Welchen HI-End Preamp für Klassik erwerben ?

Erstellt 21 Antworten22 Beiträge
Startbeitrag#1
Wir möchten uns Equipment zulegen, um klassische Musik aufzunehmen. Bisher geschieht dies analog mit einem Mackiemixer, an dem ein Stereowandler hängt. Nun soll ein Mehrspursystem her. Der Mikrofonpool besteht aus u.a. KM184, AKG414 und Konsorten. Es kommen je nach Besetzung 4-8 Mikros zum Einsatz, also z.B. 5 Solisten + 2 Stück für Stereosystem.
Aus dem Forum kann man u.a. entnehmen, daß die Preamps für klassik sehr wichtig sind. Die MACKIE-Eingänge sind ja für Mischpulte recht gut, aber insgesamt können die nicht gerade Spitze sein, sieht man sich den Preis des Pultes an. (DM 1500,-)
Was ist in diesem Zusammenhang an Wandlern zu empfehlen? Bei Thomann gibt es da z.B. einen 2-Kanaler von "AMEK" zu 1200,- der sicher unser derzeiges Gerät übertrifft und die MACKI-Eingänge sowieso. Ansonsten hört man viel von Focusrite oder wie die heissen, bzw. Apogee Rosetta. Ich kenne mich bei denen nicht so aus. :-(
Wir brauchen mindestesn 6-8 Kanäle, wobei sich so etwas wie der Oktamic von RME anböte. Sehr praktisch wäre nach meiner Einschätzung das neue Fireface 800 von RME, da es bereits Wandler besitzt. Was aber ist von der Qualität der Preamps genau zu halten? Die Kosten dafür belaufen sich auf ebenso 1200,- wo man bei AMEK aber nur 2 Kanäle bekommt. Sind die RME-Preamps nun als Spitzentechnik einzustufen? Ist jemand in der Lage, mir in etwa verständlich zu machen, ob sich der Mehrpreis lohnt und wie sich dies klanglich niederschlägt?
Also, inwieweit wäre so ein AMEK im Klang noch besser, als ein RME-Eingang, der ja auch als Top gilt (nach Aussage von RME) ?
Passt ein RME von der Qualität zu unseren Mikros? Also anders gefragt, bräuchten wir, WENN wir zwei oder drei dieser AMEKS kaufen würden, dann erstmal bessere Mikros, als die unseren um das bischen Mehr an Qualität auch auszuschöpfen? Aus dem Forum empfiehlt jemand die DPA, um wieiviel sind die besser? Lässt sich das sagen?
Ich hoffe, nicht allzu anfängerhaft gefagt zu haben und bin für jeden fachlichen und sachlichen Tipp dankbar.
???
Markus Heil, Langen
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Antwort#2
Hallo,
da Klassik bekanntlich möglichst unverfälscht aufgezeichnet werden soll, rate ich Dir von Vorverstärkern ab, die "besonders schön" klingen sollen und dazu vielleicht noch im unlinearen Arbeitsbereich arbeitende Röhren verwenden.
Zum x-ten Mal sei gesagt, dass ein "guter" Verstärker nicht klingen, sondern - wie sein Name schon sagt - verstärken soll, un das möglichst rauscharm und verfälschungsfrei.
Ob dafür diskrete Bauteile oder integrierte Schaltungen zum Einsatz kommen, ist relativ belanglos, denn bei IC´s handelt es sich schließlich auch um einzelne Komponenten, die - aufeinander abgestimmt - in einem Gehäuse untergebracht wurde.
Vor einigen Generationen wurden die Eingangstransistoren auch händisch aufeinander abgestimmt und mit einem ALU-Mantel zusammengeklammert, damit sie das gleiche thermische Verhalten zeigen. Genau das geschieht innerhalb eines IC´s - nur die gab es damals noch nicht!
Viiiiiiiel mehr zu diesem Thema kannst Du im Archiv finden.
Durch Veränderung der Mikrofonaufstellung wirst Du in jedem Fall wesentlich größere Unterschiede im Gesamtergebnis erfahren, als durch die Verwendung des einen oder anderen Verstärkers.
Eine Kaufempfehlung von mir wäre der M 80 von Presonus, in Good Old Germany erhältlich über Hyperactive. Am besten ausprobieren, da das Ganze letztendlich Geschmackssache ist.


