Netzteil für Schoeps-Röhrenmikro

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich habe mir ein altes M 221 B Röhrenmikro von Schoeps gekauft.
Leider gab´s kein Netzteil dazu. Im Netz fand ich zwei Anbieter ,
die für dieses Mikrofon Netzteile anbieten, nämlich ELVO und Peter Drefahl.
Sieht beides ganz ordentlich aus, nur sind die Preise (ca.400.-- - 450.-- Euro
für ein relativ einfaches Netzteil) sehr hoch. Gibt es einen Spezialisten unter Euch , der mir einen Rat geben kann , wo ich so ein Netzteil günstiger beziehen kann ? ( Schaltplan hätte ich sogar ).
Vielen Dank !
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Antwort#2
... das mag auf den ersten Blick teuer sein, aber es ist billiger, als ein Mikrophon mit einem schlechten Netzteil zu zerschiessen (alleine eine kaputte AC701 samt Austausch durch Werkstatt tendiert dazu, teurer zu sein als ein DN221), oder eine Aufnahmesitzung zu verderben, weil Netzteil oder Mikro suoptimal funktionieren...
Ich habe zwei Schoeps-Roehren-Kleinmembran-Kondensatormikrophone mit DN221-Netzteilen und bin damit bisher gut gefahren.
Gruss
Micha
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PS: Zugegeben - ich habe Mikros + Netzteile zusammen ersteigert - fuer weniger als den Drefahl-Listenpreis fuer das Netzteil...
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Antwort#3
... ist nur eine Frage der Zeit, bis genau dieses Netzteil kaputt geht und die AC701 mit in die ewigen Jagdgründe nimmt. In dem Gerät findet man unsinnig dimensionierte Bauteile - nicht immer ist "mehr = besser", dafür aber riskanter. Teilweise sind die Netzteile ohne CE in Verkehr gebracht worden.
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Antwort#4
ich empfehle das Netzteil von ELVO. Hinter dieser Firma verbirgt sich ein SCHOEPS-Mitarbeiter, der sich auch für das aktuelle SCHOEPS M222-Röhrenmikrofon verantwortlich zeichnet.
Leider ist das Design eines guten Netzteiles für Röhrenmikrofone alles andere als trivial. Das M221 ist von der Schaltung ein geniales Mikrofon, das m.E. alles andere in den Schatten stellt. Doch gerade das M221 erfordert eine Spannungsversorgung, die äußerst geringe Störspannungen aufweist, da diese direkt in das Tonsignal eingehen. Dies gilt sowohl für die Anode wie auch die Heizung ...
Ich würde auch Abstand von den alten (Original-)Netzteilen nehmen. Zum einen haben wir heute 230 V Netzspannung, Mitte der 60er Jahre betrug die Spannung jedoch nur 220 V. Dies bedeutet eine Überspannung von ca. 5 %, womit unter ungünstigen Bedingungen sehr schnell die zulässigen Toleranzen für die AC701 überschritten werden können. Hinzu kommt, daß die Kondensatoren nach 40 Jahren durch Austrocknen einen großen Teil ihrer Kapazität verloren haben und damit die Brummspannungsüberlagerungen auf der Vorsorgungsspannung ansteigen. Eine Restaurierung halte ich für unsinnig - s.o..
Wenn man schon die - teilweise überzogenen Preise - für altes Equipment zahlt, sollte man auch bis zum Schluß konsequent sein. :-))
Übrigens lohnt es sich, die alten Mikrofone bei SCHOEPS überprüfen und reinigen zu lassen. Dies ist eine lohnende, aber gar nicht so große Investition. Ansonsten wünsche ich viel Spaß mit dem M221
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