wegzulenken. Nur mal ein kleiner Hinweis: (Auch wenn das Gebrüll jetzt wieder losgeht.) Reflektion gibt es nicht. Aber ... 1. Reflexion [lateinisch] die, 1) Philosophie: die Rückwendung des Subjekts vom wahrgenommenen ... 2) Physik: das Zurückwerfen von Teilchen- oder Wellenstrahlung ... 2. Reflexion die, 1) Physik: das Zurückwerfen von Teilchen- oder Wellenstrahlung ... 2) Nachdenken, Hinterfragen. 3. Reflexion [frz., von lat. reflexio >das Zurückbeugen
Ich habe ja nicht das Gegenteil behauptet. Was ich meinte, war, dass die mitgelieferten Messungen bei Lautsprechern (und Mikrophonen etc.) sehr oft nicht den Anforderungen entsprechen, die einer "normalen" Abhörsituation entsprechen. Oder wer hört hier auf 10cm Abstand bei 85dB(A)spl? :-) Die Behauptung, man solle LS auf Ohrhöhe stellen, hat weniger mit den zur Entwicklung verwendeten HRTF's zu tun, als mit dem Bündelungsmass der Abstrahlung von Hochtönern bei dynamischen LS. Übrigens: auch hier ist nicht jeder sich einig. Gr. Dirk
Hallo Torsten, die geschirmte Version ist mir entgangen, dann ist ja auf dem Gebiet alles bestens. Wie Du die 'Reflexe' allerdings zur Hörposition bekommst ist mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht so etwas wie eine Rutsche über die Boxen schrauben ? Hast Du ansonsten mal direkt mit Gaithein Kontakt aufgenommen und Deine Überlegung geschildert ? Damit habe ich bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Liebe Grüße, Thomas
Hallo Jupp, es wird Dich überraschen, aber ich verwende diesen Begriff in vollem Bewußtsein "falsch", wenigstens fällt es mal jemandem auf ;-) Das Wort hat seinen Stamm im lateinischen reflectere (zurückbeugen oder -biegen). "re" bedeutet zurück, "flectere" biegen oder beugen. Durch die Einführung des x in dieses Wort wird der Stamm und somit der eigentliche Sinn des Wortes verschleiert, was mir mißfällt. Gruß Andreas
Hallo Dirk, "Die Behauptung, man solle LS auf Ohrhöhe stellen, hat weniger mit den zur Entwicklung verwendeten HRTF's zu tun, als mit dem Bündelungsmass der Abstrahlung von Hochtönern bei dynamischen LS. Übrigens: auch hier ist nicht jeder sich einig." Das meinte ich nicht. Die Klangfarbe einer Schallquelle ändert sich vernehmlich als Funktion des vertikalen Schalleinfallswinkels. Ursache ist die HRTF, die wiederum nichts mit der Entwicklung des LS zu tun hat, sondern biologisch individuell vorgegeben ist. Das Bündelungsmaß von Hochtönern (und anderen Strahlern) ist übrigens beliebig einzustellen und hängt von deren Größe in Relation zur abgestrahlten Wellenlänge ab. Mit dem Prinzip des dynamischen Tauchspulenwandlers hat es dagegen nichts zu tun, der Zusammenhang zwischen Strahlergröße und Richtwirkung ist allgemeingültig. Gruß Andreas
Hi Andreas, ach so - das hatte ich in der Tat falsch verstanden. Jedoch sind wir uns glaube ich einig: Da eine Klangfarbenänderung entsteht bei unterschiedlichen Einfallswinkeln des Schalls in Relation zum Empfänger. Im Falle des Quads 63 scheint sich dies positiv zu äussern. Das dies vielleicht nicht die Intention des Herstellers war, ist doch möglich. Gr. Dirk
Ja, vor ungefähr zwei Wochen habe ich MEGeithain, Emes und einen Händler (www.hoerzone.de) angemailt und bis jetzt nur vom Händler eine Antwort erhalten. Dieser meint, 20cm Luft über den Monitoren sollten reichen. Da bekomme ich leider gar nix anderes mehr ins Rack :-( Ich arbeite an einem Tisch der 120cm tief ist und auf dem vier 19Zoll-Racks nebeneinander stehen (Tiefe der Racks 50cm, Höhe 60cm). In einem Fach steht ein PC-Monitor und rechts und links von diesem sollten die Monitore so eingebaut werden, dass ich sie schnell ausbauen und mobil nutzen kann. Grüße Torsten
Und wenn Du Sie hinlegst und den verleibenden Platz danaben rechnest? Das sind u.U. zwar nicht 20cm, aber so eine Aussage würde ich auch mit Vorsicht genießen. Jedenfalls hättest Du so immerhin einen Spalt nach vorn. Besser als nix, evtl. zu den restlichen Rackseiten dicht machen? Andere Alternative könnten statt der Monitore hoffentlich vorhandene,'zurückgesetzte' TFT's sein !? :-)
moin! du könntest sie auch mit hilfe eines der geräte die du in das rack noch einbauen willst bis anschlag nach oben setzen. aber vorher oben ein hübsches rundes loch reinsägen. hat den vorteil das du die eigenresonanzen des racks ein bischen einschränkst. zumindest das mitflattern der seitenwände. nur so als idee.... grüße
Hallo Orfler, kannst Du beschreiben, wie z.B. die KRK Vx auf Dich wirken bzw. gewirkt haben? Ggf. kann ja auch jemand etwas zu den Mackie HRx-Monitoren schreiben. Ich habe mit Monitoren bislang wenig Erfahrung, deshalb interessiert es mich ja so sehr. Insbesondere Mackie HR824 und KRK V8. Danke! Wolfgang ps: ich weiß natürlich, dass Monitore immer sehr subjektiv einzuschätzen sind, weil es im wesentlichen darauf ankommt, wie man selbst mit der jeweiligen Abhöre zurecht kommt. Außerdem hat die Akustik des Regieraums ja auch noch Einfluss darauf.
Jetzt hab ich gefunden, wie ich überhaupt auf den Einbau ins Rack gestoßen bin: Auf den Seiten von Geithain gibt es eine PDF die sich Brochuere oder Flayer oder ähnliches nennt, da ist eine RL906 in einem Bücherschrank neben dem "Konzert- und dem Opernführer" abgebildet. Nach oben sind schätzungsweise nur 5-10cm Luft. Das Hinlegen der Boxen wede ich einfach testen. Ein 19"-Boden als Grundlage, darauf einen Streifen Filz und darauf die Box so gelegt das sich der Lautsprecher in der Mitte der 19 Zoll befindet. Damit ich nicht selbst in Versuchung komme, in das freie Stück etwas zu legen, kann ich ja noch eine Stoffabdeckung 19 Zoll breit 5 HE hoch davorbauen. Einwände oder Ideen ??