Tipps zum Mischpultkauf

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Forum,
ich spiele mich mit dem Gedanken mir nächstes Jahr ein etwas größeres Mischpult zu kaufen. Ins Auge gefasst habe ich Pulte wie ein Allen & Heath GL3300 oder Soundcraft GB4.
In jedem Fall mindestens 32 Kanäle - besser 40, davon zwei bis vier Stereo. Gut wären mindestens vier Subgruppen, und acht Auxwege.
Ich denke, daß ich mir dafür etwas Zeit lassen werde, aber vielleicht kann mir der ein oder andere jetzt schon Tipps geben, oder Erfahrungen, welche Pulte empfehlenswert sind.
Grüße
Daniel
P.S. Was ist eine "7x4 Matrix"
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Antwort#2
Ich habe ein GL4000 für live Einsätze und bin sehr zufrieden damit. Besonders den EQ schätze ich. Er greift und man hört einen Unterschied wenn man schraubt - was bei manchen anderen Pulten in dieser Liga nicht unbedingt der Fall ist. Ich vermisse beim live Einsatz nichts auf dem Pult.
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Antwort#3
Aus mehrfacher Live-Erfahrung: Lass die Finger von den A&H Pulten. Die sind einfach S.c.h.e.i.s.s.e. Egal ob 3000er oder 4000er Serie. Die EQ's funktionieren nicht wie sie sollten, die Kanalfader sind so beschissen seitlich zum Kanalzug positioniert das du schnell mal daneben greifst wenn du nicht genau davor stehst. Die Regelwege der 100mm Kanalfader selbst sind lächerlich. Bis kurz vor der -10dB Marke passiert nicht viel aber dann musst du plötzlich mit der Schieblehre arbeiten, so schnell ändern sich die Pegel.
Man kann damit arbeiten, aber am liebsten würde ich sie alle in die Tonne treten!!!!
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Antwort#4
Lucky you. Dann hast Du eins erwischt das Funktioniert. Bei den A&H Pulten (3000er + 4000er) die ich zwischenzeitlich live vor mir hatte funktionierten die EQ's erst kurz vor Rechts- oder Linksanschlag. Inakzeptabel!!!
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Antwort#5
Hallo FrankW,
ich muß dir leider auch widersprechen. Auch ich kann A&H Pulten nicht annäherungsweise das Verhalten bescheinigen, daß du beschrieben hast. Also entweder wir sind alle taub oder es muß heißen: "Unlucky you."
Das es freilich bessere Pulte gibt, ist klar, aber die A&Hs sind wirklich absolut in Ordnung. Ich habe allerdings auch schon Kollegen beider Extreme getroffen, von "Nur A&H ist das Wahre (in dieser Preisklasse)" bis "A&H war, ist und wird immer Dreck sein". Das zeigt mal wieder nur eins: Hat wohl mehr was mit "Geschmackssache" zu tun.
Janko
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Antwort#6
Hi Janko
Ich erzähle Dir jetzt echt kein Sch****(dämliche Wortsperre). Genau wie ich es beschrieben habe sind mir diese Pulte untergekommen.
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Antwort#7
Hallo Frank,
das Du solche Erfahrungen gemacht hast kann schon sein.
Aber so Behauptungen wie "EQ funkioniert nicht" oder "alle inne Tonne" sind einfach unsachlich. Die EQs funktionieren sehr gut, ich habe wenige defekte
A&H gesehen (aber sehr viele heile). Das GL3300 bringt es meiner Meinung nach nicht wirklich, aber jeder muß sich überlegen, welche Featuren er braucht.
Das 2200er ist ein gutes Kleinpult (und DEFINITIV eine gute Alternative zum Venice, auch wenn ich mir erneut Widerspruch von einigen Marketing-Abergläubigen einfange...), das GL4000 und die ML-Serie entsprechen
professionellen Anforderungen. Die althergebrachte A&H "Diss-kussion" kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Wenn es denn unbedingt sein müßte,
so sollte man lieber über die Yamaha GA/M-Serien herziehen, DIE gehen nämlich GAR NICHT. Ansonsten nenn mal bezahlbare Alternativen und erkläre uns was an denen wirklich besser sein soll (Bitte keine PM/XL/Digital-Vergleiche!). Ich habe noch von niemandem gehört, der zwei PA-Pulte in einem fairen Blindtest-Vergleich gehört hätte, also erspare uns Aussagen wie "klingen besser" etc.