Hyperactive
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Antwort#3
Tja, irgendwie ist das ja alles richtig mit der Aufstellung der Mikros und den Verfälschungen, aber die Frage war ja eine ganz andere (?)
Es ging mit konkret um RME. Vielleicht kann mal jemand antworten, der so einen Profi-Preamp hat und einen RME im Vergleich. Es geht mir dabei nämlich tatsächlich um authentische Verstärkung und nicht etwa um Klangmanipulation, wie offenbar angenommen wurde. Ich bin mir zwar dessen beusst, daß auch der MACKIE-Eingang linear ist, aber es gibt ja auch solche Dinge wie dynamisches Verhalten: Geht der Preamp wirklich mit hochdynamischen Signalen voll mit, bzw. wie gross ist da die Verzerrung?
Dda gibt es doch schon drastische Unterschiede: Ich habe nun im Mindprintforum geforscht (die haben ja auch so ein Gerät) und dort wurde gesagt, daß man an dem DTC für Klassikaufnahmen zwar die Verzerrestufe brücken und die Kompressoren auslassen sollte, daß aufgrund der exzellenten Qualität der Eingangsstuufe dieser DTC dennoch ein perfekter Preamp sei, der vielen "Rackkollegen" überlegen ist.
Ich meine, bei Mikros ist es doch genauso: Linear sind sie alle, aber perkussive Klänge überträgt nicht jede Membran gleich gut. Oder warum klingt ein Neumann 184 ander als ein MXL, wie hier im forum ausgeführt wurde?
Gibt es irgendwo im Netz ein Wandlertest?
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Antwort#4
Hallo Kollege,
Du fragst nach "dynamischem Verhalten" (was verstehst Du unter "hochdynamischen" Signalen?). Dazu sei gesagt, daß ein Übertragungssystem was die gesamte Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz linear (also ohne Anhebungen und Absenkungen) überträgt, auch ZWANGSLÄUFIG ein sauberes "dynamisches Verhalten" hat. Ich muß immer wieder darauf hinweisen, daß zwischen Frequenzgang und Impulsverhalten ein starrer mathematischer Zusammenhang besteht und nicht beide voneinander unabhängig sind.
Achte auf jeden Fall auf geringes Rauschen des Mikrofonverstärkers. Hierzu bitte den Link lesen, in dem ich auf diese Zusammenhänge eingehe. Der Mikrofonverstärker ist das A und O. Wenn der qualitativ schlecht ist, ist die ganze Übertragung schlecht.
Das selbe wie oben gesagt, gilt auch für Mikrofone! Je kleiner die Membran ist, desto linearer (=klangneutraler) ist das Mikrofon. D.h.: Lasse Großmembraner weg, wenn es irgendwie geht.
Und nochwas: Es gibt keine Premps für Klassik und auch keine Preamps für Pop oder was auch immer - überhaupt: Es gibt kein Equipment für Klassik oder für Pop oder sonstige Musik, sondern es gibt nur gutes und schlechtes Equipment. Ein schlechter Preamp der rauscht, taugt für keine Musik etwas und einer der hohen Klirrfaktor hat oder auf HF-Einstreuungen reagiert ebenfalls nicht.
Ich empfehle jedem, der etwas kaufen will, lernen technische Daten lesen und sie zu interpretieren.

