Vocal Produktionen mit Dolby A ?

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Startbeitrag#1
Ich hatte gestern eine rege Diskussion mit einem (professionellen) Tontechniker, der mir erzählte, Gesangsaufnahmen (speziell Background-Chöre u.ä.) über eine altes Dolby A Modul laufen zu lassen. Und zwar nur über den Encoder, also nicht wieder zurückcodiert. Dies gebe einen bestimmten, sehr präsenten guten Gesangssound. Viele Top-Engineers machen das angeblich so und die meisten Hits im Popbereich sollen damit gemacht werden , sagte er. Kennt jemand von Euch diese Methode und bringt sie tatsächlich was ? Wo bekommt man so ein Dolby A - Teil her ? Hat jemand damit schon mal gearbeitet oder ist das alles ein Unsinn ?
Danke für eure Meinungen !
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Antwort#2
Beim Encodierverfahren des Dolby A Systems wird ein dynamischer Equalizer / Compressormodus benutzt, der sich mit herkömmlichen Geräten nur schwer bis überhaupt nicht reproduzieren lässt. Ein Gerät, daß dies annähernd kann ist im Prinzip der Dolby 740 Spectral Processor, der auf ähnlichen Algorithmen beruht.
Ich benutze das Dolby A auch sehr gerne für Vocals, kann also die Meinung des von dir zitierten Tontechnikers teilen. "Entdeckt" hat diesen Effekt angeblich
Don Was , aber wir haben das Teil auch schon länger dafür im Einsatz.
Mein Tipp: Ausprobieren ! Neu gibt´s die Teile schon lange nicht mehr, aber bei Ebay findet man ab und an noch ein Gerät ( die amtlichen haben den Dolby A Cat22 Einschub , gibts mit verschiedenen Mainframes ).
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Antwort#3
Den Dolby A mit 4 arbeitenden Frequenzbändern zu benutzen, damit er bei der Aufnahme wenig angesprochene Bänder anhebt, aber dann dieses Dolby-A-Rauschunterdrückungs-Verfahren zu missbrauchen, indem man es bei der Wiedergabe nicht einschaltet, war ein bekannter Effekt in den 80'er Jahren.
Besonders bei hauchigem Damen-Chor wurden damit die Simmen noch hauchiger und eben mehr "sexy".
Das ging natürlich bei der üblichen analogen Mehrspuraufnahme, bei der alle Spuren mit Dolby A Cat22 aufgenommen wurden, recht einfach, indem man einfach bei der Mischung, die Dolby-Wiedergabe nur der gewünschten der Chorspuren mal versuchsweise ausschaltete, wenn man wollte.
Dieses ist ein Effekt durch falsche technische Anwendung des Rauschunterdrückungsverfahrens. Aber in der Unterhaltungsmusik (Verbrauchsmusik) ist jeder geile Effekt gerechtfertigt.
Ich habe dieses hin und wieder gemacht, aber nicht generell, sondern nur an einigen dramaturgisch effektvollen Stellen.
ebs
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