Gruß,
Christopher
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Antwort#8
Hallo Daniel,
eine 7X4 Matrix ist eine Matrix, mit der 7 Busse des Pultes auf vier
optionale Matrixausgänge geroutet werden können: z.B. 4 Subgruppen, Stereo+Monosumme (gleich SIEBEN / vergleiche "LX7"=hat sieben Busse + Auxe)
Braucht man i.d.R. selten (z.B. Für Sub-Beschallungen, Recording) ist aber ein nettes Gimmick.
Das GB4 ist noch so neu, das da noch keine bis wenig Erfahrungen vorliegen werden. Ich kenn es noch nicht (und ich kenn se fast alle...)
Das AH 3300 ist mir persöhnlich nicht so genehm, da würde ich eher zu einem Soundcraft K2 oder Series 2 tendieren. Trotzdem ist A+H keine schlechte Wahl. Finger wech von Yamaha & Mackie!
In dieser Preis/Ausstattungs-klasse fällt mir sonst nicht so viel ein... Interessant wirds erst so richtig mit Verona, MH3 oder A+H ML-Serie - aber das kostet.
Gruß,
Christopher

PS. Was meint denn Ton-Opi? Ein heißer Tip aus dem Heim?
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Antwort#9
habe das ghost und bin zufrieden damit, müsste doch in deine klasse passen, gibs das nich mehr neu ?
gruuuhs

dB
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Antwort#11
Christopher,
was ist so übel an Mackie? Ich selber mag Mackie auch nicht (vor allem wegen der kurzen Fader), aber immer mal wieder kommen Leute, die mir was von Mackie vorschwärmen. Da bin ich für jede Argumentationshilfe dankbar. Ich selbst sehe mich eher als Soundcraft-Fan.
Viele Grüße
Michael
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Antwort#12
Mackies klingen nicht schlecht, sind aber imho nicht recht roadtauglich. Und ernsthafte "größere" Livepulte haben sie auch nicht. Die SR Serie zum Beispiel ist was Anzeigen und Kanalausstattung angeht, eher dürftig. Außerdem sind die Dinger eine ziemliche Servicefalle. Also eher was fürs preisbewußte Studio, da sind sie zu empfehlen, wenn man aufs Geld schauen muß aber kein Gelumpe möchte.
Anders könnte es mit der Digitalserie von Mackie aussehen, aber die hatte ich noch nie in der Hand. Und digital ist ja auch nicht jedermanns Sache.
dem Janko seine Meinung
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Antwort#13
Hi,
ich selber mache Recording ( Klassik, Jazz, Gospel )und keine Livebeschallung, und habe selber auch ein Mackie 1604 VLZ. Ich habe jenes Pult nach einem Hörtest ausgewählt. Hörtest: XLR-Stecker mit 40 dB Dämpfungsglied ( 20k auf 200R), dann 40dB hochverstärken, und in die Tape - Monitorschleife einer hochwertigen Abhöranlage geben, unter Pegelgleichheit. So hört man sofort, ob sich der Prüfling "wie ein Stück Draht mit Verstärkungsfaktor" verhält.
Vergesse auch nicht, Dich mit der Messtechnik zu befassen und die Ergebnisse zu deuten. Meiner Erfahrung nach wird z. B. die Unsymmetriedämpfung bewusst bei 1 kHz angegeben ( elektronisch symmetrierte Eingänge haben auch oft Probleme mit der Unsymmetriedämpfung bei den tiefen Frequenzen, aufgrund der Koppel-C's. Soundcraft spirit klingt meiner Erfahrung ( ich meine das 4^2 - Pult ) einfach nur schauderlich.
Was die Pult-Auswahl betrifft:
Selber testen.
Mackie: ich werde in kürze selber noch ein paar Modifikationen an meinem Pult durchführen, bin sonst aber sehr zufrieden damit, und meine Aufnahmen wurden von Rundfunktonmeistern und HiFi-High-End Händlern gelobt.