MfG
Rainer


Bitte lesen!
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Antwort#5
absurd hervorragendes Verhalten legt die Millennia TD1 an den Tag.
Ausprobieren, so was hat man wirklich noch nicht gehört, gerade bei leisen Tönen.
Das Ding ist von oben bis unten High End. Leider auch der Preis.
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Antwort#6
Hallo MH-Soundstudio!
Von den ganzen 8-Kanal Preamp-Kram im mittleren Preisegment würde ich eher die Finger lassen, denn der Unterschied zu den ohnehin vorhandenen + ganz brauchbarten Mackiepreamps (aus welchem Pult aber?) dürfte gering sein.
Der Presonus M80 sieht ganz interessant aus vor allem wg. der Eingangsübertrager. Richtig Kompromißlos wird es mit z.B. dem Focusrite ISA 428,
wenn knapp 5000 EUR für 8 Känäle nicht zuviel erscheinen (mir nicht).
Der AMEK Pure Path DMCL (meintest Du den?) ist mit knapp 2000 für 2 Känäle
richtig teuer.
"Sind die RME-Preamps nun als Spitzentechnik einzustufen?"
Nicht im geringsten. RME ist sicher schon gut, aber in einen "Spitzenpreamp"
gehört schon was anders als ein paar Wald + Wiesen -ICs, z.B. ein
aufwendiges Netzteil und optionale Übertrager. Ob man den Unterschied
zur echten Spitzenklasse hört (die kostet das 10fache) sei dahingestellt.

Röhren/Hybridgeräte-Geräte wie die SPL Gainstation 8 lasse
ich besser aussen vor um mir nicht den Unmut aus dem hiesigen Puristen-Nest
aufzuladen ;-) sind aber vielleicht auch nicht unbedingt 1. Wahl für "Klassik".
Alternativ würde sich auch ein besseres Kleinpult als das Mackie anbieten,
z.B. ein Midas Venice 160 (2500.-). Vielleicht mal ausleihen. Aber auch
hier natürlich: Keine Spitzenklasse...

