@TobiH

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Tobi,
sind die Schaltpläne angekommen?

MfG
Rainer
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Antwort#2
Hi Rainer,
ja sind sie, danke nochmal dafür!
Ich hab dir gerade eben eine Mail geschrieben, weil ich ein paar Probleme hab... Vielleicht stelle ich die Frage auch nochmal hier öffentlich. Es geht um den Mikrofonverstärker nach Dr. Corinth:
-- Schnipp --
[...]Haufe stellt den BV511 nicht mehr her. Nun weiß ich
von deinen Postings, dass der Hauptkniff des Verstärkers gerade bei den
Trafos liegt. Drum denke ich auch, dass man den nicht einfach so
ersetzen kann. Weißt du einen Ersatztyp, der auch funktioniert?[...]
-- Schnapp --
Grüße,
tobi
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Antwort#3
Hallo Tobi,
Daß Haufe den Trafo nicht mehr herstellt, kann ich mir allerdings nicht recht vorstellen, da dieser Hersteller ja kundenspezifisch fertigt. Ggf. müßte man mal versuchen ihn von Pikatron herstellen zu lassen. Die einzelnen Wicklungsdaten wären evtl. von Dr. Corinth zu erfahren.

MfG
Rainer
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Antwort#4
Hi Rainer,
das Problem ist, dass Haufe das Kernmaterial nicht mehr beziehen kann. So schreiben sie mir zumindest per eMail.
Kannst du mir mal die Kontaktdaten von Dr. Corinth zumailen?
Grüße,
tobi
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Antwort#5
... die Wicklungsdaten würden mich natürlich auch brennend interessieren :-). Ich kenne da eine Feinblechnerei, ... naja, vielleicht wäre da was möglich, eine Wickelmaschine habe ich auch noch im Keller...
ABER: (...Optimismus bremsen...)
Der BV 511 ist tatsächlich recht kompliziert aufgebaut (Es ist der gleiche Scheibenübertrager der auch im V76 Röhrenpreamp drin war.) Peinlich viele Windungen aus extem dünnem Draht. Nix für schwache Nerven. Aber selbst mit den Wickeldaten kann man ohne Kernblechzusammensetzung und -schnitt eher wenig ausrichten! Und die Wickelkerne fehlen ja auch noch...
Solche hoch übertragenden Trafos sind eine Sache für sich.
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Antwort#6
Also die Leute von Haufe meinen, dass es keinen Ersatztyp mit gleichen Eigenschaften gibt.
Hmm, ich mache mir ernsthaft Sorgen um meinen Verstärker...
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Antwort#7
... Hoffnung noch nicht (ganz) aufgeben !
(private Mail?)
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Antwort#8
Hallo, ich habe noch unbenutzte Haufe BV511 aus Lagerbeständen im Angebot!
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Antwort#9
Erstens: Daß es in Magnetflußrichtung orientierte weichmagnetische Bleche nicht mehr gibt, halte ich für unwahrscheinlich. Haufes Lieferant mag bankrott gegangen sein, aber irgendwer wird das doch aufgekauft haben. Da sollte man wirklich mal nachforschen, denn Übertrager werden nie aussterben, und zweite Wahl wollen wir nicht, oder?
Zweitens: Wozu 1:30 ? Das ist Spannung, nicht wahr, also 1:1000 Impedanz! Aus 300 Ohm, der typischen Impedanz eines Mikrofons bei 20 KHz, werden dann 300.000 Ohm, sodaß schon 30pF Lastkapazität die Grenzfrequenz auf 17 KHz herunterdrückt. Man muß dann einen Verstärker mit V=1 benutzen, damit nicht die Millerkapazität zuschlägt, und die elektrostatische Schirmung wird so penibel wichtig wie bei Kondensatormikrofonkapseln. Mehrstufige GK würde alles nur noch verschlimmern. Überhaupt ist die Schaltungstechnik dieser alten Einschübe nicht der Hit: Zu viele Bauteile und Pentoden, also anfällig, zu starke Über-alles-GK nach Brutalo-Manier mit HF-Abstimmkondensatoren überall, und außerdem mechanisch und in den Signalwegen zu klobig und unflexibel, und da nehme ich die Einschübe in Transistortechnik nicht aus. Da finde ich Neves mit Germaniumtransistoren oder Grassos (meine Hausmarke) aber besser.
Uli