Wenn man selber nicht in der Lage ist, den Service durchzuführen, dann kann es in der Tat zu einer Kostenfalle werden.
Holger


mobile Tonaufnahmen
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Antwort#14
Ja, hier muss ich dir recht geben. Dass die fader seitlich zum gesamten kanalzug versetzt sind hat mich auch schon in die falle gelockt und habe daneben gegriffen. hab mich aber in der zwischenzeit daran gewöhnt. jedes pult hat seine tücken...
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Antwort#15
DAnke erstmal an alle, ich denke, ich werde mir mal das ein oder ander Soundcraft-Pult ausleihen, und mir dann ein genaueres Bild machen.
Grüße
Daniel
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Antwort#16
hallo , ich will mir demnächst auch ein neues pult in der grösse kaufen.
ich hab jetzt ein behringer eurodesk MX 3282a. ich werd ca. 2.800 ? anlegen können - zu was würdet ihr mir raten?
ich produziere elektronische musik (techno/AcidHouse), daher brauche ich gute, "samtige" filter - ich benutz das pult als instrument.
oder soll ich lieber ein gebrauchtes kaufen, was evtl. höherwertig ist? ich bin auch bereit auf nen 24er umzusteigen, wenn´s nur irgendwie besser klingt...
danke im voraus...
greetz
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Antwort#17
Wozu brauchst du samtige Filter?
Gerade elektronische Sounds kann man doch hemmungslos mit schlechteren Filtern bearbeiten ohne das es schlechter klingt. Etwas anders, klar, jeder EQ klingt etwas anders. Und samtige Filter klingt für mich wie subtilund unhörbar, also das Gegenteil von einer Sherman Filterbank die ich eher mit Elektro-Sounds assozieren würde.
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Antwort#18
naja, was ich mit samtig meinte, ist wohl mit warm bzw nicht nach "plastik" besser zu umschreiben. jaja, ich weiss auch, dass ein pult nicht "klingen" sollte, aber sie tun´s halt, oder?
lass die umschreibungen ruhig weg...mir geht es um bestmöglichen klang -oder sagen wir besser qualität, die ich für das geld kriegen kann.
mit dem behringer bin ich jedenfalls nicht sehr zufrieden...besonders frequenzen anheben ist ein graus, rausziehen geht ja noch. auch ein schaltbarer, 4-bandiger eq wär auch nicht schlecht.
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Antwort#19
Wie wäre es mit einem Digitalpult? Das Yamaha 01v96 liegt in deiner Preisklasse, und dann noch eine ADAT-Erweiterung rein, und du hast erstmal genug Kanäle ;-)
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Antwort#20
naja, was ich mit samtig meinte, ist wohl mit warm bzw nicht nach "plastik" besser zu umschreiben.
jaja, ich weiss auch, dass ein pult nicht "klingen" sollte, aber sie tun´s halt, oder?
lass die umschreibungen ruhig weg...mir geht es um bestmöglichen klang -oder sagen wir besser qualität, die ich für das geld kriegen kann.
mit dem behringer bin ich jedenfalls nicht sehr zufrieden...besonders frequenzen anheben ist ein graus, rausziehen geht ja noch. auch ein schaltbarer, 4-bandiger eq wär auch nicht schlecht.
Verstehe ich ehrlich gesagt immer noch nicht.
Filter können scharf klingen, oder eben warm/samtig/weich.
Aber nach Plastik? Das hängt ja wohl eher davon ab, welchen Sound du wie bearbeitest.
Manche EQs sind effektiver als andere, die wiederum eher unauffällig sind.
Trotzdem wette ich, dass trotz aller Unterschiede, 90% der EQ Unterschiede eingebildet sind! Einfach weil der Einstellbereich anders ist, oder die Default-Güte anders ist, oder sich die Güte mit dem Gain ändert etc. pp.
Das gilt für analoge EQs. Bei digitalen hängt es von der Implementierung ab.
Meist mulmen sie oder rauschen. Manche verzerren auch eher. Ansonsten ist mir wirkliche Coloration bei Pulten noch nicht begegnet.
digital oder analog?
Was ist an den Frequenzen anheben ein Graus?
Beschreib mal genauer, du beschreibst irgendwelche subjektiven Eindrücke mit subjektiven Begriffen.
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