"Aus dem Forum empfiehlt jemand die DPA, um wieiviel sind die besser? Lässt sich das sagen?"
Natürlich: Nein. Nur hören - vielleicht. Sind aber unglaublich teuer. Gilt auch für Schoeps.
Euer Mikropool mit "KM184, AKG414 und Konsorten" macht aber schon besten Eindruck. Gemessen am Rang kann man die KM-Serie ja schon als "preiswert"
bezeichnen. Ich würde in anderes Investieren - s.o.
Gruß,
Christopher
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Antwort#7
(KM84 klingt anders) Der Vergleich mit den Mikros ist nicht ganz stimmig: Der Wandler "sieht" nur einen Spannungswert, der sich zeitanhängig ändert. Mikros wandeln zuvor Schall aus allenmöglichen Richtungen um, wobei es sozusagen mehr freie Parameter gibt, die sich im Klang der Mikros niederschlagen. Aufgrund der Kapselbeschaffenheit (Dicke, Massen, Grösse) alleine, tun sich da schon grosse Unterschiede auf, wie man sich denken kann. Der Wandler ist - wie gesagt - diesbezüglich "eindimensionaler". Wenn er eine vernüftige Bandbreite hat, dann macht er alles mit. Wichtig sind die Werte Linearität und Rauschen. Die kann man anhand der Datenblätter vergleichen.
Das, was "hochdynamische Signale" nicht vernüftig mitmacht, ist in manchen Fällen die Phantomspeisung! Aber dazu haben wir ja einen thread, wie ich gerade sehe.
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Antwort#8
Rainers letzter SAtz ist ein guter, doch da liegt wohl das Problem: Technische Werte müssen in der Tat interpretiert werden. Da Soundkarte hat ja auch einen Frequenzgang von 20-20kHz.
Wer weiss, was das heisst, dem ist jedoch klar, daß ein guter Verstärker eben genau keine Grenzfrequenz von 20kHz haben darf, bei der er schon um 3dB absinkt (die übliche Definition für die fg). Er soll ja auch dort noch "quasi" 0dB verzerren. Wenn man unterstellt, daß auch ein hörbaren 15kHz-Signal noch mit 90dB Genauigkeit abgebildet werden soll, dann braucht es eine fg von vielleicht 100kHz.
Da liegt z.B. das Problem vieler billiger Analogpulte: Schon am Eingang wird um 20kHz "gecuttet" und unterwegs sieht es nicht anders aus. Am Ausgang kommt u.U. bereits ein im HF-Bereich deformiertes Signal heraus, bevor es in den Wandler geht. Bei den analogen Soundkarten-IOs ist das z.B. fast immer so! Korrekt ist es jedoch, alles weit über 20kHz adequat, also "absenkungsfrei" mitzuübertragen um dann dem Wandler, das Cutten zu überlassen, was durch eine Komnbination aus Tiefpasfilter und Oversampling erfolgt.
Ich kann Dir aber nicht sagen, wie es diesbezüglich mit Deinem Mixer ausschaut. Deine Überlegung, den Micamp und den Wandler in einem Gerät zu nehmen, ist demgemäss sehr logisch.
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Antwort#9
Tja, irgendwie ist das ja alles richtig mit der Aufstellung der Mikros und den Verfälschungen, aber die Frage war ja eine ganz andere (?)
Es ging mit konkret um RME. Vielleicht kann mal jemand antworten, der so einen Profi-Preamp hat und einen RME im Vergleich.
Es geht mir dabei nämlich tatsächlich um authentische Verstärkung und nicht etwa um Klangmanipulation, wie offenbar angenommen wurde.
Ich bin mir zwar dessen beusst, daß auch der MACKIE-Eingang linear ist, aber es gibt ja auch solche Dinge wie dynamisches Verhalten: Geht der Preamp wirklich mit hochdynamischen Signalen voll mit, bzw. wie gross ist da die Verzerrung?
Dda gibt es doch schon drastische Unterschiede: Ich habe nun im Mindprintforum geforscht (die haben ja auch so ein Gerät) und dort wurde gesagt, daß man an dem DTC für Klassikaufnahmen zwar die Verzerrestufe brücken und die Kompressoren auslassen sollte, daß aufgrund der exzellenten Qualität der Eingangsstuufe dieser DTC dennoch ein perfekter Preamp sei, der vielen "Rackkollegen" überlegen ist.
Ich meine, bei Mikros ist es doch genauso: Linear sind sie alle
, aber perkussive Klänge überträgt nicht jede Membran gleich gut. Oder warum klingt ein Neumann 184 ander als ein MXL, wie hier im forum ausgeführt wurde?
Gibt es irgendwo im Netz ein Wandlertest?
Ich bitte viiiieeelmals um Entschuldigung, dass ich nicht exakt auf deine Frage geantwortet habe. Es ist schlicht nicht möglich, da ich die Geräte nicht kenne (Asche auf mein Haupt).
Das mit der Aufstellung sollte nur unterstreichen, dass es müßig ist, sich um ein dB Frequenzgangverbiegung zu streiten, wenn man sich nicht über die enormen Auswirkungen der Mikrofonplatzierung bewusst ist. Das Gleiche glilt für die Verwendung von Großmembranmikros, um verfärbungsfreie Klassikaufnahmen zu machen.
Vielleicht hat dieser Jemand weder Zeit noch Lust, anderen zu helfen und sein Wissen für umsonst zur Verfügung zu stellen.
Wer nahm das an? Ich jedenfalls nicht, wollte nur darauf hinweisen, da dieses Thema ja recht heiß ist!
Linear - ín welchem Frequenzbereich? Selbst Low-cost Preamps gehen größtenteile bis über 50 kHz (habe ich selbst gemessen).
Was sind "hochdynamische" Signale? Starke Lautstärkesprünge oder steile Flanken?
Schon mal erlebt, dass ein Hersteller sagt, sein Geräte wäre nicht exzellent und für jeden Einsatzzweck geeignet?
Das ist nun - tschuldigung - völliger Quatsch!
Mach dir doch mal die Mühe und besuche einen Fachvortrag, z.B. auf der TMT oder lies Fachliteratur, z.B. die Mikrofonaufsätze von Jörg Wuttke (Schoeps), dann wirst Du die Antwort bekommen.
Mit Sicherheit, die einschlägigen Suchmaschinen sind ja bekannt.
Martin
PS: Nix für ungut, aber ich finde es einfach nicht nett, wenn Leute, die bemüht sind, anderen Leuten zu helfen und dafür ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung stellen, von eben diesen anderen Leuten gescholten werden, nur weil sie ihnen nicht lobend bestätigen, dass ihre - meist schon im Voraus getroffene - Wahl die Beste ist. Wer das möchte muss z.B. Souncheck lesen.



