klarheit über 48khz

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
klarheit über 48khz, tja ich will mal welche haben. ich hab es oft hier in beiträgen gelesen, die einen finden es toll die anderen halten es für totalen schwachsinn.
mir wurde von einem erfahrenen tonmeister folgendes erklärt:
wenn ich mit 48khz auflöse habe ich nachher, wenn das signal wieder in 44,1 konvertiert wurde mehr abbildung des originalsignals im file, da es frequenzen gäbe, die über 22,05 liegen, sich aber unterhalb mitabbilden und welche ich durch 48khz mitnehmen kann, durch 44,1 aber eben nicht.
ist das korrekt? kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.. :O( oder hängt das mit dem umrechenalgorithmus zusammen der mir dann die frequenzen in die unterhalb gelegenen oktaven verschiebt..?
bitte nur wissenschaftliche ansichten, danke ;O)

dB
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Antwort#2
Diese Ansicht ist falsch.
1. sind diese Frequenzen ohnehin unhörbar.
2. werden diese Frequenzen aufgrund des Abtasttheorems zwangsläufig mit weggefiltert wenn das Singal auf 44,1 kHz heruntergerechnet wird. Anderenfalls gäbe es Aliasfrequenzen die in den Hörbereich mit hinein"gespiegelt" würden. Das aber darf nicht vorkommen. Was meint er mit "unterhalb abgebildet"?
Viel sinnvoller ist die "vertikale" Auflösung, nämlich statt 16 bit 24 bit.
MfG
Rainer
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Antwort#3
ja das habe ich ihm auch so gesagt, aber er und 2 seiner schüler waren wehement dagegen. ist das runterrechnen von 48 auf 44,1 khz so verlustbehaftet wie hier alle sagen?
oder soll ich, wenn das signal z.b. noch gemastert oder weiterbearbeitet wird in mit 48khz arbeiten? (es sei denn ich mach ne dvd, das iss klar, dann muss ich nur einmal hochrechnen)
gruuhs und danke für die schnelle antwort.

David
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Antwort#4
ist das runterrechnen von 48 auf 44,1 khz so verlustbehaftet wie hier alle sagen?
Das ist praktisch bei 24bit kein Thema.
48kHz benötigt aber 9% mehr Rechenleistung. Dass kann bei System die am oberen Limit fahren entscheident sein und über Knackser vs. Nicht-Knackser entscheiden.
Meine gesamten digitalen Geräte, ausser dem ADI-8, einschliesslich dem Lexicon MPX500 (extern gesynct) klingen bei 48kHz besser als bei 44.1kHz.
44.1kHz klingt "jitteriger". Ich habs auch nicht glauben wollen, weil die Theorie sagt, es muss gleich klingen. Aber andere hören es auch.
Warum das so ist, weiss ich nicht. Vermutlich Jitter der durch die zweifache Wandlung SPDIF->ADAT, ADAT->SPDIF entsteht.

Der ADI-8 ist tatsächlich ein Jitterkiller. Das finale analoge Signal aus ihm klingt (vorallem DAC intern gesynct) trotz zusätzlicher Wandlungn besser als das analoge Signal mitten in der Kette
ADAT->SPDIF->T-Comp DA->Analog->T-Comp AD->SPDIF->ADAT->ADI-8 DA->Analog

