Guten Taag! Ich hab da mal ne Frage und die geht so: Hat schon mal jemand was von aktiven bzw. passiven EQs und ihres Aufbaus bzw. ihrer Wirkungsweise gehört. Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr verbunden.
Hallo Rayeden, ein passiver EQ hat, wie der Name schon suggeriert, keine aktiven Elemente. Das bedeutet in der Praxis: Ein passives Filter hat eine sogenannte Grunddämpfung und dämpft das Signal um einen festen Wert. Aus diesem Grund wurden z. B. die Kassettenverstärker mit festem Verstärkungsfaktor von üblicherweise 34dB erfunden. Diese Grunddämpfung wird erreicht wenn der EQ auf maximale Absenkung eingestellt ist. Du mußt also jedesmal einem passiven EQ eine aktive Verstärkerstufe nachschalten, damit die geforderten Pegel erreicht werden. Hier wird sogar Leistung verbraten, üblicherweise sind die passiven Glieder auf eine Impedanz von 200Ohm angepasst, hier war die Leistungsanpassung gebräuchlich. Das heißt Ausgangsimpedanz der Quelle ist in etwa genauso groß wie die Eingangsimpedanz der nachfolgenden Eingangsstufe. Diese Technik wurde in den 30er bis Ende 60iger Jahre gepflegt und hieß im Volksmund "V72-Technik". Weil diese ganze Vorgehensweise mittelmäßig kompliziert ist, wurden aktive Klangregler etabliert. Hier wird kaum Leistung verheizt und die Anpassungsprobleme wurden durch Überanpassung gelöst. Es gibt einige Menge Leute im Forum die dir das auf Volt, Ohm und Ampere mit Real- und Imaginäranteil ausrechnen können. Gruß M. Hein
Hallo Kollege, Die häufig geäußerte Definition, daß ein aktiver Entzerrer dadurch gekennzeichnet ist, daß die frequenzbestimmenden Bauteile im Gegenkopplungszweig eines Verstärkers liegen, ist im Grunde genommen nicht ganz richtig. "Aktiver Charakter" haben auch LC-Schaltungen die "aufspannen", d.h. die Spannung am Ausgang ist höher als an ihrem Eingang. Solche sog. "Transformationsschaltungen" findet man häufig in der Ankoppelung des Löschkopfs an den Löschoszillator in Tonbandgeräten. Ein Vollspurlöschkopf braucht z.B. etwa 200 mA Strom um ein Band vollständig zu löschen. Der Oszillator kann aber nur 20 mA liefern. In diesem Fall muß eine LC-Anpaßschaltung gebaut werden die die Güte eines Schwinkreises ausnutzt um auf den hohen Strom zu kommen und anschließend wird "außerhalb" des Schwingkreises eine C-Schaltung angebracht die den Blindstrom wieder kompensiert und somit den Oszillator mit geringem Strom belastet. Bei den Revox-Tonbandgeräten wurde das jahrelang so gemacht. Auch solche Schaltungen haben "aktiven" Charakter, obwohl sie nur mit "passiven" Bauteilen aufgebaut sind. Dies nur zur Definition "Aktive Filter".
mir wurde kurzlich das so erklärt: du schickst ein signal durch den EQ (passiv) und möchtest zb. bei 3kHz ein wenig boosten - nun tut der EQ angeblich den Frequenzbereich komplett abzusenken bis auf die besagten 3kHz. dann holt er denn verlorenen pegel wieder auf . aktive EQ boosten aber angeblich nicht in dem sie erst absenken sondern gleich die 3kHz anheben. vieleicht kannst du mir dazu was sagen ciao