Eine der Pflichtlektüren für jeden Mikrofoninteressierten
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Antwort#10
Wie ich schon einige cm weiter oben geschrieben habe, gehen selbst billige Preamps bis weit über 20 kHz. 100 kHz sind wirklich nicht zwingend notwendig, wenn auch wünschenswert.
Der Widerspruch liegt im Loben des Vorhandenseins von Übertragern im gleichen Atemzug mit dem Wunsch nach 100 kHz Bandbreite. Da sind die Entwickler ordentlich gefordert...
Bei Bedarf kannst Du gerne von mir Messergebnisse von Vorverstärkern bekommen.
eMail schreiben.
Beim Betrachten der gesamten Aufnahmekette ist diesbezüglich sicherlich das Mikrofon die Schwachstelle, der Verstärker sollte dagegen - natürlich nebst ordentlichen Übertragungseigenschaften - wenig rauschen und gleichzeitig einen hohen Pegel vertragen.
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Antwort#11
Warum muss das Netzteil denn aufwändig sein?
Es soll nur nicht nicht brummen und nicht streuen. Ersteres lässt sich relativ einfach bewerkstelligen, letzteres erfordert durchdachte Abschirmmaßnahmen oder ein externes NT-Gehäuse, wie es z.B. der M80 sein Eigen nennt.
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Antwort#12
Was ich vergaß:
Was sind Wald und Wiesen-IC´s?
Natürlich wird in einem guten Preamp kein µA 741 im Signalweg zu finden sein, aber wir sind schließlich einige Generationen weiter.
Erkläre mir bitte einer den wahren technischen Unterschied zwischen einem zusammengeklebten selektierten Transistorpaar und einem hochwertigen integrierten Differenzverstärker neuerer Bauart, denn ich lerne auch gerne etwas dazu - nobody is schließlich perfect.
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Antwort#13
ich kann dir das midas venice ans herz legen.
habe damit schon sehr anständige aufnahmen gemacht.da bekommst du ein vom konzept her sehr ordentliches pult mit richtig guten preamps.die halten natürlich nicht mit nem prismrack von neve mit, oder nem ssl preamp...aber anhören solltest du sie!
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Antwort#14
ich finde es einfach nicht nett, wenn Leute,
die bemüht sind, anderen Leuten zu helfen und dafür ihre Zeit
Hallo???? Ich wollte das Thema doch nur zur Frage zurückbiegen ...
Heiliger Bimbam! Was sind hier alle gleich empfindlich. Und welche Diskussionen sich daraus entwickeln, Unglaublich - gleich gehen sich zwei an die Gurgel.
Die Mikroplatzierung, die Grossmembranprobleme, die Verzerrerei ... das alles ist doch breit diskutiert und mir wohl bekannt, oder wieso sonst haben wir keine Billigmikros von XY? Ich hatte nur die konkrete Frage bezüglich der RME, da ich dachte, daß die gut verbreitet seien und man die hier kennen könnte, was aber wohl nicht stimmt. Die Daten des Herstellers habe ich gelesen und unbekümmert trauen tue ich denen selbstredend nicht, denn wie Du richtig schreibst:
"Schon mal erlebt, dass ein Hersteller sagt, sein Geräte wäre nicht exzellent und für jeden Einsatzzweck geeignet?"
Klar glaube ich nicht alles, allerdings: In besagtem Foruum spicht ein User über die Klassiktauglichkeit und nicht der Hersteller (wenn es denn ein User ist). Nun bin ich also so schlau wie zuvor. Komisch, daß man hier gleich das Thema expandiert und alles Erdenkliche eindiskutiert. Es ging mir nicht um die Mikros sondern um die Wandler, die "Mikrofonaufsätze von Jörg Wuttke (Schoeps)" können mir dies alles nicht beantworten, so sehr ich sie auch durchblättere.
Ich habe den Eindruck, daß die Herren Ingenieure trotz (oder wegen) ihres Diploms nur noch in ausgetretenen Pfaden wandeln, in die sie argumentativ immer wieder reinfallen, ganz gleich welche Frage gestellt wird. Macht aber nichts, suche ich eben woanders. Nix für ungut.
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Antwort#15
Hallo lieber Original-Monster-Thread Autor,
eins würde ich gerne anmerken:
""bin für jeden fachlichen und sachlichen Tipp dankbar.""
Wenn Dir das hier gar nicht weitergeholfen haben sollte,
dann bist Du wirklich kein guter "Kostverwerter"
Und zu einer Einsicht kannst Du wohl immerhin kommen:
Wenn hier niemand von den recht zahlreichen "Klassikern" der RME-Pres mit ihrer
"Wald- und Wiesen" (hahaha, langsam mach ich mir Spaß...)-Technik
benutzt könnte das ja seinen Grund haben: Sie entsprechen nicht
dem "Pflichtenheft" Ob Dich das interessieren muß sei dahingestellt,
ob Du damit aber bessere Ergebnisse hinbekommst auch.
Aber das hatten wir ja schon.
Also: Bestellen, ausprobieren, behalten oder zurückschicken. So einfach ist das.
Oder hast Du vielleicht Erwartet, ausgerechnet in DIESEM Forum würde sich eine
Majorität auf ein konkretes & dazu noch bezahlbares Gerät einigen können?
Du kannst schon froh sein, hier wenigstens Ansatzweise eine Info zu bekommen (und das hast Du allemal...), denn oft genug ist das hier nicht so.