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Antwort#10
Hallo Uli,
Deiner Argumentation kann ich so nicht folgen:
(1) Anpassungsproblem: Mit einer dem Uebertrager folgenden Pentodenstufe gibt es auch bei V wesentlich groesser als 1 keine Probleme - die Streukapazitaet der Schaltung und die Eingangskapazitaet der Roehre halten sich in hinreichend geringen Grenzen. Die hohe Uebersetzung (1:30 Spannung - 1:900 Impedanz) erlaubt einen guten Fremdspannungsabstand - der Uebertrager setzt die Spannung nahezu rauschfrei hoch - was aktive Elemente nicht tun.
(2) Warum verschlimmert GK ueber mehrere Stufen 'alles' - und noch dazu - was ist 'alles''?
(3) Warum anfaellig - die Technik ist extrem robust und langlebig?
(4) Was bedeutet 'zuviele Pentoden'? So eingesetzt wie in diesen Schaltungen sind sie die perfekte Besetzung...
(5) Was ist Dein Problem mit der GK, und mit der Bandbegrenzung? Beides macht eine Menge Sinn - die Schaltungen sind langzeitstabil und haben gute Eigenschaften auch bei kraeftigen Stoerfeldern...
Neves wuerde ich nicht im Entferntesten in dieselbe Qualitaetskategorie einstufen - sondern deutlich drunter...
Nun - nachdem ich eine Gegenposition eingenommen habe - bitte ich um entkraeftende Argumente...
Gruss
Micha
---
PS: Ich verwende diese Roehrentechnik nicht im Feld - V676c, V976-18 und Verwandte genuegen mir - aber die Roehrentechnik nach IRT sollte nicht schlechtgeredet werden - es gibt m. e. keine technischen Gruende dafuer.
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Antwort#11
Hallo Micha!
Daß Pentoden keine Millerkapazität aufweisen, weil die zusätzlichen Gitter zwischen Steuergitter und Anode als Abschirmung wirken, stimmt, das ist ein Punkt für dich.
Tatsache ist aber auch, daß die Schaltung so entworfen wurde, daß man sie kaum nachbauen kann. Das war Absicht.
Ich kann dein Vertrauen in diese Technik nicht nachvollziehen.
Uli
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Antwort#12
Hallo Uli,
ich habe schon im vorigen posting gesagt, dass ich diese Teile nicht im praktischen Einsatz nicht benutze - und (ergaenzend) auch nicht benutzen wuerde, da der Restaurationsaufwand hoch sein kann.
Ich benutze allerdings trotzdem einige Module nach IRT-Spezifikation, aus den 1980igern/1990igern, und bin extrem zufrieden damit - nicht nur mit der Qualitaet des Ergebnisses:
Diese sind robust und servicefreundlich.
Nur zur alten Technik - mein Kommentar bezog sich eher darauf, dass diese unter den damals gegebenen Anspruechen und Bedingungen auf eine bestimmte Funktion optimiert waren, und auch heute noch sehr nahe an die physikalisch moeglichen Grenzen heranreichen.
Dass die Teile nicht eben nachbaufreundlich sind (Stichwort Uebertrager), und auch noch ein wenig Spielraum fuer Nachbesserung bieten (Stichwort Netzteil, Folienkondensatoren, moderne Widerstaende), sei nicht in Abrede gestellt.
Aber die Schaltungen an sich sind recht gut - und wieviel Ingenieuraufwand dahinter steckt, kann man z. B. bei Otto Diciol nachlesen...
Fingeruebung: Gestalte mal - gegen dieselben Pflichtenheftanforderungen und mit vergleichbarem Aufwand - einen besseren roehrenbestueckten Endverstaerker als den V69/V69a (ich weiss, der V69b ist im Vergleich minderwertig, und ist hier nicht gemeint)...
Gruss
Micha
---
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Antwort#13
Hallo Uli,

die alten Schaltungen waren ja gewiß nicht schlecht, und schon gar nicht nach dem damaligen Stand der Technik. Aber warum willst Du sie unbedingt nachbauen? Ist es nur die Nostalgie (das könnte man ja noch verstehen) oder was für Gründe hast Du? Von den Qualitätsparametern her gesehen stehen moderne Schaltungen den alten in nichts nach - im Gegenteil.
Allein die Beschaffung der Bauteile der alten Geräte macht oftmals Schwierigkeiten und das gilt nicht nur für die Übertrager. Auch die Röhren die man heute noch erhält sind nicht mehr das was sie mal waren. Die Lebensdauer ist oftmals erheblich kürzer.

MfG
Rainer
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