So entstehen dann aber Gerüchte, 48Khz sei prinzipiell besser.
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Antwort#5
Beim Runterrechnen von 48kHz auf 44,1kHz gehen dir im Prinzip mehr Informationen verlohren als dir lieb sein darf: Wenn du 48k Abtastpunkte pro Sekunde auf nur 44,1k reduzieren willst, fallen nur relativ wenige der Punkte im zeitlichen Raster direkt übereinander, d.h. können genau übernommen werden. Die Abtastpunkte dazwischen aber müssen errechnet/interpoliert werden. Dabei kann es, je nach Algorithmus, zu kleineren oder größeren Verlusten des eigentlichen Signals kommen.
Klanglich macht's wohl kaum ein Unterschied, ob man jetzt bis 22,05kHz oder bis 24kHz die Töne im Rechner hat, weil hören kann das sowieso keiner mehr.
Aus dem oben genannten Grund würde ich Aufnahmen für CD-Produktionen daher grundsätzlich in 44,1kHz aufnehmen, höchstens der Wandler bietet dabei eine kleinere Klanqualität als bei 48kHz.
Gruß,
Tobias
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Antwort#6
Die ganze Geschichte hängt nicht nur an der nackten Samplefrequenz. Miteinher geht hier die Dimensionierung des Eingangsfilters, das auf die fg optimiert sein muss. Taktet man beistarrem filter mit 48 statt 44, wie das bei vielen Soundkarten der Fall ist, ist da nicht viel gewonnen. Wenn die fg des Filters jedoch mitwandert, dann darf man sich 10% mehr Bandbreite zuschreiben.
Nächster Punkt is oversampling: In einigen Systemen werden aus einem höher getakteten Signal ein oder beide Ausgangsfrequenzen durch downsampling erzeugt. Da gelten jeweils andere Randbedingungen.
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Antwort#7
Wenn Du f�r CD's produzierst nimm und bleib (w�hrend der ganzen Produktion) bei 44.1 kHz! Alles andere ist Schwachsinn, denn Sampleconversion also von 48kHz auf 44.1 downsampling bringt - ausser mit sehr teurem Equipment (zB Apogee UV22) - immer mehr Verluste.
Was, wie bereits erw�hnt, mehr bringt ist die Bitaufl�sung zu erh�hen. Das Braucht aber auch entsprechend mehr Speicherplatz.
Falls du f�r Schallplatten produzierst kannst du ohne weiteres auf 48kHz arbeiten. Auch hier gilt: Bleib w�hrend der ganzen Produktion auf ein und der selben Samplingfrequenz!
Produzierst du f�r nen Web-Auftritt (also MP3 o.�) mach was du willst, denn da spielts nun wirklich keine rolle mehr, da 99% so schlechte Boxen am PC haben, dass alles andere (ausser der Produktion selbst) vernachl�ssigt werden kann.
Cheers Patr!ck
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Antwort#8
1. Bei einigen Steinberg-Produkten ist doch dieser UV22-Algorithmus integriert, oder? Wie nah ist der denn an der Hardware? Prinzipiell muesste es ja 100% sein, wenn lediglich gerechnet wird...
2. Ich kann mich an eine Session erinnern, bei der von 2Inch-24Trk zu ProTools|HD transferiert werden sollte. Ich habe die Session "engineert" und es gab eine Discussion ueber die Wahl der Samplingfrequenz. Letztenendes sollte eine CD entstehen. Der Produzent wollte unbedingt auf 192kHz gehen, ich riet jedoch zu 88,2 oder halt 176,4 kHz, aus Gruenden des spaeteren Downsamplings. Im Endeffekt war er nicht davon abzubringen und Regel Nr. 1 lautet hier "The Client makes the rules." Was haltet ihr von 88,2 bzw. 176,4 kHz?
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Antwort#9
Hi,
UV22 ist doch ein Dither-algorithmus? Das hat doch mit Downsamplingnichts zu tun.
Gr.
Dirk
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Antwort#10
Was haltet ihr von 88,2 bzw. 176,4 kHz?
Nichts. 44.1kHz sonst nix.
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Antwort#11
Ich kann nur zustimmen. Ich habe noch niemanden getroffen, der einen UNterschied zwischen einem erstklassisgen 44.1/48 Wandler und einem 96/192 Wandler gehoert hat....
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Antwort#12
Wenn die digi-Jungs eins drauf haben, dann Marketing. 4sure. Der ICON-Controller ist auch ein Witz. Aber er verkauft sich trotzdem gut. Genauso isses mit 192k. Wenn's 843k gaebe, dann wuerden sicher viele den Weg gehen wollen, auch wenn der Trackcount dann nur bei 4 Spuren liegt :-)
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