Schönen Gruß,
Christopher

"Wer nicht fragt bleibt dumm" ;-)
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Antwort#16
http://www.mil-media.com
das ding nennt sich millennia hv3 und ist für mich das beste,
was der markt hergibt. als A/D wandler verwende ich zwei
AD 8000 von apogee (wordclock!). die mikrofone sind von
brauner (VM1).über ein RME interface geh ich direkt nach
samplitude. abgehört kann über ein beliebiges digitalpult werden.



http://www.konse.at
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Antwort#17
der langen rede kurzer sinn:
MILLENNIA MEDIA HV3
Product Highlights
HIGH SPEED TRANSFORMERLESS DESIGN
23 dB INPUT & 32 dB OUTPUT HEADROOM (No Pads Required)
ENTIRELY BALANCED AUDIO PATH
OPTIONAL B&K (DPA) +130 VOLT INPUTS ON ALL CHANNELS
OPTIONAL DC-COUPLED "RIBBON INPUTS" ON ALL CHANNELS
LASER TRIMMED FET-BASED OUTPUT
THD+N LESS TYPICALLY THAN 5 PPM (.0005%)
MATCHED DISCRETE TRANSISTOR FRONT-END
HIGH-RESOLUTION GAIN SWITCHES STANDARD (36 Steps)
INTERCHANNEL GAIN MATCHED TO .04 dB
FOUR CH. UNIT FACTORY UPGRADABLE TO EIGHT CH.
FULLY SHIELDED INTERNAL TOROID POWER SUPPLY
UNSURPASSED AMBIENCE RETRIEVAL
EFFORTLESS, LIFELIKE MUSICAL PERFORMANCE AT ALL DYNAMIC LEVELS
Available Options
B&K (DPA) +130V mic inputs
DC Optimized Mic Inputs
Channel Summing

Product Specifications
MINIMUM GAIN 8.5 dB

MAXIMUM GAIN (1.5 dB per step, 36 steps) 60.5 dB (up to 78 dB on rqst)

FREQUENCY RESPONSE +0 / -3 dB sub 4 Hz to beyond 300 kHz

FREQUENCY RESPONSE, STEREO DEVIATION 65 dB, Typ > 85 dB

SLEW RATE 35 dB Gain, +27 dBu Out > 25 Volts per microsecond

MAXIMUM INPUT LEVEL 20 Hz - 40 kHz +23 dBu*

MAXIMUM OUTPUT LEVEL 20 Hz - 40 kHz +32 dBu

INTERCHANNEL CROSSTALK
35 dB Gain, 1 kHz, +27 dBu All Outputs Better than -120 dB (> 20 Bits)

PHANTOM INPUT IMPEDANCE @ 20 Hz 6,700 Ohms

PHANTOM INPUT IMPEDANCE @ 20 kHz 6,800 Ohms

OUTPUT IMPEDANCE 24.3 ohms (x2)

B&K (DPA) MIC POWERING +130 VDC, max, direct (non-phantom) powered

PHANTOM POWERING +48 VDC, +/- 2 VDC

POWER CONSUMPTION, MAXIMUM 45 Watts, Maximum

POWER REQUIREMENTS 100 to 240 VAC, 50/60 Hz

DIMENSIONS 19" W x 12" D x 3.5" H

* Approximately equivalent to the output of a B&K 4012 microphone in a 145 dB SPL soundfield.
- Unless stated, all measurements are balanced into 100k ohm load on a calibrated Audio Precision System One.
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Antwort#18
Hi,
wenn man sich schon in dieses Preissegment begibt, sollte man sich auch ernsthaft den Vorverstärker von Grace Design anhören. Den gibt es auch in einer fernsteuerbaren Version, die ich mal testen konnte.
Im Vergleich zum Millenia könnte ich nur subjektive Eindrücke schildern, die sich aber ausschliesslich im Bereich des persönlichen Geschmacks befinden.
Grüsse,
Dirk


Grace Design Pre-amps etc.
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Antwort#19
Was sind Wald und Wiesen-IC´s?
...
Erkläre mir bitte einer den wahren technischen
Unterschied zwischen einem zusammengeklebten
selektierten Transistorpaar und einem hochwertigen
integrierten Differenzverstärker neuerer Bauart,
Ich behaupte mal, daß es keinen wirklichen Unterschied gibt.
Als gutes Beispiel sei auf die Firma funk-tontechnik aus Berlin verwiesen:
Die Datenblätter der Verstärker geben traumhafte Werte u.a. für die Symmetriedämpfung an. Dabei sind die Verstärker genau mit den "Wald- & Wiesen"-ICs bestückt. Das Geheimnis dieser Werte liegt weniger in den ICs als viel mehr in dem sorgfältigen Aufbau und Layout der Schaltungen _sowie_ in den Widerständen, mit denen die Gegenkopplungen der entscheidenden Ein- und Ausgangsstufen aufgebaut wurden. Funk hat einmal in den sauren Apfel gebissen und sich Widerstansnetzwerke - vermutlich in der Größenordnung 10.000 Stück - nach eigenen Angaben herstellen lassen.
Für Ein- und Ausgangsstufen sind diese Module über jeden zweifel erhaben, leider verzichtet Funk auf Mikrofonvorverstärker. Diese wären für manches "High End" der Garaus ...
Im übrigen kann man auch in den Schriften von SCHOEPS nachlesen, welche Bedeutung engst tolerierte Widerstände für die Einspeisung der Phantomspannung in Bezug auf Störeinstrahlungssicherheit haben ...
Damit sind wir bei einem weiteren Schwachpunkt vieler Vorverstärker (s. auch Datenblätter zu SSM2017 u.ä.). Zum Schutz der Eingangsstufen vor Überspannung wird mit Zenerdioden gegen Masse gearbeitet. Diese sind mit Kapazitäten behaftet, die ebenfalls Toleranzen aufweisen. Mit dieser "Schutzschaltung" macht man zwangsläufig alle Bemühungen mit Präzisionswiderständen und sorgfältigem Layout um hohe CCIR zunichte ...
Die Hersteller von Mischpulten und PreAmps - und nicht nur in den billigen Preisklassen - übernehmen leider allzu gerne die Applikationsvorschläge der Chiphersteller ...
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Antwort#20
Bitte lesen! (link)
Zu den Trafosymmetrierten Eingängen noch eine kleine Ergänzung:
Durch die Einspeisung der Phantomspannung in eine Mittenanzapfung der Primärwicklung entfallen die Eingangskondensatoeren, die ohne Übertrager nötig sind, um die Phantomspannung vom Verstärkereingang zu entkoppeln.
Das Klirrverhalten eines Elkos ist von der Gleichspannung über dem Kondensator abhängig. Liegt keine Gleichspannung auf dem Kondensator, steigt sein Klirrfaktor - ein Aspekt, der beim Einsatz von Röhren-, dynamischen oder tonadergespeisten Mikrofonen zu beachten ist. Natürlich kann man jedoch die Phantomspeisung jederzeit eingeschaltet lassen (außer bei Tonaderspeisung).
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